X-Men Origins: Wolverine
by David on Mai 10, 2009
Kanada, 1845: James Howlett (der sich später Logan nennen wird), wird Zeuge, wie der Vater seines Freundes Victor Creed seinen eigenen Vater tötet. Daraufhin zeigen sich zum ersten Mal seine besonderen Kräfte: er fährt drei Krallen aus dem Handrücken aus und ersticht Creed. Mit seinem letzten Atemzug teilt dieser Logan mit, dass er in Wirklichkeit dessen leiblicher Vater ist, Logan und Victor also Brüder sind.
Deshalb erstaunt es nicht, dass beide über ähnliche Kräfte verfügen (Victor ist Sabretooth, auch wenn der Name im Film nie genannt wird). Seite an Seite kämpfen sich die beiden Brüder durch diverse Kriege (Sezessionskrieg, erster und zweiter Weltkrieg, Vietnam), bis sie in der Gegenwart (20 Jahre vor dem ersten Teil der X-Men Trilogie) ankommen.
Victor (Liev Schreiber) und Logan/James (Hugh Jackman) haben nämlich nicht nur beide Krallen (Victor hat krallenartige Fingernägel), sie verfügen auch beide über erhöhte Regenerationsfähigkeiten, Agilität und einen verlangsamten Alterungsprozess.
In einem Punkt unterscheiden sich die Brüder allerdings: während Victor Spaß am Töten hat, versucht Logan seine animalisches Ich unter Kontrolle zu halten. Victor greift einen Vorgesetzten an, Logan greift ein und schließlich werden beide zum Tode verurteilt.
Schwierig, da Kugeln ihnen nichts anhaben können.
Daraufhin rekrutiert Stryker sie für sein aus Mutanten bestehendes Spezialteam. Als wieder unschuldige Menschen getötet werden, verlässt Logan die Truppe und geht zurück nach Kanada.
Jahre später wird er von Stryker aufgesucht, der ihn vor einer Bedrohung warnt. Jemand tötet alle Mitglieder des alten Teams.
Als Logans Frau von Victor getötet wird, lässt sich Logan zu einem Experiment überreden, was ihn stark genug machen würde, um seinen Bruder zu besiegen. Logan bekommt also endlich sein bekanntes Adamantium-Skelett.
Die Pläne, die Stryker mit ihm als Waffe X hatte, gefallen Logan dann aber doch nicht und er flieht und macht sich auf die Suche nach seinem Bruder.
Dabei deckt er auf, dass Stryker von Anfang an hinter allem steckte und mit Victor zusammen arbeitet. Für ein geheimes Projekt -- Waffe XI -- sammeln die beiden alle Mutanten, die sie finden können (z.B. den jungen Cyclops).
Helfen soll ihm bei seiner Rache Remy LeBeau aka. Gambit (Taylor Kitsch. Wie sehr habe ich in jedem Teil der Trilogie gehofft, den endlich mal zu sehen. Mein absoluter Lieblings X-Man!), der einzige Mutant, der jemals von der geheimen Insel Strykers fliehen konnte und weiß, wo der sich aufhält.
Dort angekommen, erfährt er nicht nur, dass Silver Fox aka. Kayla Silverfox -- seine Frau -- noch lebt (zum Glück hatte er sie nicht beerdigt), sondern auch, was Strykers wahrer Plan war.
Im Körper des ehemaligen Teammitglieds Wade Wilson (Ryan Reynolds) hat er irgendwie die gesammelten Mutantenkräfte zusammengefügt und so Waffe XI aka. Deadpool erschaffen. (Man sieht hier allerdings nur die Kräfte von Wolverine, Cyclops und John Wraith’ Teleportationskräfte)
Kayla war zwar Teil des Plans, Logan zu dem Adamantium-Experiment zu überreden, tat dies aber nur, weil Stryker ihre Schwester gefangen hielt.
Zusammen mit Cyclops befreien sie die gefangenen Mutanten, während Victor seinen Bruder im Kampf gegen Deadpool unterstützt.
Auf dem Kühlturm eines Atomkraftwerks kommt es zum Showdown, in dem Wolverine Deadpool den Kopf abschlägt, der beim Sturz mit seinen Cyclops-Kräften den gesamten Turm zum Einsturz bringt.
Deadpool ist tot, Victor verschwindet (später wird es sich ja Magneto anschließen) und Stryker schießt Wolverine eine Adamantiumkugel ins Hirn, die ihn zwar nicht tötet, ihm aber die Erinnerung nimmt (???).
Kayla zwingtStryker mit ihren Hypnosekräften, die Insel zu verlassen und immer weiter zu laufen, Gambit will Wolverine von der Rettung der anderen Mutanten durch Professor Xavier (Patrick Stewart) berichten, doch dieser kann sich an nichts mehr erinnern und verlässt ebenfalls alleine die Insel.
In einer der möglichen Abspannszenen wird Ryker von der Militärpolizei aufgegriffen. Da habe ich wohl die langweiligste erwischt, angeblich soll es auch eine geben, in der Deadpool nach seinem abgeschlagenen Kopf greift und eben nicht tot ist.
Gibt es noch mehr? Ich weiß es nicht.
Ich weiß, ich sage zu selten was richtig positives über Filme, aber mir haben schon die Filme der Trilogie nicht besonders gefallen. Wolverine ist actionreich und die Actionszenen sind natürlich außerordentlich gut umgesetzt, besonders der Showdown.
Leider sind besonders die anderen Mutanten doch sehr einfallslos und eindimensional. Besonders Gambit wurde einfach verschenkt, der hätte viel mehr zu sehen sein müssen. Während des Kampfes war er weg, kämpfen gesehen hat man ihn nur kurz. Dominic Monaghan hatte als Bolt, der Elektrizität kontrollieren kann, auch nicht viele Möglichkeiten, zu überzeugen.
Ryan Reynolds, den ich persönlich sehr gerne sehe, hatte ebenfalls kaum Präsenz, nur kurz am Anfang und dann zum Schluss als Deadpool.
will.i.am von den Black Eyed Peas fand ich als teleportierenden John Wraith überraschenderweise gar nicht mal schlecht.
Was für Kräfte haben überhaupt Dukes/The Blob und Zero?
Solider Actionfilm, der vor allem durch Effekte und Explosionen zu überzeugen weiß. Ich kenne die Comics nicht, weshalb ich da jetzt nicht so enttäuscht bin wie “Mal Sehen” von den Fünf Filmfreunden. Die Story war allerdings etwas dünn, viel Gutes wurde verschenkt und viele Sachen, die man schon aus den alten Filmen kannte, wieder langatmig aufgewärmt. Auch der Showdown war dann doch etwas kurz und der Super-Mutant Deadpool viel zu schnell besiegt. (Man kann Laserstrahlen mit Adamantiumklauen abwehren? Hmmm.)
Trotzdem: im Kino angucken, in klein auf dem heimischen TV verliert der Film sicherlich das einzige, womit er Punkten kann: Michael Bay’sche Explosionen und Krawumm und so
Die Frage, die mich jetzt beschäftigt? Wo war denn der obligatorische, von Mal zu Mal peinlicher werdende Cameo des Stan Lee? Hat man ihn nicht gelassen? Vermutlich besser so.







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