#storymooc – CREATIVE TASK OF THE WEEK – Chapter 1

Durch Daniel habe ich von dem Online-Kurs “The Future of Storytelling” (Link) erfahren und auch wenn ich viel zu spät angefangen habe (jetzt erst. Der Kurs ist vorbei), werde ich euch dennoch an meinem Fortschritt, bzw. den “Hausaufgaben” teilhaben lassen.

In “Woche” 1 ging es um folgendes:

Please think about which story you have read, seen, listened to, played or experienced has impressed you most in your life. … Which story can you still very well remember? Write down both, the summary of this story (what you remember of the story, not what Wikipedia says.. :) and – on the other hand: – what made it so special to you that you can still remember it.

YOUR TASK IN DETAIL:
Retell this story by giving a short summary of what you can remember of it. (in less than 400 words)
Think about (try to remember) and write down what fascinated you most about this story. What can you remember best? What impressed you most? … Its characters? The locations? The plot? The style and voice of the story? Or maybe even the surroundings of how this story was told, maybe by your parents, grandparents, or maybe in your first self-read book? Tell us the story OF the story so-to-speak. (less than 500 words)

storymoocLos geht’s:

At first I wanted to say “Die unendliche Geschichte” because it’s one of the first books I’ve read by myself and I’ve read it quite often as well. But maybe the Neschan Trilogy fits better. In this books, a young boy named Jonathan Jabbok who sits in a wheelchair, travels into a magical land called “Neschan”, which he has to save. Of course.*
In his dreams, Jonathan is everything he isn’t in real life, strong and brave. But of course there is a twist. (Isn’t there always?)
His dreams aren’t just dreams, this land is real and he falls in love both with the world and his life there and with a girl, too. In the end he has to choose which life should be the real one, because the longer he stays in one world, the weaker he gets in the other.

Growing up I didn’t have many friends or took part in social activities, so I escaped into my books. Yes, what a stereotype, I know. I loved stories like that because they offered a solution. Now I recognize the typical young adult pattern which speaks to a lot of children, back then I fell for it, loved escaping into this world, loved fantasizing about Neschan for myself. Finishing the trilogy always depressed me deeply. I felt like I lost a good friend. And soon after I would start the books anew. I bought some more books from the same author but none of them offered me a world like the Neschan-trilogy could. So I came back often. I don’t think any book (or story) meant so much to me like these books did and I probably would’ve turned out to be a different person if it weren’t for these books.

(This text is somewhat “stream of consciousness”-like and therefore left unedited and unaltered on purpose.)

* In this land he finds a stick and develops some kind of magical powers. The whole story is greatly influenced by Christianity and Judaism, our middle ages and the author’s mentor, Michael Ende. Similarities to “Die unendliche Geschichte” are no coincidence but the author – Ralf Isau – was some sort of protégé Michael Ende’s who knew about this story and even endorsed Isau in writing it. Michael Ende died the same year the first book was released.

The Wolf of Wall Street

Irgendwie merkwürdig, wenn man eine Biografie schaut und erst im Anschluss merkt, dass es eine war. The Wolf of Wall Street ist so übertrieben inszeniert, dass ich tatsächlich keine Sekunde glaubte, er beruhe auf einer wahren Begebenheit. Tatsächlich gibt es den Protagonisten Jordan Belfort wirklich, wie viel seiner Biografie wahr ist und wie genau Scorsese sie umgesetzt hat, kann ich nicht beurteilen.

In den 80er Jahren versucht der junge Jordan Belfort sein Glück an der Wall Street, sein Erfolg hält nicht lange an, der Black Monday kommt ihm in die Quere. Keine gute Zeit, um Börsenmakler zu sein. Auf der Suche nach einem neuen Job findet er eine Firma, die ausschließlich Penny Stocks verkauft, Aktien mit sehr geringem Wert, aber hoher Verkaufsprovision und einer ganz anderen Klientel, hauptsächlich aus der Mittelschicht. Durch seine zuvor erlernten Verkaufstricks macht er in kurzer Zeit viel Geld, indem er den Menschen ihre Ersparnisse abschwatzt. Das Wohl der Kunden ist ihm egal. Kurz darauf gründet er seine eigene Firma, mit 26 verdient er fast eine Millionen Dollar pro Woche und sein Leben besteht fast nur aus Party, Sex und Drogen. Doch schon bald wendet sich das Blatt. Das FBI kündigt Interesse an der Firma an, die bisher klein genug war, um nicht wirklich beachtet zu werden und der immense Drogenkonsum offenbart nach und nach seine negativen Seiten.

The Wolf of Wall Street ist ein 3-Stunden-Monster ohne allzu viel Inhalt. Er ist unterhaltsam und stellenweise witzig, einen tieferen Sinn scheint die Darstellung der Drogeneskapaden nicht zu haben, eine Moral fehlt auch, zeigt der Film – und die echte Person, auf deren Leben er beruht – doch, dass all die Betrügereien und der Drogenmissbrauch am Ende mehr oder weniger ohne Konsequenzen bleiben. Am Ende bleibt ein Film, der viel zu lang ist und es nicht schafft, den Zuschauer zu berühren oder eine tiefere Botschaft zu vermitteln. Die witzigen, meist slapstick-artigen Szenen, hätte man auch in 90 Minuten unterbringen können.

6/10

Totoro- und TARDIS-Kekse

Totoro Cookies

Vor Weihnachten – natürlich viel zu spät – hatte ich die Idee, Totoro-Kekse zu backen. Ich suchte nach entsprechenden Formen, allerdings sind die, die ich unbedingt wollte, länger unterwegs gewesen, bzw. waren zu Beginn auch noch ausverkauft. Jetzt sind sie endlich da und ich musste direkt ein paar Kekse backen, das kann man schließlich auch im Januar machen.

Zu dem Rezept brauche ich ja nichts schreiben, hab nur fix einen Standard-Mürbeteig zusammengerührt, wollte einfach nur mal die Formen ausprobieren.

Totoro Cookies

TARDIS Cookies

Die entsprechenden Formen hab ich bei etsy gefunden, da gibt es Dutzende, meine hab ich bei einem Shop namens WarpZonePrints gekauft.

They see me Ronin, they hatin

Wir schreiben das Jahr 1701 (ich liebe diese Zahl). Japan. Bei einer Zeremonie attackiert Lord Asano den Zeremonienmeister Kira, von dem er sich ungerecht behandelt fühlte. Das Ziehen einer Waffe war in der kaiserlichen Burg Edo allerdings unter Todestrafe verboten. Aufgrund seines Ranges gewährte man Lord Asano einen ehrenvollen Tod durch rituellen Selbstmord, Seppuku, die untergebenen Samurai wurden ihres Meisters beraubt und somit zu Ronin: herrenlosen Samurai. Diese Ronin schworen Rache, auch wenn dies ebenfalls die Todesstrafe bedeutete, allerdings hätten sie so die Ehre ihres Meisters wiederhergestellt. Nachdem sie Kira ermordet hatten, begingen sie ebenfalls alle Seppuku. Soweit die historischen Ereignisse.

47 Ronin

47 Ronin von Carl Rinsch mit Keanu Reeves in der Hauptrolle erzählt den historischen Stoff, allerdings im Fantasykostüm verpackt. Der böse Kira will die Macht in Japan ergreifen und provoziert eine Attacke Lord Asanons mit Hilfe einer ihm untergebenen Hexe, damit dieser getötet und entehrt wird, wodurch er dessen Gebiet übernehmen könnte. Doch Kira hat nicht mit dem Halb-Japaner und Außenseiter Kai (Keanu Reeves) gerechnet, der über magische Kräfte verfügt. Und auch nicht mit der Entschlossenheit der Samurai, allen voran ihr Anführer Oishi. Zusammen schmieden die 47 Ronin einen Plan, um die Ehre ihres Lords wiederherzustellen und die Prinzessin aus den Fängen Kiras zu befreien, der sie zu heiraten gedenkt.

Schon das Poster zu 47 Ronin zeigt dem Filmkenner, dass hier was schief gelaufen ist. Rick “Zombie Boy” Genest ist darauf sehr prominent abgebildet und hat sogar ein eigenes Charakterposter. Dabei spielt er eigentlich gar nicht mit, zu sehen ist er circa 20 Sekunden lang. Auch Reeves’ Rolle war eigentlich als Nebenpart gedacht, auf dem Poster ist er zu sehen, aber keiner der Samurai/Ronin. Angeblich wurde der Film umgeschnitten, um den Fokus mehr auf Reeves’ Rolle zu legen. Irgendwie muss man die Leute ja ins Kino bekommen. Dadurch wirkt der Film allerdings etwas wirr und planlos, aber das ist bei weitem nicht der einzige Mangel. Die Dialoge sind teilweise so schlecht, dass man sich fragt, wie Reeves sie ohne zu lachen vortragen kann (“I search a thousand worlds for you. Even if it takes ten thousand lifetimes.” – “And I will wait in every one of them”), die Animationen sind weit vom heutigen Standard entfernt, die Kampfszenen sind für einen Martial-Arts-Film eher schlecht choreografiert und noch schlechter gefilmt und überhaupt ergibt der ganze Kai-Part nur wenig Sinn. Oishi reist um die ganze Welt (bzw. ans Set von Pirates of the Caribbean: At World’s End), um Kai zu finden. Dem er nie getraut hat, den er nie mochte und von dessen Fähigkeiten er nichts weiß. Kai befreit sich – nach einem Jahr in Sklaverei – sofort und folgt Oishi. Warum hat er das nicht vorher gemacht? Warum töten die Bösen nie die Guten und geben ihnen so Möglichkeit, sich zu rächen? Was soll dieser ganze übersinnliche Kram? Warum konnte man die Geschichte nicht ganz normal erzählen? Am Ende bleiben 2 Stunden relativ belanglose Fantasyaction in nettem Setting und man lernt noch ein bisschen über die Geschichte und Kultur Japans. (“Hihi, der hat ‘Bushido’ gesagt”, oder: warum man Filme lieber alleine und nicht im Kino gucken sollte). Als echter Keanu-Fan kann man sich das anschauen, einen anderen Grund, sich diesen Streifen anzutun, gibt es nicht.

(Dieser Artikel ist so wirr wie der Film, aber wenigstens habt ihr jetzt nur 3 Minuten eurer Zeit vergeuden müssen, um zu erfahren, dass ihr die 2 Stunden eures Lebens nicht für den Film verschwenden müsst. Gern geschehen!)

Hier noch der Trailer (der nicht viel mit dem Film zu tun hat)

47 Ronin ist in Deutschland ab dem 30. Januar im Kino zu sehen.