The Wolf of Wall Street

Filmkritiken

Irgendwie merkwürdig, wenn man eine Biografie schaut und erst im Anschluss merkt, dass es eine war. The Wolf of Wall Street ist so übertrieben inszeniert, dass ich tatsächlich keine Sekunde glaubte, er beruhe auf einer wahren Begebenheit. Tatsächlich gibt es den Protagonisten Jordan Belfort wirklich, wie viel seiner Biografie wahr ist und wie genau Scorsese sie umgesetzt hat, kann ich nicht beurteilen.

In den 80er Jahren versucht der junge Jordan Belfort sein Glück an der Wall Street, sein Erfolg hält nicht lange an, der Black Monday kommt ihm in die Quere. Keine gute Zeit, um Börsenmakler zu sein. Auf der Suche nach einem neuen Job findet er eine Firma, die ausschließlich Penny Stocks verkauft, Aktien mit sehr geringem Wert, aber hoher Verkaufsprovision und einer ganz anderen Klientel, hauptsächlich aus der Mittelschicht. Durch seine zuvor erlernten Verkaufstricks macht er in kurzer Zeit viel Geld, indem er den Menschen ihre Ersparnisse abschwatzt. Das Wohl der Kunden ist ihm egal. Kurz darauf gründet er seine eigene Firma, mit 26 verdient er fast eine Millionen Dollar pro Woche und sein Leben besteht fast nur aus Party, Sex und Drogen. Doch schon bald wendet sich das Blatt. Das FBI kündigt Interesse an der Firma an, die bisher klein genug war, um nicht wirklich beachtet zu werden und der immense Drogenkonsum offenbart nach und nach seine negativen Seiten.

The Wolf of Wall Street ist ein 3-Stunden-Monster ohne allzu viel Inhalt. Er ist unterhaltsam und stellenweise witzig, einen tieferen Sinn scheint die Darstellung der Drogeneskapaden nicht zu haben, eine Moral fehlt auch, zeigt der Film – und die echte Person, auf deren Leben er beruht – doch, dass all die Betrügereien und der Drogenmissbrauch am Ende mehr oder weniger ohne Konsequenzen bleiben. Am Ende bleibt ein Film, der viel zu lang ist und es nicht schafft, den Zuschauer zu berühren oder eine tiefere Botschaft zu vermitteln. Die witzigen, meist slapstick-artigen Szenen, hätte man auch in 90 Minuten unterbringen können.

6/10

Totoro- und TARDIS-Kekse

Rezepte

Totoro Cookies

Vor Weihnachten – natürlich viel zu spät – hatte ich die Idee, Totoro-Kekse zu backen. Ich suchte nach entsprechenden Formen, allerdings sind die, die ich unbedingt wollte, länger unterwegs gewesen, bzw. waren zu Beginn auch noch ausverkauft. Jetzt sind sie endlich da und ich musste direkt ein paar Kekse backen, das kann man schließlich auch im Januar machen.

Zu dem Rezept brauche ich ja nichts schreiben, hab nur fix einen Standard-Mürbeteig zusammengerührt, wollte einfach nur mal die Formen ausprobieren.

Totoro Cookies

TARDIS Cookies

Die entsprechenden Formen hab ich bei etsy gefunden, da gibt es Dutzende, meine hab ich bei einem Shop namens WarpZonePrints gekauft.

They see me Ronin, they hatin

Filme / Filmkritiken / Review

Wir schreiben das Jahr 1701 (ich liebe diese Zahl). Japan. Bei einer Zeremonie attackiert Lord Asano den Zeremonienmeister Kira, von dem er sich ungerecht behandelt fühlte. Das Ziehen einer Waffe war in der kaiserlichen Burg Edo allerdings unter Todestrafe verboten. Aufgrund seines Ranges gewährte man Lord Asano einen ehrenvollen Tod durch rituellen Selbstmord, Seppuku, die untergebenen Samurai wurden ihres Meisters beraubt und somit zu Ronin: herrenlosen Samurai. Diese Ronin schworen Rache, auch wenn dies ebenfalls die Todesstrafe bedeutete, allerdings hätten sie so die Ehre ihres Meisters wiederhergestellt. Nachdem sie Kira ermordet hatten, begingen sie ebenfalls alle Seppuku. Soweit die historischen Ereignisse.

47 Ronin

47 Ronin von Carl Rinsch mit Keanu Reeves in der Hauptrolle erzählt den historischen Stoff, allerdings im Fantasykostüm verpackt. Der böse Kira will die Macht in Japan ergreifen und provoziert eine Attacke Lord Asanons mit Hilfe einer ihm untergebenen Hexe, damit dieser getötet und entehrt wird, wodurch er dessen Gebiet übernehmen könnte. Doch Kira hat nicht mit dem Halb-Japaner und Außenseiter Kai (Keanu Reeves) gerechnet, der über magische Kräfte verfügt. Und auch nicht mit der Entschlossenheit der Samurai, allen voran ihr Anführer Oishi. Zusammen schmieden die 47 Ronin einen Plan, um die Ehre ihres Lords wiederherzustellen und die Prinzessin aus den Fängen Kiras zu befreien, der sie zu heiraten gedenkt.

Schon das Poster zu 47 Ronin zeigt dem Filmkenner, dass hier was schief gelaufen ist. Rick “Zombie Boy” Genest ist darauf sehr prominent abgebildet und hat sogar ein eigenes Charakterposter. Dabei spielt er eigentlich gar nicht mit, zu sehen ist er circa 20 Sekunden lang. Auch Reeves’ Rolle war eigentlich als Nebenpart gedacht, auf dem Poster ist er zu sehen, aber keiner der Samurai/Ronin. Angeblich wurde der Film umgeschnitten, um den Fokus mehr auf Reeves’ Rolle zu legen. Irgendwie muss man die Leute ja ins Kino bekommen. Dadurch wirkt der Film allerdings etwas wirr und planlos, aber das ist bei weitem nicht der einzige Mangel. Die Dialoge sind teilweise so schlecht, dass man sich fragt, wie Reeves sie ohne zu lachen vortragen kann (“I search a thousand worlds for you. Even if it takes ten thousand lifetimes.” – “And I will wait in every one of them”), die Animationen sind weit vom heutigen Standard entfernt, die Kampfszenen sind für einen Martial-Arts-Film eher schlecht choreografiert und noch schlechter gefilmt und überhaupt ergibt der ganze Kai-Part nur wenig Sinn. Oishi reist um die ganze Welt (bzw. ans Set von Pirates of the Caribbean: At World’s End), um Kai zu finden. Dem er nie getraut hat, den er nie mochte und von dessen Fähigkeiten er nichts weiß. Kai befreit sich – nach einem Jahr in Sklaverei – sofort und folgt Oishi. Warum hat er das nicht vorher gemacht? Warum töten die Bösen nie die Guten und geben ihnen so Möglichkeit, sich zu rächen? Was soll dieser ganze übersinnliche Kram? Warum konnte man die Geschichte nicht ganz normal erzählen? Am Ende bleiben 2 Stunden relativ belanglose Fantasyaction in nettem Setting und man lernt noch ein bisschen über die Geschichte und Kultur Japans. (“Hihi, der hat ‘Bushido’ gesagt”, oder: warum man Filme lieber alleine und nicht im Kino gucken sollte). Als echter Keanu-Fan kann man sich das anschauen, einen anderen Grund, sich diesen Streifen anzutun, gibt es nicht.

(Dieser Artikel ist so wirr wie der Film, aber wenigstens habt ihr jetzt nur 3 Minuten eurer Zeit vergeuden müssen, um zu erfahren, dass ihr die 2 Stunden eures Lebens nicht für den Film verschwenden müsst. Gern geschehen!)

Hier noch der Trailer (der nicht viel mit dem Film zu tun hat)

47 Ronin ist in Deutschland ab dem 30. Januar im Kino zu sehen.

Tribut an Studio Ghibli bei den Simpsons

Fundstücke

Ghibli-Referenzen:

[0:12] – Spirited away – town spirits
[0:20] – My Neighbor Totoro – Living Bus
[0:23] – Ponyo
[0:24] – Porco Rosso or A pig from Spirited Away
[0:34] – Princess Mononoke – Crusty is Jigo
[0:35] – Spirited away – frog within the spirit town
[0:39] – Kiki’s Dilivery Service – Witches flying on brooms
[0:44] – Up on Poppy Hill – Principal as the kite
[0:48] – Spirited away – Giant baby
[0:49] – Howl’s Moving Castle – Scarecrow
[0:50] – Princess Mononoke
[0:52] – Tales from Earthsea – 3 dragon heads
[0:53] – Spirited away – Haku the dragon
[0:57] – Howl’s Moving Castle – Moving Kwik-E-mart