Lese- Film- und Serienmonat Januar

Bücher

Gelesen habe ich dieses Jahr noch nicht besonders viel. Ich habe “Goblet of Fire” beendet, “Fantastic Beasts and where to find them” angefangen und “Order of the Phoenix” ebenfalls wieder angefangen. Außerdem gab es im Januar natürlich wieder ein Lustiges Taschenbuch (Nr. 489). Interessanter wird es bei den Filmen, denn im Januar waren in Düsseldorf die 11. japanischen Filmtage, veranstaltet vom Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf, dem Japanischen Kulturinstitut Köln und dem Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf. Thema der Filmtage war “Familie im Wandel und coole Frauen” und “Facetten der japanischen Kultur”, es wurden mehr als 20 Filme gezeigt, von denen ich 7 gesehen habe (“Piano in the Shed” fehlt auf dem Foto). Die Filme sind natürlich alle in OmU, also Japanisch mit Untertiteln.

Filme

Eyes on Japan: Japanische Filmtage Düsseldorf

Insgesamt waren die Filme alle sehr gut, jeder auf seine eigene Weise. “Leonie”, ein historisches Werk über Léonie Gilmour, Frau des Schriftstellers Yone Noguchi und Mutter des Bildhauers Isamu Noguchi und der Tänzerin Ailes Gilmour. Von allen gezeigten Realfilmen war dieser wohl der international bekannteste. Er spielt teilweise in den USA, wo Leonie den Dichter Yone Noguchi kennen lernte, zuerst als Lektorin für seine Werke und an vielen Stellen war der Film auf Englisch. Auch war es der einzige Film mit international bekannten Schauspielern wie Emily Mortimer (Hugo, Shutter Island, Notting Hill) in der Hauptrolle, Nakamura Shidō II, (Letters from Iwo Jima, Jet Lis “Fearless”) oder Christina Hendricks (Mad Men, Drive, The Neon Demon). Der Film wurde für das westliche Publikum gekürzt, ging trotzdem noch 100 Minuten und hatte einige Längen und merkwürdige Sprünge. Die Geschichte an sich ist aber durchaus spannend.
Besonders gut gefallen haben mir “Der Junge und das Biest”, ein Anime, den ich schon länger sehen wollte. Außerdem “Unsere kleine Schwester” – drei erwachsene Schwestern leben alleine im Haus der Großeltern, nachdem die Eltern sich getrennt haben und weggezogen sind. Der Vater hatte danach noch zwei Mal geheiratet, stirbt dann und die drei treffen auf der Beerdigung seine Tochter aus zweiter Ehe. Sie nehmen das junge Mädchen auf, was natürlich nicht ganz leicht ist, da jede der Schwestern ihre eigenen Probleme hat und sie alles andere als eine ideale Familie sind. Ein sehr schöner Familienfilm vor der wunderschönen Kulisse Kamakuras.

Neben der Filmtage, die komplett auf japanisch waren, habe ich dann noch “The Handmaiden” im japnaisch-koreanischen Original gesehen. Manchmal ist das doch etwas anstrengend mit den Untertiteln, aber gerade bei asiatischen Filmen geht in der Synchro so viel verloren, finde ich.
Filmposter: The HandmaidenThe Handmaiden (Die Taschendiebin) wird bei Wikipedia als “erotischer Psycho-Thriller” bezeichnet. Park Chan-wook (Oldboy, Snowpiercer, Stoker, I’m a Cyborg but that’s okay) hat bei dem 2,5-Stunden-Werk Regie geführt, das auf dem Roman “Fingersmith” von Sarah Waters beruht. Die Handlung beginnt im japanisch besetzten Südkorea, Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Gauner und Betrüger “Count Fujiwara” schleust die Diebin Sook-Hee in das Haus von Lady Hideko ein, einer alleinstehenden Dame aus reichem Haus, die mit ihrem Onkel Kouzuki zusammen wohnt. Fujiwara will sie verführen und heiraten, um an ihr Geld zu kommen, dabei soll Sook-Hee ihm helfen. Hideko lebt zurückgezogen, steht unter der Fuchtel ihres autoritären Onkels und fühlt sich vom Selbstmord ihrer Tante verfolgt. Sook-Hee, die den japanischen Namen Tamako annimmt, kommt Lady Hideko, der einzigen echten Japanerin in dem Haus, näher, während gleichzeitig Fujiwara als Graf und Zeichenlehrer für Hideko erscheint und versucht, sie um den Finger zu wickeln.

Eine Besonderheit des Films ist die Unterteilung in drei Teile, der geübte Kinogänger wird hier zurecht Twists und Wendungen erwarten. Desweiteren sind die sehr expliziten und lang gezogenen, gleichgeschlechtlichen Sex-Szenen, sowie generell die Erotik in dem Film, sicher auch nichts, was man alle Tage in einem Hollywood-Film sehen würde. Zumal, was mich gerade wundert, The Handmaiden bei uns ab 16 freigegeben ist. Wenn ihr die Chance habt, schaut den auf koreanisch.

Serien

Zuletzt habe ich Frontier (Netflix) angefangen, ein historisches Drama in den USA der 1700er. Es geht um Fellhandel, Politik, Macht und den Konflikt zwischen Engländern und Iren in der neuen Welt. Declan Harp (Jason Momoa) ist halb Ire, halb Indianer, wild, brutal und skrupellos. Er kämpft gegen die Hudson’s Bay Company und ihr Monopol im Fellhandel mit Kanada und schreckt dabei vor kaum einem Mittel zurück. Auf der anderen Seite haben wir Michael Smyth, ein Ire, der als blinder Passagier in die neue Welt kam und von den Engländern genötigt wird, sich bei Declan Harp einzuschmuggeln und ihn auszuspionieren.
Bis jetzt ganz spannend, zweite Staffel wurde schon confirmed. Wer sowas wie “Turn” mag, ist hier gut beraten.

Videogames

Ich hab endlich mal Super Mario 3D World auf der Wii U nachgeholt. Mir fehlen aktuell noch 2-3 Level in der Endgegner-Welt. Das grobe Durchspielen geht recht fix, die meisten Spieler werden hier wohl in 2-3 Tagen durch sein. Aber eigentlich gibt es genügend Level und die sind auch noch unglaublich abwechslungsreich und manchmal recht knifflig. In jedem Level gibt es 3 Sterne und einen Stempel zu finden. Wie in den alten Games muss Mario (oder Peach/Toad/Luigi) am Ende des Levels an einen Fahnenmast springen, es beendet also nicht der Stern das Level, wie in Super Mario 64, und man kann Level beenden, ohne Sterne gefunden zu haben. Auf der Weltkarte kommt man dann aber irgendwann nicht mehr weiter.
Das Besondere bei Super Mario 3D World ist der Mehrspielermodus, bei dem man mit bis zu 4 Spielern gleichzeitig die Level bestreiten kann. Das gab es zwar schon, aber nicht in einem 3D-Mario. Zu viert kommt man sich allerdings mehr in die Quere als dass man sich helfen würde, die Level werden dennoch leichter, weil gestorbene Mitspieler immer wiederbelebt werden können, solange Leben da sind und noch ein Spieler lebt. Außerdem kann ein Spieler auf dem Wii-U-Pad Gegner antippen und somit kurzzeitig außer Gefecht setzen. Komplizierte oder schnelle Sprungpassagen sind zu Viert allerdings eher nervend.

David

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