The Men Who Stare at Goats
Bob Wilton (Ewan McGregor) ist ein wenig erfolgreicher Reporter, der von der großen Geschichte träumt, während er Interviews mit abgedrehten Spinnern über ihre angeblichen paranormalen Fähigkeiten führen muss. Als seine Frau (Rebecca Mader – Charlotte aus LOST) ihn für seinen einarmigen Redakteur verlässt und sein fettleibiger Kollege am Schreibtisch stirbt, fasst Bob den Entschluss, etwas an seinem Leben zu ändern und im Irak als Kriegsberichterstatter zu arbeiten. Dort trifft er zufällig Lyn Cassady (George Clooney), den er aus Erzählung eines seiner Interviewpartner kennt. An der Story, dass die US-Armee vorhatte, in den späten 70ern eine Truppe mit parapsychologischen Fähigkeiten ins Leben zu rufen, scheint also doch was dran zu sein. Bob glaubt nicht an die Fähigkeiten, aber die Geschichte verspricht interessant zu sein und so begleitet er Lyn auf dessen geheime Mission, deren Ziel ihm in einer Vision erschienen sein soll. Während der Fahrt erzählt er die (teilweise wahre) Geschichte der New Earth Army, die – gegründet von Bill Django (Jeff Bridges) – alternative Methoden der friedlichen Kriegsführung erprobt hatte, deren Mitglieder durch Wände gehen oder unsichtbar werden konnten und jede vermisste Person auf der Welt finden konnten. Jedis nannten sie sich und Lyn war der beste von ihnen, was seinem Konkurrenten Larry Hooper (Kevin Spacey) gar nicht gefiel. Kurzerhand sorgte der für die Auflösung der New Earth Army. Während Lyn erzählt und seine Fähigkeiten im Zerstören von Wolken durch Gedankenkraft vorführt, fahren die beiden gegen einen Stein und sind in der irakischen Wüste gestrandet. Über einige Umwege stoßen sie auf ein Camp, in dem Hooper selber mit Ziegen und Gefangenen verschiedene alternative Methoden erprobt, der völlig kaputte Django arbeitet mittlerweile für seinen alten Schüler.
Lyn, der seit jeher mit der Schuld zu kämpfen hat, damals eine Ziege durch Anstarren getötet zu haben, weiß nun endlich, was seine Mission ist: die Einrichtung zerstören, Menschen und Ziegen zu befreien und Bob dies alles erzählt und gezeigt zu haben, damit dieser darüber berichten kann.
The Men Who Stare at Goats ist eine witzige Komödie mit erstaunlicherweise sehr realem Hintergrund. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Buch des Autors Jon Ronson und erzählt die Geschichte aus dessen Sicht, wobei Ewan McGregor eben Ronsons Rolle spielt. Dieser einzige echte Jedi in dem Film schafft aber leider, was den Mitgliedern der New Earth Army verwehrt bleibt, obwohl sie es versuchen: Ewan McGregor ist zwar fast in jeder Szene auf der Leinwand zu sehen, scheint aber oft unsichtbar zu sein. Schade. The Men Who Stare at Goats steht und fällt ausschließlich mit der Performance Clooneys, die an O Brother, Where Art Thou? oder Three Kings erinnert. Jeff Bridges liefert mal wieder einen fantastischen Hippie ab und spielt quasi wieder den Dude aus Big Lebowski. Kevin Spacey ist, naja, Kevin Spacey.
Alles in allem ein sehr, sehr lustiger Film, der zu Unrecht viel zu schlechte Bewertungen bekommen hat.
The Men Who Stare at Goats läuft ab dem 04. März in deutschen Kinos.





