Pixar’s UP
Pixar’s neuster Film ist gleichzeitig deren erster in 3D (ich habe ihn leider “normal” gesehen) und erzählt die rührende Geschichte des 78 Jahre alten Carl Fredericksen, der seit frühester Kindheit gemeinsam mit Ellie – der mittlerweile verstorbenen Liebe seines Lebens – davon träumte, ihrem Helden, dem Abenteurer Charles Muntz, gleich mit einem Ballon (bzw. einem Blimp) nach Südamerika zu fliegen (oder zu fahren, wie es bei Ballons ja heißt) und dort neben den Paradise Falls zu leben und die Wunder der Natur zu entdecken.
Doch immer kam etwas dazwischen und mittlerweile ist Fredericksen alt und allein und seinem Haus, in dem er sein ganzes Leben mit Ellie verbrachte, droht der Abriss.
Da bindet der ehemalige Ballonverkäufer kurzerhand tausende, mit Helium gefüllte Ballons an sein Haus und fliegt – immer in Gedanken bei seiner Ellie – gen Südamerika, um ihren gemeinsamen Lebenstraum zu verwirklichen.
Mit von der Partie ist noch der Pfadfinder Russell, der beim Abflug auf Mr. Fredericksens Terrasse stand, der exotische Vogel Kevin, den die beiden in Südamerika treffen und dem sprechenden Hund Dug, einer von Muntz’ Superhunden, die zufällig den Auftrag haben, ein lebendes Mitglied von Kevins Rasse zu finden.
Während Fredericksen nur sein Haus im Kopf hat, das er, bevor das Helium ausgeht, an die richtige Stelle positionieren möchte, freundet sich Russell sofort mit Kevin an und möchte ihr (Kevin ist eine Frau) helfen, zu ihrer Familie zurück zu kehren.
Es kommt wie es kommen muss und Fredericksen stellt fest, dass es nie wirklich um das Haus ging, sondern das ganze Leben ein Abenteuer ist und er versucht zusammen mit Russell und Dug, Kevin vor dem durchgedrehten Abenteurer zu retten.
UP ist ein rührender, stellenweise trauriger und oft natürlich auch lustiger Film, der dem Zuschauer vor Augen halten möchte, was im Leben wirklich wichtig ist und was das Leben lebenswert macht. Ein bisschen ernster und tiefgründiger vielleicht, als man es von Pixar gewohnt ist. Kinder werden sich möglichwerweise ein bisschen langweilen, weil UP eben kein Toy Story oder Monster AG ist, auch wenn es natürlich einige lustige Momente gibt.
Ein Lob muss man noch Michael Giacchino (Star Trek, Cloverfield, Mission: Impossible III) aussprechen, der mit seiner Filmmusik sehr viel zu der Atmosphäre des Films beiträgt.
Den Abspann sollte man sich übrigens ganz ansehen, auch wenn danach nichts mehr kommt.
Als Vorfilm zu UP kommt (auf Deutsch heißt der peinlicherweise “Oben”. Viel Spaß beim Kaufen der Tickets. “Ich hätte gerne zwei Tickets für ‘Oben’!”.) Pixars Kurzfilm Partly Cloudy (Teilweise Wolkig) und war ja bereits in meinem Blog zu sehen
UP läuft ab dem 17. September in deutschen Kinos und wird in ausgewählten Kinos (gegen einen nicht geringen Aufpreis) in 3D zu sehen sein.
