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Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire
Ich habe in meinem Leben noch nie eine Oscar-Verleihung gesehen. Aus dem ganz einfachen Grund, weil ich die nominierten Filme ja meist gar nicht kenne, da sie bei uns noch nicht laufen.
Jetzt habe ich endlich den hochgelobten Slumdog Millionaire gesehen, der 8 Oscars abgestaubt hat, und bin positiv überrascht (oh wie ich diese Floskel hasse).

Zwar würde ich, wenn ich die Wahl zwischen einer erneuten Sichtung von Slumdog oder Watchmen stets letzteren wählen (den ich mir heute noch mal ansehen werde), aber die Geschichte um Jamal, der im Ghetto vom Mumbai (Bombay) zusammen mit seinem Bruder aufwächst, und dessen Erlebnisse ihn schließlich in die indische Version von who wants to be a millionaire bringt hat alles, was ein Film braucht, um den Zuschauer 2 Stunden lang zu fesseln.
Vor allem aber tolle Musik und neben einigen dramatischen Wendungen auch viel Humor.

Vom Film haben bestimmt alle schon gehört. Jamal gewinnt bei who wants to be a millionaire und sitzt deshalb bei der Polizei. Man wirft ihm Betrug vor, wie anders hätte ein Slumdog wie er alle Fragen beantworten können?

Police Inspector: Money and women. The reasons for make most mistakes in life. Looks like you’ve mixed up both.

In einzelnen Episoden erzählt Jamal, wie er jede Antwort durch ein meist weniger fröhliches Ereignis in seinem Leben beantworten konnte. So wusste er beispielsweise, welcher Präsident auf dem Hundert-Dollar-Schein ist (“It’s all about the Benjamins” sage ich da nur), aber nicht, dass Gandhi auf dem 1000(?)-Rupee-Schein abgebildet ist.
Es ist einfach Zufall, dass er alle Fragen beantworten kann.

Auf diese Weise erzählt er die Geschichte, wie er in den Slums seine Mutter verlor, weil ein paar Inder keine Moslems mochten, wie er Lakita kennen lernte, wieder aus den Augen verlor und schließlich bei who wants to be a millionaire landet, alles nur, um Lakita wiederzufinden, die zwischenzeitlich mit Jamals Bruder, der auf die schiefe Bahn geraten ist, bei einem Gangsterboss ist.
Wie sich herausstellt, hat Jamal noch gar nicht gewonnen, sondern muss noch die letzte Frage für 20 Millionen Rupee in der nächsten Sendung beantworten.

Prem Kumar: Final question for twenty million rupees, and he’s smiling. I guess you know the answer.
Jamal Malik: Do you believe it, I don’t!
Prem Kumar: You don’t? So you take the ten million and walk?
Jamal Malik: No. I’ll play.

Das Geld ist Jamal, der mittlerweile fast schon zu einem Volkshelden in den indischen Ghettos geworden ist, aber eigentlich sowieso egal, er will nur seine Lakita wiederfinden, die er schon so oft verloren hat.

Der Film endet mit einem genialen Bollywood-Ende: alle tanzen und singen zum Oscar-gekrönten Song Jai Ho (keine Angst, der Film hat sonst keine Bollywood-Elemente, niemand tanzt und es wird so gut wie gar nicht gesungen :-) )
Ich finden den Abspann einfach genial, so langweiliges Namen-vor-schwarzem-Hintergrund will ja keiner sehen.

Slumdog Millionaire hat 8 Oscars bekommen, u.a. für besten Film, beste Regie, Ton, Schnitt und Kamera. Und natürlich für die Musik.
Ich bin jemand, der wenig auf so Preise oder Meinungen von Kritikern gibt und ich finde es auch hier übertrieben, aber Slumdog Millionaire ist auf jeden Fall ein Film, den sich jeder der auf so romantische Dramen steht, anschauen sollte.

Slumdog Millionaire beruht auf dem Buch Q and A (auf Deutsch “Rupien! Rupien!”) des indischen Schriftstellers Vikas Swarup.

Regie geführt hat Danny Boyle (Trainspotting, 28 Days Later, The Beach), das Drehbuch stammt von Simon Beaufoy (Closer, The Full Monty/ Ganz oder gar nicht).
And The Oscar goes to…
Schnitt: Christopher Dickens (Hot Fuzz, shaun of the Dead)
Kamera: Anthony Dod Mantle (Last King of Scotland, Dogville)
Musik: A. R. Rahman (Elizabeth – Das goldene Königreich)

Hauptdarsteller Dev Patel kennt man möglicherweise aus der britischen Serie Skins, die anderen Schauspieler sind Inder und bei uns eher unbekannt. Einzig der Polizeiinspektor (Irrfan Khan) kam mir bekannt vor, weiß aber nicht woher, Darjeeling Limited habe ich nicht gesehen. (achso, A Mighty Heart mit der Jolie, da hat er mitgemacht)

Slumdog Millionaire startet in Deutschland am 19. März 2009

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  1. 12. März 2009, 09:43 | #1

    Sehr sehr geiler Film. Auch der Soundtrack ist geil!

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  2. 12. März 2009, 10:48 | #2

    n1 sneak :)

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  3. 13. März 2009, 12:34 | #3

    Das Problem mit solchen Filmen ist bei mir, dass ich nicht soc recht auf sie stehe ^^
    Aber um ihn sich mit einem Mädchen anzukucken ist er wohl dann doch ganz gut.
    Auf Auszeichnungen und Preise achte ich auch eher sekundär…

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  4. 13. März 2009, 12:52 | #4

    @Schaps: Wenn ich sage, der ist gut, dann kannst Du Dir den ruhig ansehen :-)

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  5. 15. März 2009, 21:58 | #5

    abspanngucker wissen: da kommt noch bollywoodgetanz…^^

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  6. 15. März 2009, 22:18 | #6

    @Die_Heldin: Natürlich gucke ich mir den Abspann an, ich bleibe lieber gemütlich sitzen als mit allen anderen Verrückten im Gedrängel rauszurennen :-)
    Außerdem hat der Song im Abspann einen Oscar bekommen, sowas muss man sich doch angucken/anhören, oder nicht?

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  7. tina
    29. März 2009, 13:33 | #7

    Kann mich leider der guten Kritik nicht anschließen. Der Film war ganz nett, mehr nicht. Eher ein Film fürs Fernsehen, unterhaltsam und schnell wieder vergessen. 8 Oskars – nein – nicht einen einzigen hätte ich vergeben.

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  1. 12. März 2009, 13:02 | #1
  2. 17. März 2009, 10:16 | #2