Smallville Season 9, Staffelauftakt
Wow, Smallville, geht mittlerweile schon in die neunte Staffel. Die Serie, die eigentlich die Jugend Clark Kents erzählen wollte, wird immer weiter künstlich in die Länge gezogen. Einfach aus dem Grund, weil Leute wie ich sie gucken und man keine erfolgreiche Serie absetzt.

Clark ist längst erwachsen und eigentlich sind wir in der Zeit, in der die Filme oder die Serie Lois & Clark spielen angelangt. Das macht aber nichts, da Smallville eh in einem Paralleluniversum spielt. Eines, in dem Lex Luthor tot ist (Michael Rosenbaum hatte nach 8 Staffeln keine Lust mehr) und Superman erstens nicht Superman heißt, zweitens kein Kostüm trägt und drittens nicht fliegen kann. Und das “S” steht bei ihm demzufolge auch nicht für “Superman” (was auf Deutsch übrigens eher “Übermensch” als “Supermann” heißt. Regt mich immer auf.), sondern ist das Zeichen des Hauses El in einem kryptonischen Pentagon, dass er mittlerweile auf seiner Brust trägt (allerdings schwarz auf schwarz).
Ansonsten fing die Serie, die die letzten 2-3 Jahre maximal mittelmäßig war., recht gut an. Clark wird erwachsen (okay, Darsteller Tom Welling ist auch schon über 30), schwört seiner menschlichen Seite ab (mal wieder), um sich auf seine Aufgabe, die Menschheit vor allem Übel zu bewahren, konzentrieren zu können.
Es scheint, ein wahrer Held darf keinen Kontakt zu Menschen haben. Er vollendet das Training, was sein Vater in der “Fortress of Solitude” im Eis seit Jahren bereit hält, beschwert sich aber, dass er trotzdem noch nicht fliegen kann, ganz im Gegensatz zu seiner Cousine Kara (Laua Vandervoort. Hat die Serie auch wieder verlassen.), der es ganz leicht fiel.
Einsamkeit scheint die Lösung, also kleidet Clark sich im Sin City-Style, steht in langem, dunklen Mantel wie Batman nachts auf den Dächer Metropolis’ und wacht über die Menschheit (bzw. die wenigen, die das Glück haben, in der Stadt zu wohnen. Superman war trotz seiner Omnipotenz schon immer ein lokal sehr beschränkter Superheld) und lehrt seinen Feinden unter dem Namen “Red-Blue Blur” das Fürchten. Oder auch nicht.

Das Positive in dem Serienauftakt war sicherlich die düstere Optik, die Musik und die genialen Kamerafahrten um die Statue of Liberty mit Clark auf der Spitze stehend. Von der Umsetzung her fast Kinoniveau, leider hapert es an der Story. Also muss Zod mal wieder herhalten. Und eine Bedrohung aus der Zukunft, bzw. eine, die von Clark selbst ausgeht. In einem Jahr wird die Erde zerstört werden. Gab es das nicht alles schon mal?
Neu in der neunten Staffel sind Calum Blue (Princess Diaries 2) als Major Zod (wann und von wem wurde der eigentlich degradiert?) und Lois’ neuer Kollege und Ersatz für Clark John Corben (Brian Austin Green – Beverly Hills, 90210), der als Metallo vielleicht einen interessanteren Gegenspieler für unseren eher langweiligen Superhelden abgeben wird, als Doomsday das in der letzten Staffel tat. (Das hatte ich nach der ersten Folge geschrieben. Metallo hat leider nur eine Folge lang ausgehalten, schade.)
Mit Michael Rosenbaum wird sich leider weder Bösewicht, noch Schauspieler messen können. Was fürs Auge hat Justin Hartley in der ersten Folge geliefert (wer drauf steht) und sich im oben-ohne bareknuckle-fight in bester Tyler Durden-Manier geübt.
Bin gespannt, wie die Staffel weitergeht und hoffe ein bisschen, dass es die letzte gewesen sein wird.
(In der nächsten Folge gibt es Zombies, das könnte lustig werden. Bestimmt Kryptonit-Zombies, denen Clark nichts anhaben kann. Dann wird Lois entführt und Clark rettet sie, während sie ohnmächtig ist.)
Smallville © The CW