Star Trek XI

allgemein

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Im Vorfeld hatte ich mich ja schon oft über JJ Abrams Star Trek aufgeregt. Zu Recht, denn das was man im Trailer sah, machte einfach keinen Sinn.
Im Film macht dann aber doch irgendwie wieder alles Sinn, denn schließlich findet dieser überhaupt nicht im bekannten Star Trek Universum statt, Zeitreise und so, will ja nicht alles verraten. Deswegen ist es schon okay, wenn sich vieles von der bekannten Story unterscheidet.
Beispielsweise fängt Kirk “in echt” 2 Jahre vor McCoy auf der Enterprise an und war davor auf der Farragut, im neuen Film ist die Enterprise für beide gleichzeitig das erste Schiff. Wie gesagt, Zeitreise und so, alles anders.

Der Film handelt von der Bedrohung durch den Romulaner Nero (Eric Bana), der erst Vulkan und dann die Erde zerstören möchte.
Kirk, der sich mit Hilfe McCoys auf die von Pike (Bruce Greenwood) befehligte U.S.S. Enterprise schleicht, wird schnell zum 1. Offizier befördert und beauftragt, mit dem fechtenden Sulu (John Cho) zusammen den Bohrer zu zerstören, mit dem Nero bis zum Kern Vulkans vordringen möchte, um den Planeten zu zertören, während Pike auf Neros Schiff fliegt, um mit diesem zu verhandeln.

Ich sollte glaube ich in meinen Reviews nicht immer zu viel von der Handlung verraten, deshalb reicht es damit mal zur Story.
Im Laufe des Films erscheinen alle bekannten Figuren und werden durch merkwürdige Wendungen und Zufälle auf die Posten befördert, in denen man sie kennt. Der Navigator war krank und Sulu springt ein, Uhura (Zoe Saldana) versteht Romulanisch und ersetzt den Kommunikationsoffizier, Pike ernennt Kirk, der eigentlich gar nicht auf der Enterprise dient zu Spocks (Zachary Quinto) erstem Offizier, während er selbst nicht auf dem Schiff ist, was schließlich zu seiner Ernennung als Captain führt, McCoy (Karl Urban), auch erst ein paar Tage auf dem Schiff wird zum Chefarzt ernannt, weil der vorherige stirbt und Scotty (Simon Pegg) schließlich hilft dem kurzzeitig wegen Meuterei verbannten Kirk, sich zurück auf das Schiff zu beamen und ist dann auch plötzlich Chefingenieur, obwohl er ebenfalls nicht zur Crew gehörte.
Nur Chekov (Anton Yelchin) hatte glaube ich von Anfang an seine Position und “belustigt” den ganzen Film über das Publikum mit seinem sehr gestellten russischen Akzent.

Star Trek XI wirkt im Ganzen eher wie ein Pilotfilm einer Serie in dem alle Charaktere kurz eingeführt werden und in dem zum Schluss dann die Anfangssituation der bekannten Geschichte wiederhergestellt wurde, auch wenn der Anfang eher nicht da rein passte.
Gut, es wurden Planeten zerstört und Menschen getötet, was im bekannten Star Trek Universum nicht passierte, aber das ist ja nebensächlich. Und Spock 2 (Leonard Nimoy) hat sich aus der Zukunft der Truppe hinzugesellt.

Ansonsten muss man, wie erwartet sagen, hat JJ einen guten Raumschiff-Actionfilm gemacht, der in seinen Grundzügen an Star Trek angelegt ist, aber im Grunde (deshalb auch der Working Title: Star Trek Zero) die Serie neu anfangen möchte. Das wird ja mehr und mehr Trend, sogar Fantastic Four soll angeblich schon neu verfilmt werden. Und bei James Bond hat es ja auch funktioniert.
Der Warpeffekt ist ganz anders, die Waffen machen komische Geräusche, die Musik ist ungewohnt und die Raumschiffe sind im Inneren plötzlich weiß und transparent und überall sind helle Lichter, aber im großen und ganzen ist es doch Star Trek.
Nicht der beste Film der Reihe, aber bei weitem auch nicht der schlechteste.
Nur Eric Bana als Bösewicht war doch ziemlich… blass. Langweilig gar.
Und der Kameramann hat die ganze Zeit gewackelt, den würde ich rauswerfen. Aber da steht Abrams einfach drauf, oder?

In Nebenrollen sieht man übrigens JJ Abrams besten Freund und Heroes/Alias-Darsteller Greg “Grunny” Grunberg, Paul McGillion (Carson Beckett von Stargate Atlantis), Winona Ryder als Spocks Mutter Amanda Grayson, Jennifer Morrison (Dr. House) als Kirks Mutter und natürlich Majel Barrett, Gene Roddenberrys Frau (wenn beide tot sind, sagt man dann noch Witwe?) in ihrer letzten Rolle als Stimme des Schiffscomputers.

Nachtrag: ganz vergessen. Für die Nostalgiker kommt zum Schluss das Voiceover aus dem Vorspann der Original Serie. To boldly go…
[rating:3.5/5]

5 Comments

  1. Das wird der allererster Trek-Film sein den ich mir anschauen werde.

    Frage: Wofür steht eigentlich das “Trek” ?

  2. Bist du jetzt enttäuscht? Weil der Film nicht so schlecht war, wie du erwartet hast. :-)

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