Watchmen

Quis custodiet ipsos custodes, dieser Spruch des römischen Poet Juvenal ist der Leitspruch der Graphic Novel Watchmen von Alan Moore.
Wer wird die Wächter überwachen? (Wird meist im Präsens übersetzt)
Dieser Spruch bezieht sich eigentlich auf den Staat, in heutigen Demokratien sind die Mächte getrennt und überwachen sich gegenseitig. (Sam Vimes von der Wache in Ankh-Morpork zitiert diesen Spruch auch sehr gerne)
Bei Watchmen gibt es tatsächlich eine Gruppe von Wächtern – oder es gab sie – die besonders zu Kriegszeiten von allen als Helden gefeiert wurden. Doch später sind die “Vigilantes” einfach nicht mehr erwünscht und werden verboten.
Die eigentliche Geschichte beginnt mit dem spektakulär inszenierten Tod des Comedian.

Rorschach, der einzige, der noch maskiert umher läuft und dessen Identität niemandem bekannt ist, vermutet, jemand versucht die alten Watchmen zu töten.
Als auch auf den klügsten Mann der Welt und ehemaligen Watchmen Ozymandias, dem einzigen, der aller Welt seine Identität offenbart hat, ein Anschlag verübt wird, scheint die Sache klar.
Schließlich flieht auch noch Dr. Manhattan, der durch einen Unfall übermenschliche Kräfte hat und Zeit und Materie nach seinem Belieben manipulieren kann (keiner der anderen hat Superkräfte, auch wenn sie viel stärker und viel schneller als normale Menschen dargestellt werden), wodurch der Atom-Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion in eine kritische Phase gerät.
Schließlich hat man die USA nur nicht angegriffen, weil ein Angriff mit Dr. Manhattan auf Seiten der USA keinen Sinn gemacht hätte.
Zusammen mit Silk Spectre II (Malin Akerman – 27 Dresses, Harold & Kumar go to White Castle) befreit Nite Owl II (Patrick Wilson – Lakeview Terrace, Hard Candy) Rorschach aus dem Gefängnis, der in eine Falle gelockt wurde, und die drei gehen der Verschwörung auf den Grund.

Gleichzeitig versucht Silk Spectre II, den blauen Übermenschen, der nebenbei ja auch ihr Exfreund ist, aus dem Exil des Mars zu holen, um die drohende Apokalypse auf der Erde abzuwenden.
Watchmen galt immer als unverfilmbar, so sagt man jedenfalls. Ich habe das erst vor ca. 1,5 Jahren das erste Mal gelesen und davor auch ehrlich gesagt noch nie davon gehört.
Watchmen ist einer dieser Comics, die ich nur gelesen habe, weil ich von der Verfilmung gehört habe. Und wie ich jetzt bemerkt habe, habe ich Watchmen sogar sehr oberflächlich gelesen, da mir die angeblichen Änderungen im Film gar nicht aufgefallen sind.
Meiner Meinung nach wird der Film auch echten Fans gefallen, alles ist schlüssig, nichts wichtiges fehlt, die Story wurde grandios umgesetzt, tolle Bilder, super Effekte und genau die richtige Musik (die, wie ich beim nachlesen festgestellt habe, sogar im Buch schon festgelegt wurde.)
Alleine für den epischen Vorspann hat sich das Eintrittsgeld für das Kino schon gelohnt. Meiner bescheidenen Meinung nach hat Zack Snyder (300) hier die beste Comicverfilmung aller Zeiten erschaffen (weit besser als The Dark Knight, den ich beim zweiten Gucken aus Langeweile abgeschaltet habe), die auch jeden, der den Comic… sorry, die Graphic Novel nicht kennt, begeistern wird.
Dass praktisch keine Werbung für den Film gemacht wurde, wird ihm hoffentlich an den Kinokassen nicht zum Verhängnis.
Am liebsten würde ich mir Watchmen jetzt direkt noch mal ansehen.