The Day The Earth Stood Still

by David on September 15, 2008

Erst vor kurzem habe ich zum ersten Mal das Original dieses Klassikers gesehen.
Ein Film, der mit seiner Aussage überzeugt, dessen Umsetzung aber eher laienhaft ist. Und das ist nicht mit der Zeit, in der er entstanden ist, zu entschuldigen.
Da sollen Menschen ein Raumschiff am Himmel sehen und zeigen mit offenem Mund ganz woanders hin, da sind die Öffnungen im Anzug des Roboters zu sehen, da sieht man die Drähte an der Frau, weil der Schauspieler im Roboter zu schwach war, sie zu tragen…
Ansonsten ist es ein Sci-Fi Film mit sehr wenigen Effekten, was in dem Fall aber durchaus Sinn macht und die Handlung unterstützt.

Diese ist ebenso simpel wie einfallsreich: ein Raumschiff landet auf der Erde und heraus kommt ein humanoider Außerirdischer, gefolgt von seinem Roboter. Empfangen wird er natürlich vom Militär, denn Außerirdische, so wusste man damals ganz genau, waren immer bösartig.
Der Außerirdische Klaatu gehört einer Allianz von Planeten an, die alle in Frieden leben. Um diesen Frieden zu sichern, haben sie Roboter geschaffen, welche die Macht besitzen, ganze Planeten zu zerstören. Diese Macht benutzen sie gegen jeden Aggressor, weshalb es eben keine Konflikte unter den Planeten geben kann.
Da die Erde kurz davor steht, interplanetare Waffen zu entwickeln, muss sie sich zwischen Zerstörung oder friedlicher Koexistenz entscheiden.
Da man Klaatu natürlich nicht anhören möchte und die Führer aller Nationen nicht an einen Tisch bringen kann, demonstriert er seine Macht, indem er für eine halbe Stunde sämtliche elektrischen Geräte (außer lebensnotwendige) stillstehen lässt.

Für ein bisschen Action sorgt noch die Erschießung Klaatus. Denn diese sieht der Roboter als Aggression und muss daraufhin die Erde zerstören.
Doch der Frau, bei der Klaatu als Mr. Carpenter wohnte, verriet dieser zuvor die Worte, mit denen man den Roboter stoppen kann, sie stoppt ihn, Klaatu wird wiederbelebt und Klaatu hat die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler, denen er seine Botschaft übermittelt.
Die Worte, mit denen man den Roboter stoppt, stehen übrigens im Browsertitel des Firefox, wenn man “about:robots” eingibt.

Die Neuverfilmung scheint einen ganz anderen Ansatz zu wählen, der Trailer kann aber täuschen. Klaatu (Keanu Reeves) ist auf jeden Fall viel offensiver und man sieht auch einiges an Zerstörung. Schade, denn die passive Bedrohung war eigentlich das einzig reizvolle an dem Stoff. Ein Film, in dem Aliens die Erde angreifen, kann ja nun wirklich jeder machen und hat auch jeder schon dutzendmal gesehen.
/film beschreibt den Trailer in einem Satz mit “Pretty underwelming [sic!] if you ask me.” Nuff said (oder wie es auf Deutsch immer hieß: “Das sagte Nuff”)

In weiteren Rollen: Jennifer Connelly, Kathy Bates, John Cleese und Aaron Douglas (Battlestar Galactica)
(Ja, der kleine ist natürlich Will Smith’ Sohn)

D.T.E.S.S. (hab ich mir nicht ausgedacht, die Abkürzung) kommt in den USA am 12.12. dieses Jahres ins Kino.

2 comments

Ist lange her, dass ich den Film gesehen habe. Als “Beatles-Fan” muss ich natürlich kurz darauf hinweisen, dass Ringo Starr das Cover seines Solo-Albums Goodnight Vienna an The Day The Earth Stood Still angelehnt hat. Dort sieht man ihn in der Rolle Klaatus.

Bin jedenfalls auf die Neuverfilmung gespannt. Vielleicht muss ich dann auch mal das Wort “underwhelming” vorstellen. ;-)

by Markus B. on Montag,15. September 2008 at 20:45. Antworten #

Stimmt, das schreibt man mit “h”, da haben die Jungs von /film geschludert. Ich schreibe mal ein “sic” hinter das Zitat.

by David on Montag,15. September 2008 at 20:57. Antworten #

Leave your comment

Required.

Required. Not published.

If you have one.