Review: Thor: The Dark World

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Poster: Thor The Dark WorldVor tausenden Jahren versuchten die Dunkelelfen unter Führung von Malekith (Christopher Eccleston) den Aether für sich zu gewinnen und somit das Universum, wie wir es kennen, zu zerstören. Zu diesem Zeitpunkt lagen gerade alle 9 Dimensionen übereinander, was die Kraft des Aethers verstärkt. Odins Vater Bor machte den Elfen den Garaus, doch Malekith konnte fliehen und versteckte sich, um auf eine weitere Chance zu warten. Die Asgard versteckten den Aether nur, anstatt ihn zu zerstören. Großer Fehler, wie Bors Nachfahren Odin und dessen Sohn Thor einige tausend Jahre später erfahren müssen. Doch die sind noch dabei, ihre aktuellen Ereignisse zu verarbeiten und hinter Loki aufzuräumen. Der wird in den Kerker geschmissen, während Thor in den 9 Welten aufräumt und Jane Foster auf der Erde ihrem normalen Leben nachgeht, nachdem Thor einfach nicht mehr angerufen hat. Männer…

Als Jane in gravitative Anomalien in London untersucht, die durch das erneute Zusammentreffen der Dimensionen entstehen, landet sie durch eine solche Anomalie ganz zufällig direkt dort, wo der Aether versteckt wurde. Ihr Körper nimmt die Kraft in sich auf, was sie einerseits stark macht, allerdings auch zerstört. Thor nimmt sie mit nach Asgard, um sie zu retten, gleichzeitig erwacht Malekith nach 5000 Jahren Schlaf und plant einen erneuten Versuch, den Aether an sich zu reißen. Den vermutet er in Asgard, das er angreift, um sich das Objekt seiner Begierde unter den Nagel zu reißen.

Thor: The Dark World macht eines: unheimlich viel Spaß. Ein Haufen genialer Sprüche, ein fantastisch aufgelegter Loki, der sich z.B. mal eben so in Captain America verwandelt, Natalie Portman ist toll wie immer, Eccleston (Doctor Who) ist mit blonder Perücke dabei, Chris O’Dowd (The IT Crowd) kommt vor… aber die beste Rolle spielt Mjölnir, Thors Hammer. Ohne ein Wort zu sprechen sorgt er für mehr Lacher, als alle anderen zusammen. Alles in allem ein absolut sehenswerter Film. Kein Meisterwerk der Filmkunst, klar, aber aus der Reihe der Superheldenfilme einer der Besten bisher. Einziger Wermutstropfen war das abrupte Ende; da kommt zwar wie immer was nach dem Abspann, dennoch war es sehr plötzlich und wirkte leicht unfertig. Aber Thor 3 ist ja hoffentlich nicht weit entfernt.

8/10 Hämmern

RE: RE: RE: Guy Fawkes Day

Aktuell

Ein Repost, muss aber sein, sorry.

Vi veri veniversum vivus vici

Remember, remember the Fifth of November,
The Gunpowder Treason and Plot to surrender,
I know of no reason
Why the Gunpowder Treason
Should ever be forgot.
Guy Fawkes, Guy Fawkes, t’was his intent
To blow up King and Parli’ment.
Three-score barrels of powder below
To prove old England’s overthrow;
By God’s providence he was catch’d
With a dark lantern and burning match.
Holloa boys, holloa boys, let the bells ring.
Holloa boys, holloa boys, God save the King!

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Filmreview: Gravity

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In Space, no one can hear you scream. Mit ähnlichen Worten – weiß auf Weltall-schwarzem Hintergrund – beginnt Gravity. Gravity hält es für nötig, dem Zuschauer zu Beginn vor Augen zu halten, wie das Weltall funktioniert. Keine Luft. Kein Schall. Dann folgen 90 Minuten ohne eine einzige stille Sekunde.

Gravity PosterDr. Stone (Sandra Bullock) und Matt Kowalksi (George Clooney) fliegen von der ISS aus los, um das Hubble-Teleskop zu reparieren. Was als langweiliger Spacewalk mit vielen albernen Geschichten Kowalskis beginnt, die jeder in Houston (Ed Harris am Funkgerät) schon kennt, endet in einem riesigen Desaster. Die Russen schießen einen eigenen Satelliten ab, was eine Kettenreaktion auslöst. Trümmer umrunden die Erde, reißen nach und nach sämtliche Satelliten mit sich und legen somit die Kommunikation zwischen den Astronauten und der Erde lahm. Der Weltraumschrott fliegt nun auf das Shuttle zu und die Astronauten zu und schleudert die beiden ins All hinaus. Kowalski kann Dr. Stone zwar mit Hilfe seines “Jetpacks” aufsammeln und zum Shuttle bringen, doch da ist alles zerstört und alle Insassen sind tot. Ihre letzte Hoffnung ist, die ISS zu erreichen, bevor das Trümmerfeld erneut die Erde umrundet. Dort könnten sie mit einer Sojuzkapsel in Richtung Erde und Sicherheit entkommen.

Gravity ist ein beklemmendes Weltall-Drama, das erschreckend gut das Gefühl erzeugt, alleine, kopfüber im Weltall zu treiben. Die Story und die restliche Darstellung weist einige Logiklöcher und Ungenauigkeiten auf und die ganze Darstellung des Weltalls und der Astronauten ist nicht so ganz realistisch. Aber wir befinden uns in Hollywood und da dürfen Tränen in der Schwerelosigkeit auch mal fallen, wenn das Drehbuch das sagt und Sandra Bullock trägt unter ihrem Anzug halt nur Unterhose und Tanktop. So erfriert sie zwar im All, aber hey, es sieht einfach besser aus, wenn sie sich auszieht. Trotz der fehlenden Mimik von Botox-Bullock und auch mit der unlogischen Story ist Gravity ein Film, den man dieses Jahr gesehen haben sollte. Im Kino! In 3D! Aber bleibt am besten nicht bis zum Schluss sitzen, das Hollywood-Ende zerstört einen sonst recht guten Film und das will ja niemand.

Ich muss ganz ehrlich sagen: so gut Gravity auch war, die ganzen “Bester Film des Jahres”-Rufe im Vorfeld waren stark übertrieben. Gravity ist kein Meisterwerk. In keiner Hinsicht. Wer das behauptet, hat einfach viele gute Filme noch nicht gesehen. Ansehen und gut finden darf man ihn dennoch.

Fehler in Gravity: ich bin ja nur ungerne der Klugscheißer (nee, eigentlich mache ich das gerne), aber hier muss ich mal ein paar Worte loswerden: man hört ständig Geräusche. Das macht zwar jeder Sci-Fi-Film so, ist aber einfach falsch. Satelliten befinden sich im kompletten Orbit verteilt. Dass innerhalb weniger Minuten eine Kettenreaktion entsteht, in deren Folge sämtliche Satelliten in einem großen Haufen um die Erde fliegen, ist natürlich riesiger Unfug. Dass dieser Haufen alle 90 Minuten genau mit der Umlaufbahn der ISS kollidiert, ist ebenso großer Blödsinn. Gravity stellt es ein bisschen so dar, als befände sich alles auf einer einzelnen Umlaufbahn, als gäbe es eine Einbahnstraße um die Erde herum, in der sich einfach alles befindet. Selbe Höhe, selbe Position. Tatsächlich sind Hubble, ISS und die anderen genannten Objekte überhaupt nicht in der Nähe voneinander. Dann weint Bullock an einer Stelle und die Tränen kullern nach unten, lösen sich vom Gesicht und fliegen durch die Gegend. Bullshit (Youtube-Link) Apropos “herumfliegen”: in den kaputten Stationen und Shuttles fliegt jede Menge Zeug herum. Kennt ihr die Story mit den Amis, die Millionen in die Erfindung eines im All funktionierenden Kugelschreibers gesteckt haben, wo die Russen (angeblich) einfach Bleistifte statt Kugelschreiber nahmen? (Was nicht wahr ist!) Bleistifte kann man nicht benutzen, weil die kleinen Graphitpartikel Störungen und Kurzschlüsse erzeugen können. Wenn man auf solche Kleinigkeiten achtet, kann ich mir nicht vorstellen, dass es auf einer ISS so viel Kleinkram gibt, der einfach rumfliegt. Astronauten dürfen wohl kaum so viel unnötigen Krimskrams mit sich führen.

Dann ist da die Bullock, die sich ihres Spacesuits entledigt und sich erstmal 5 Minuten in der Schwerelosigkeit in Unterwäsche räkelt. Tatsächlich tragen Astronauten natürlich ganz was anderes unter dem Anzug. Aber wer möchte schon Sandra Bullock in Windel sehen? Wobei, vielleicht finden das manche ja ganz toll. Weitere Ungenauigkeiten betreffen die Ausbildung Stones, ihre Fähigkeit, unbekannte Raumkapseln zu fliegen, die Darstellung der Toten im Weltall und öfters leider auch die titelgebende Gravitation, die manchmal nicht da ist, wenn sie da sein müsste usw.