Captain Obvious

I'm the Doctor

Serien-Nostalgie

Durch Zufall sah ich gestern kurz “Hawaii Five-0″ im TV, bis auf die zahlreichen bekannten Gesichter (Grace Park, Daniel Dae Kim, Scott Caan…) kann die Serie glaube ich nicht viel. Durch die Titelmelodie fühlte ich mich an eine andere Serie aus meiner Kindheit erinnert, einmal auf Youtube musste ich natürlich direkt nach Intros aller möglichen Serien suchen, die ich früher gesehen habe. Das waren nicht viele, fernsehen war eher die Ausnahme damals bei uns und nur selten erlaubt, weshalb ich so Sachen wie Saber Rider bis heute nicht kenne, ein paar nette Serien fallen mir da aber doch ein. Vielleicht kennt ihr die ja auch noch.

Serien, die ich als Kind ab und zu geguckt habe

S.W.A.T. (Die knallharten Fünf)
Die Serie habe ich geliebt, ich wollte mich auch immer von Gebäuden abseilen. (Vorlage für den Film mit Colin Farrell)

Der Ninja-Meister
Die älteren unter euch kennen Lee van Cleef aus diversen Western, ich habe ihn als alternden Ninja kennen gelernt, der nachts auf 300 Meter Entfernung Shuriken (Ninja-Sterne) in Autoreifen werfen konnte. Ninjas und Kampfsport fand ich eh immer toll, die Serie hat leider nur 12 Episoden, in meiner Erinnerung war die gar nicht so kurz. Das war meine Ninja-Stern-Phase, damals waren die Dinger (glaube ich) noch nicht verboten und wir haben auf unserem Spielplatz den Bauzaun damit beworfen.
(Komplette Folge)

The HighwayMan
Ein Mann mit nem Super-Truck. Viel mehr weiß ich nicht mehr. Gab laut Wiki auch nur 10 Episoden, erstaunlich, dass es diese kurzen Serien doch alle nach Deutschland geschafft haben. Hat ein bisschen Mad Max-Feeling, vermutlich auch eine Prise von Knight Rider (wovon ich ca. 3 Folgen kenne).

Batman
Meine erste wirkliche Lieblingsserie und der einzige “Superheld”, den ich damals kannte. Weihnachten gab’s einen gelben(!) Batman-Pullover, für Karneval hatte ich ein Batman-Kostüm und das Bat-Symbol habe ich überall hingekritzelt. Erst viele Jahre später habe ich gemerkt, wie albern die Serie eigentlich war, in meiner Erinnerung war das die coolste und actiongeladenste Serie aller Zeiten. Manchmal sollte man seine Erinnerungen einfach ungestört lassen.

Kinder-Serien, die ich heimlich geguckt habe, wenn meine Eltern nicht da waren :)

James Bond Junior
Ebenso cool wie der echte James Bond.

Clarissa explains it all
Nickelodeon kam nach Deutschland und damit jede Menge komische Teenie-Serien.

Ahhh Real Monsters!

Rockos modernes Leben

Pete & Pete
Clarissa mit Jungs und viel Musik. Wenn Nickeloden einmal an war und “sturmfrei” war, dann lief das auch, bis ich Geräusche im Treppenhaus hörte. Deshalb hab ich da den ganzen Quatsch geguckt.

Serien, die ich als Jugendlicher regelmäßig oder ab und zu geguckt habe

M*A*S*H
Ein paar Jahre später hat mir mein Vater dann mit M*A*S*H eine seiner Lieblingsserien empfohlen, das war die erste Serie, die ich regelmäßig geguckt habe und gucken durfte, jeden Abend, Kabel 1, 19 Uhr (oder so ähnlich). Den Film habe ich bis heute nicht gesehen, wie ein Luftröhrenschnitt geht, weiß ich aber noch.

Space 2063 (Space: Above and Beyond)
Noch so eine kurzlebige Serie, bei der ich erst durch Wikipedia gesehen habe, dass sie kurzlebig war, meine Erinnerung sagt da was anderes. Jahrelang habe ich die Serie auf DVD immer mal wieder gesucht, bis ich merkte, dass die auf Englisch ganz anders hieß. Mit 15 oder 16 war die ungeschnittene FSK18 “Starship Troopers” VHS mein ganzer Stolz und Space 2063 war so etwas wie Starship Troopers als Serie.

Kung Fu: Im Zeichen des Drachen (Kung Fu The Legend Continues)
Eigentlich eine Fortsetzung der originalen Serie und mein erstes Zusammentreffen mit David Carradine. “I am Caine and I will help you!”

Kobra, übernehmen Sie (Mission: Impossible)
Eigentlich aus den 60ern und 70ern lief das bei uns erst in den 90ern. Das Schema war immer das gleiche: ein Bösewicht konnte nicht geschnappt werden, weil er sich außerhalb der US-Jurisdiktion befand, das Kobra-Team hat sich bei ihm mit Masken (wie in den Filmen) und anderen Tricks eingeschleust und ihn mit Tricks auf US-Gebiet gelockt.

Akte X
Kennt ja hoffentlich jeder. Nach vielen Folgen hatte ich tagelang Schiss, hatte Angst vor Pilzen, die aus meinem Hals wachsen, Würmer, die in mein Ohr kriechen (oder war das aus Star Trek) und komischen Wesen, die im Klo wohnen.

The Pretender
Da habe ich fast gar keine Erinnerung mehr dran. Dabei lief die Serie angeblich bis vor 10 Jahren, in Deutschland also vermutlich bis mindestens 2002.

The Sentinel
Ein US-Ranger verbringt 18 Monate im Dschungel und entwickelt dadurch Super-Sinne. Was für ein Schrott.

Seven Days
Stellt euch vor, ihr könntet in die Vergangenheit reisen und alle Unglücke ungeschehen machen. Problem: 7 Tage ist das Limit, weiter geht nicht.

Allein gegen die Zukunft (Early Edition)
Gleiche Thematik: ein Mann bekommt jeden Morgen die Zeitung vom darauf folgenden Tag und könnte somit schlimme Ereignisse verhindern.

Das waren meine Serien von der Grundschule bis zu einem Alter von 15 oder so, mehr fällt mir gerade nicht ein. Sieht jetzt doch mehr aus, wirklich regelmäßig habe ich aber nur später die Vorabend/Primetime-Serien wie Akte X, Outer Limits, M*A*S*H und so geguckt. Dann fing es an mit den Simpsons und mit Star Trek: Deep Space 9 (immer Samstags, 16 Uhr, Sat 1) kam die erste Serie, die ich wirklich Episode für Episode verfolgt, ja sogar aufgenommen, habe. Durch meinen jüngeren Bruder hat es sich dann später eingebürgert, dass nach der Schule der Fernseher an war – zu meiner Zeit undenkbar – wodurch ich dann auch viele Animes kennen gelernt und regelmäßig geguckt habe. Dragonball, Conan, Pokémon… hätte ich sonst vermutlich alles nicht mitbekommen. Auch Aladdin, Käpt’n Balu und der ganze Disney-Kram kam dann erst später durch meinen Bruder; bei uns gab es immer nur einen Fernseher im Wohnzimmer, eifrige Leser wissen ja, dass ich erst seit letztem Jahr meinen ersten eigenen Fernseher habe, der allerdings auch nie zum Gucken missbraucht wird, der dient nur zum Zocken. Fernsehen gucke ich bis auf ganz wenige Ausnahmen schon seit vielen Jahren überhaupt nicht mehr, dafür hab ich meine DVDs und wer einmal angefangen hat, Serien auf Englisch zu gucken, kann den Mist auf Deutsch eh nicht mehr ertragen, das wirkt alles so unauthentisch, so gespielt, und alle Leute haben die gleiche Stimme. Und es gibt überhaupt keinen logischen Grund, Serien auf Deutsch zu gucken. Jeder hat doch mehrere Jahre Englisch in der Schule gelernt und zumindest mit Untertiteln sollte das keine Schwierigkeit sein, geht in anderen Ländern ja auch. Man muss sich halt dran gewöhnen. Untertitel habe ich noch nie benutzt, aber bei meiner ersten Serie auf Englisch (FRIENDS) habe ich ab und zu die DVD gestoppt, ein bisschen zurück und die Stelle noch mal gucken, nach ein paar Staffeln hat man das spätestens drin und dann will man nie mehr anders Serien und Filme gucken. Animes gucke ich auch auf Japanisch mit Untertitel

5 Responses to Serien-Nostalgie

UW-EL says: Mittwoch,6. April 2011 at 14:16

Die Melodie von HAWAII-O-5 … hmm… vor ein paar Tagen kam auf ARTE >>RAUMPATROULLIE-Rücksturz zur Erde<< , vielleicht wäre Dir da was aufgefallen !?!

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UW-EL says: Mittwoch,6. April 2011 at 14:30

PRETENDER finde ich nach wie vor eine der besten Serien überhaupt. Es gab übrigends zwei Double-Crossovers mit der PROFILER-Serie, mit beiden Hauptdarstellerinnen (hat zwischendurch gewechselt).
Als SAM ging, kam RACHEL, und zwischen Ihr und JAROD (der Pretender) hat´s dann sogar geschnackelt
(zwinker zwinker knicknack) .

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David says: Mittwoch,6. April 2011 at 14:35

Stimmt, das lief immer mit Profiler zusammen, müsste Vox gewesen sein.

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David says: Mittwoch,6. April 2011 at 15:51

Ups, das ist wahr. Danke für den Hinweis.

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