Craig Thompson – Habibi
by David on September 24, 2011
Habibi ist die Geschichte zweier Waisenkinder, die als Sklaven in einer fiktionalen, islamischen Welt zueinander finden und gemeinsam aufwachsen. Dabei ändert sich die Beziehung zwischen ihnen, während sie älter werde. Zuerst nimmt die 7 Jahre ältere Dodola eine Mutterrolle für den kleinen Zam ein, später leben sie wie Geschwister in ihrem Schiff mitten in der Wüste, bis sich in die Beziehung der beiden isoliert lebenden Jugendlichen ein sexueller Aspekt einschleicht, mit dem sie nicht so recht umzugehen wissen. Kurz darauf trennt sich ihr Weg und sie erleben beide eigene Abenteuer, stets die Bibel-Geschichten im Kopf, die Dodola so oft erzählt hat.
Wie auch schon im preisgekrönten Vorgänger Blankets geht es in Habibi hauptsächlich um Religion, Liebe und Sex. Blankets beschrieb biographisch die Jugend Thompsons, seine christliche Erziehung und seine ersten Erfahrungen mit der Liebe und dem anderen Geschlecht. In Habibi setzt Thompson sich mit dem Islam auseinander, erklärt mit vielen kleinen Geschichten, die Dodola erzählt, die Hintergründe der Religion, die Mentalität und legt großen Wert auf die arabische Kalligraphie (Dodola wurde im Alter von 9 Jahren mit einem Kalligraphen verheiratet, der Kopien des Qur’an und anderer Schriften anfertigte. Von ihm lernte sie die Geschichten und die Schrift). Die Graphic Novel übernimmt selbst viel von dem Stil ihrer Erzählung und sowohl Schriftzeichen als auch orientalische Verzierungen schmücken die immer wieder eingestreuten, ganzseitigen Bilder. Ab und zu lösen sauber gezeichnete Architektur-Bilder den sonst so lebendigen Zeichenstil Thompsons ab, was ebenfalls eine tolle Abwechslung darstellt.

Craig Thompson-Fans haben Habibi natürlich längst, wer Thompson noch nicht kennt: kauft euch Habibi, es lohnt sich. Es hat an einigen Stellen seine Längen und der Religions-Quatsch kann ein bisschen nerven, aber was kann man bei dem Preis schon falsch machen? Für momentan 15 Euro bekommt man auf Amazon ein 670 Seiten starkes Buch mit schönem Einband. Für meinen Geschmack ist das schon zu günstig, Thompson hat da glaube ich 7 Jahre dran gearbeitet, wie kann der so Geld verdienen? Was bleibt denn nach den Druckkosten überhaupt noch übrig? Dafür dauert der Versand bei Amazon gerade sehr lange, schaut lieber mal im Comicladen eures Vertrauens vorbei, auch wenn es da ein paar Euro mehr kostet. Das ist es auch wert.
Facebook-Timeline jetzt schon nutzen
by David on September 23, 2011
Facebook-Timeline? Hä? Was?
Facebook-Timeline ist das neue Facebook-Ding, bei dem alle eure Aktivitäten seit der Geburt in einer Timeline angezeigt werden. Das sieht in etwa so aus:
Wollt ihr das auch? Und zwar, bevor es für alle zugänglich ist? Ich weiß ihr wollt es!
Also, die Schritte müsst ihr befolgen, um die Facebook-Timeline jetzt schon nutzen zu können.
Als allererstes braucht ihr einen verifizierten Developer-Account. Dazu braucht ihr eine funktionierende Handynummer (geht in Deutschland nicht mit allen Providern) oder eine Kreditkarte.
Dann geht ihr auf https://developers.facebook.com/apps und klickt “create new app” (oder was auch immer da steht, wenn ihr Facebook auf Deutsch nutzt)
Gebt bei der App irgendwas ein, das ist egal, schließlich soll die nicht veröffentlicht werden. Klickt dann links auf “Open Graph” und gebt in dem folgenden Feld irgendwas ein.

“Get started” klicken, auf der nächsten Seite irgendwelche der Settings bearbeiten und solange “save changes and next” klicken, bis ihr fertig seid. Wenn ihr jetzt die Facebook-Startseite aufruft, sollte oben eine Einladung zur Facebook-Timeline erscheinen.
Achtung: Sobald ihr die Seite verlasst, habt ihr wieder die normale Ansicht, die Timeline erreicht ihr über http://www.facebook.com/USERNAME?sk=timeline.
Viel Spaß!
Nope! Chuck Testa!
by David on September 20, 2011
Ich liebe es, neue Memes bei der Entstehung zu beobachten. Das neuste (sofern man das überhaupt sagen kann) beinhaltet einen Tier-Präparator aus Ojai Valley, Kalifornien. Das Low Budget-Werbevideo wurde auf Reddit gepostet und innerhalb von Stunden war ein neues Meme geboren. Das Video selbst hat mittlerweile 3 Millionen Views und in den letzten paar Tagen schießen die Variationen davon wie Pilze aus dem Boden.
Hier erstmal das Chuck Testa-Video:
Hier ein paar Chuck-Testa-Bilder:
Nach kurzer Zeit kamen dann die ersten Leute, die Chuck Testas Kopfbedeckung im Video als Teil einer Nazi-Uniform identifiziert haben, ob das die Verbreitung des Memes verhindern kann, ist fraglich. Wäre mal interessant zu sehen, ob Chuck Testa von der Aufmerksamkeit profitieren konnte. Ich hatte erwartet, seine offizielle Seite würde unter den ganzen Meme-Posts untergehen, sie ist bei Google unter allen 5 Millionen Treffern für “Chuck Testa” aber noch in den Top 10.
5 Jahre Captain Obvious
by David on September 18, 2011
Andere feiern groß ihren Blog-Geburtstag und ich merke meinen nicht einmal. Im August ist das tolle Captain Obvious-Blog (das nicht immer so hieß) 5 Jahre alt geworden. In den 5 Jahren gab es Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen -- namentlich die Null-Bock-warum-lösche-ich-mein-Blog-nicht-einfach-Phasen -- vermutlich überwiegen und gerade ist schon wieder so eine Phase. Braucht eine Person, die im Internet nichts privates erzählen möchte, einen Privatblog? Irgendwann fing ich an, in speziellen Blogs über spezielle Themen zu schreiben und ab da ging es hier bergab, die Artikelzahl nahm immer weiter ab, besonders, seit ich hier nichts mehr über Filme und Serien schrieb. Mittlerweile passiert hier bis auf das Projekt Hörsturz so gut wie gar nichts mehr.
Ich könnte das Blog einstampfen, aber im Endeffekt ist es egal, ich habe den Server eh und die Domain kostet 10 Euro im Jahr, schadet also nichts, das Blog für später zu bewahren, vielleicht will ich ja doch mal irgendwas schreiben und es gibt ja hier auch den einen oder anderen Artikel, den ich gerne am Leben erhalten möchte.
Schade eigentlich, so einen negativen Artikel zum Quasi-Geburtstag zu bringen, aber die Wahrheit ist: das Blog dümpelt vor sich hin, genau wie es vor 5 Jahren vor sich hin dümpelte, diesen Monat gab es schon einen ganzen Kommentar hier und unter den letzten 10 Artikeln findet sich ganze drei Mal das Projekt Hörsturz.
Aber ganz sterben lassen werde ich es nie, versprochen.
Make all the Bottleships!!!
by David on September 18, 2011
Neue Webdienste kommen und gehen und die Tweets mit Invite-Bettelei reißen so gut wie nie ab. Meistens ist das dann irgendein Quatsch, mit dem man sich weniger lang beschäftigt, als man nach einem Invite für den exklusiven Alpha/Beta-Kram gelechzt hat. Ganz anders bei Bottleship.
Der Dienst von Leonard & Sylvia Ritter (auf twitter @paniq & @sylvia_ritter) übt eine Faszination aus, wie ich sie seit Twitter nicht mehr erlebt habe. Im Grunde kann man mit dem kleinen Grafik-Tool nicht viel Sinnvolles machen, aber es macht Spaß und lässt einen nicht mehr los.
Eine Beschreibung ist kaum möglich, da täglich neue Features hinzukommen und Bottleship noch in einer Early Alpha ist, aber ich versuche es mal: bei Bottleship kann man kleine, 16x16Pixel große Bilder erstellen. Andere User können die Bilder nehmen und verändern.
Am besten kann man das mit dem namensgebenden Bottleship erklären, das zu verändern quasi Pflicht ist, wenn man sich bei Bottleship anmeldet. Oben sehr ihr das Original, sobald man da drüber malt, wird eine Kopie in den eigenen Bildern erstellt.
Die Pixelbeschränkung führt natürlich dazu, dass es sehr viele Motive aus Retro-Videogames gibt, aber eigentlich sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Und man muss bedenken, dass die Nutzerzahl noch extrem begrenzt ist -- es kommt mir so vor, als würde ich sämtliche Nutzer von Twitter kennen -- es wird also bald sicher noch um einiges vielfältiger werden.
Das ist zum Beispiel ein Super Mario, den ich von einer Postkarte “abgemalt” habe:

Aus dem habe ich dann auch direkt einen Luigi erstellt.
Und aus einem Standard-Megaman…

… habe ich einen Ezio, einen Guybrush Threepwood und Batman gemacht.

Aus meinem Batman hat jemand einen Spider-Man gemacht, aus dem ich wieder einen Venom gemacht habe und so geht es immer weiter. Alle meine Picoids (so heißen die Bilder auf Bottleship) könnt ihr euch hier anschauen. Bottleship ist momentan Invite only und ich habe noch ein paar übrig, sagt einfach Bescheid, wenn ihr eine Einladung möchtet!
Projekt Hörsturz Runde 54 – Live-Versionen
by David on September 12, 2011
Ohne Projekt Hörsturz gäbe es dieses Blog vermutlich gar nicht mehr, hab irgendwie nix zu erzählen bzw. keine Verwendung mehr für ein Privatblog. Also, danke, liebes Projekt Hörsturz, hier die Bewertungen der Live-Runde:
Heywood Banks -- Yeah Toast
(von Mars)
Mmmmmmmhhhh… Toast. Cooler Song, auch wenn es eher erzählt und geschrien wird. Wirkt eher wie Sonderrunde “Comedy”, trotzdem schön abgedreht, gefällt mir.
7/10
The Wombats -- Techno Fan (Live at Glastonbury 2011)
(von JuliaL49)
Mit den Wombats hatte ich nie viel am Hut. Komisch, denn eigentlich mag ich alles, was ich von ihnen kenne. Die Live-Version überzeugt leider nicht, ich mag es, wenn eine Live-Version ein bisschen was neues reinbringt, das hier ist einfach nur Techno Fan über schlechte Speaker gehört.
6/10
State Radio -- Mansin Humanity
(von Michael)
Cool, nice, kennichnich, bitte mehr davon!
9/10
Placebo with Frank Black -- Where is my Mind
(von Gondorff)
Ich mag den Song. Ich habe keinen blassen Schimmer, wer Frank Black ist, trotzdem gut, allerdings schlechter als im Original, finde ich.
6/10
Blood Red Shoes -- Surf Song
(von Konzertheld)
Singt da keiner? Und was hat das mit Surfing zu tun?
4/10
Talk Talk -- Chameleon Day / Living in Another World (Live at Montreux)
(von dehkah)
5/10
Primus -- Tommy The Cat (live at Hangover Fest 2011)
(von beetFreeQ)
Ist das aus dem Seinfeld-Soundtrack? Not my cup of tea, though, sorry.
3/10
Madsen -- Nachtbaden
(von Dr. Borstel)
Bäh… Deutsch…
Wobei, Madsen gehen ja eigentlich
Wobei, das ist ja mehr Geschrei als Gesang
5/10
Andrew Bird -- A Nervous Tic Motion of the Head to the Left
(von Kristin)
Schööööööönnnn… Streicher…. nur der Refrain passt da nicht rein.
9/10
Robert Rodriguez/Chingon -- Malagueña Salerosa
(von David)
Robert Rodriguez, Y U NO MAKE MORE MUSIC AND LESS SHITTY MOVIES? Seriously, an der Gitarre ist Senor Rodriguez doch echt tausend mal besser als hinter der Kamera. Ich finde den Song extrem kraftvoll und der Sänger ist einfach genial. Dann noch Quentin Tarantino, wie er seinen Kopf zufällig ins Bild schiebt -- toll.
10/10
Bonussongs
Airbourne -- Born To Kill
(von cimddwc)
Highway to he… nee, doch nicht. Nix für mich, das sollte in den bisherigen Runden Projekt Hörsturz ja klar geworden sein.
Zum Glück zählt die Wertung ja eh nicht.
0/10
Florence and the Machine -- Drumming Song
(von Ulf)
Erst dachte ich: hui, Florence and the Machine. Aber dann wollte mir zu dem Song nichts einfallen, ging auf einer Seite rein und auf der anderen raus, ohne in der Mitte auch nur irgendeinen Eindruck zu hinterlassen.
3/10
Karnivool -- Simple Boy
(von Fabian)
Cool
7/10
Sorry, Adobe AIR has a problem running on this computer
by David on September 9, 2011
Ihr seid doch alle so schlau, helft mir doch bitte mal. Auf meinem alten Rechner hatte ich Windows 7 Professional laufen, auf dem neuen läuft Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Variante. Mit dem Gerät (natürlich wieder ein Samsung) bin ich ansonsten voll zufrieden, auch wenn es Software-mäßig am Anfang ein paar Probleme gab. Was geblieben ist und ich nicht behoben kriege ist die Tatsache, dass auf dem Notebook keine Adobe AIR-Anwendungen laufen. AIR lässt sich ohne Probleme und Fehlermeldungen installieren, aber keine AIR-Anwendung funktioniert. So sieht zum Beispiel Tweetdeck beim Start aus:
Ich brauche Tweetdeck, es geht einfach nicht ohne. Oder kennt ihr Alternativen, die ohne AIR laufen und mehrere Twitter-Accounts unterstützen? Zumindest 2 muss ich immer im Auge behalten, deshalb fällt metrotwit eigentlich raus. Oder vielleicht kennt ihr das Problem und habt eine Lösung? Ich habe schon mehrere Sachen ausprobiert und bis zum Erbrechen gegoogelt, funktioniert hat bisher nichts.
Projekt Hörsturz Runde 53
by David on September 4, 2011
So eine neue Runde Projekt Hörsturz. Ich werde mich vermutlich wieder kurz fassen, ich habe schon vor vielen Runden gemerkt, dass ich nichts zu Musik schreiben kann, das ist immer ein wahrer Krampf für mich, da 2 vernünftige Sätze zusammen zu bringen.
The Low Anthem -- Hey, All You Hippies!
(von Gondorff)
Schrammel, schrammel… amrican indie folk ist scheinbar nicht so meins.
3/10
Serj Tankian -- Empty Walls
(von cimddwc)
Das hört sich für mich wie eine Mischung aus Billy Talent und irgendwas metalligem an, das mir nicht einfallen will. Ganz cool eigentlich.
7/10
Wird sogar besser, je länger man es hört.
8/10
Medications -- Surprise!
(von Kristin)
I waited for the surprise and all I got was a 7 out of 10
Tera Melos -- Frozen Zoo
(von beetFreeQ)
5/10
Kanye West & Jay-Z -- Murder To Exellence
(von David)
Der einzige gute Song auf dem Album; man sollte denken, wenn Jay-Z & Kanye sich einschließen und zusammen an einem Album arbeiten, müsste was besseres rauskommen. Kinder im Background haben bei Jay-Z ja schon immer funktioniert…
8/10
Grails -- All The Colors Of The Dark
(von Michael)
Singt da gar keiner? o.O
6/10
The Indelicates -- I am Koresh
(von JuliaL49)
Hmmm… die Lyrics sind merkwürdig und musikalisch ist’s auch nicht so aufregend.
4/10
The Black Lips -- Modern Art
(von Nummer Neun)
5/10
Calvin Harris -- Feel So Close
(von Mars)
5/10
Adolar -- Ich bin Slide
(von Dr. Borstel)
Es gibt ja doch deutsche Musik, die gar nicht so schlecht ist
7/10
Braid -- Brass Knuckle Sandwich
(von Fabian)
Disharmonischer Krach
0/10
Das war die gamescom 2011
by David on August 25, 2011
Vom 16. bis zum 20. August verschlug es mich mal wieder nach Köln zur gamescom. Es war wie immer viel zu heiß, es war wie immer viel zu voll, aber schön war es dennoch.

Die Messe an sich war ein bisschen enttäuschend und nach dem Pressetag habe ich die Hallen gar nicht mehr besucht. Zu lang die Schlangen (Am Samstag gab es Ansagen der Aussteller: “Ab hier noch 6-9 Stunden warten), zu voll die Hallen (gegen Mittag wurden tausende am Samstag nach Hause geschickt, weil einfach niemand mehr rein passte) und zu uninteressant die Games. Es gab tatsächlich nicht viel neues, einige Ständen schienen komplett aus dem letzten Jahr übernommen worden zu sein, an anderen gab es nur nen Trailer, der eh im Internet ist… außer Mass Effect 3 habe ich im Besucherbereich glaube ich gar nichts angespielt und auch das war nur ein kurzer Shooter-Abschnitt, der sich kaum von Mass Effect 2 unterschied.
Umso besser lief es dafür hinter den Kulissen. Ein paar nette Games gab es natürlich noch, die hat man sich dann chillig im Business-Bereich angeschaut, in erster Linie bleibt mir aber das ganze Networking positiv im Gedächtnis. In den Gängen, im Biergarten oder auf unserem Bloggertreffen habe ich einen Haufen Leute getroffen, die alle total nett waren. Teilweise auch Leute, die ich im Internet bisher gar nicht mochte, die in echt dann aber trotzdem total sympathisch waren. Am Donnerstag hatte ich einen vollen Terminkalender und bin von Termin zu Termin gehetzt, an den anderen Tagen rückten die Games irgendwie in den Hintergrund und die Menschen waren viel wichtiger. Ich mache mal einfach eine Auflistung und hoffe, ich vergesse keinen.
Da wäre natürlich das gesamte Zockwork-Team, allen voran Kristin, denn ohne ihre Orga wären wir auch nur eine dieser vielen planlosen Blogger-Gruppen gewesen. Für Fabian und Marc war das die erste gamescom, sie haben sich aber wacker geschlagen. Maxx war leider die ganze Zeit am Stand beschäftigt, die meiste Zeit war ich mit Freddi, Fabian und Marc unterwegs.
_smirk aka. Fabian hatte schon lange vorher gesagt, dass wir seinen Stand von Aerosoft besuchen sollten, das haben wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen. Wir sind zwar alle keine großen Simulations-Freunde, aber der OMSI (Omnibus-Simulator) hat direkt einen Platz in unserem Herzen bekommen.
“Sitze zwischen Halle 6 und 7 auf der Wiese” Ja, sowas kann man auf der gamescom twittern, wenn man nicht alleine sein will. Sofort kamen supergarv und ffmetzger angerannt. Ich fürchte, wir haben uns ein bisschen festgequatscht, sorry Leute.
Die liebe Sarah war natürlich auch da, die sehe ich ja zum Glück öfters, sonst wäre ich jetzt traurig, dass wir uns nur kurz getroffen haben.
Arne und Jeremy von Superlevel. Vor allem von letzterem hatte ich durch das Internet keinen so guten Eindruck, in Wirklichkeit waren sie beide total nett. Bromance!
Weitere random encounters: Thomas (der läuft einem ja immer über den Weg), Steffi von Praganda mal wieder mit den coolsten Visitenkarten, Andreas von ZSoftware, Eisenseele, SenorKaffee, The_Whispering, Monoxyd, Manu, die Crews von Polyneux, krautgaming und Die Welt Zockt…
Beim Bloggertreffen dann noch den Sebbo und den Suffkopp von playbash, den KazyNo1 und viel zu viele andere, bei denen ich mich gar nicht ausführlich vorgestellt habe und die ich die ganze gamescom gar nicht gesehen habe. Der HerrKaschke ist mir leider auch immer aus dem Weg gegangen
Terminlich sah es halbwegs angenehm aus: am Dienstag war Treffen mit der Crew und Abends dann Digital Reality-Party im Top of Cologne, leider ohne Suda51. Am Mittwoch bin ich fast nur über die Messe geschlendert, hatte morgens einen langweiligen Kinect-Termin bei Microsoft (yay, Bären-Erweiterung für Kinectimals), stand dann ne Stunde bei Mass Effect, bis es mich zur Samsung Pressekonferenz verschlug. Das Beste da war neben dem blauen Sekt das zufällige Zusammentreffen mit Gilly und Ricarda. (Vorgestellt wurde ein Gaming-Notebook).
Im Anschluss habe ich mich noch bei Skyrim reingeschlichen, für die 40 Minuten Gameplay-Präsentation in Loveparade-Lautstärke hätte ich mich aber auch nicht angestellt.
Am Donnerstag ging es dann richtig los. Morgens habe ich mich nochmal bei Mass Effect 3 angestellt, direkt um 8:30 Uhr, um ja den Besucheranstürmen zu entgehen. Bisschen Trailer und bisschen selber zocken, wie eingangs schon erwähnt, nicht besonders spannend. Wird natürlich ein tolles Spiel, aber besonders viele Neuerungen gab es nicht.
Im Anschluss ging es zu Gameforge, wo ich mit den zwei netten Mitarbeitern über Deep Space 9, die Okudas und Wil Wheatons Geek-Status gefachsimpelt habe. Ein bisschen Star Trek Infinite Space habe ich natürlich auch mitgenommen, meine Crew für das Free To Play-Game steht bereits.
Nach einem Abstecher bei PopCap bin ich dann direkt zu Ubisoft, neben Nintendo und EA für mich immer die wichtigste Anlaufstelle. Assassin’s Creed Revelations war ein Muss, Tintin und Ghost Recon habe ich einfach so mitgenommen. Letzteres war ein Witz, da wurde letztes Jahr mehr gezeigt, die 5 Minuten-Präsentation hat nicht viel mehr über das Spiel verraten, als dass es sich dabei um einen Shooter handelt.
Direkt im Anschluss ging es weiter zu Warner, wo ich mir Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 angeschaut habe, zusammen mit einer Hand voll Journalisten, die weder Teil 1 gespielt, noch die Filme gesehen oder die Bücher gelesen haben. Weird. Hab dann auch als einziger die 2 Mitarbeiter mit Fragen gelöchert, die der Typ neben mir alle mit dem Mikro aufgenommen hat. Ob das jetzt irgendwo im Radio gelandet ist? Danach war ich gegenüber bei Batman: Arkam City, was extrem merkwürdig war. Die waren da drin zu dritt, eine Frau an der Xbox, ein Typ an der PS3 und ein “Moderator”. Die beiden haben dann als Catwoman und als Batman Challenge-Maps durchgespielt, der andere Kerl hat alles wie ein schlechter Wrestling-Kommentator kommentiert. Zeitverschwendung, wenn man mich fragt. Im Anschluss habe ich nochmal die Kollegen von Digital Reality besucht und mir im kleinen Kreis erneut Sine Mora, Black Knight Sword und Sky Drift angeschaut, 3 recht coole Arcade-Titel.
Freitag ging’s dann nochmal zu EA, für mehr als Mass Effect hatte ich leider keine Zeit, weil mir irgendwer Disney Universe in den Kalender eingetragen hatte. Das entpuppte sich dann ein sehr kindliches Game, in dem kleine Kinder sich in Kostüme von Disney-Charakteren schmeißen, ein bisschen gegeneinander, aber auch miteinander spielen um ans Ziel des Levels zu kommen. Nichts für mich, für Familien mit jungen Kindern aber sicher total super. Nach einem kurzen Abstecher zum Gamecity-Hamburg Fischbrötchenempfang empfingen mich dann die weißen Hallen Nintendos, wo ich Luigi’s Mansion 2, Kid Icarus Uprising, Super Mario 3D Land und Mario Kart 7 auf dem 3DS angespielt habe. Dann noch The Legend of Zelda: Skyward Sword und Xenoblade Chronicles auf der Wii.
Abends war dann das Bloggertreffen in der MoshMosch-Nudelbar und ich schätze mal, rund 40 Leute haben sich da eingefunden, war auf jeden Fall cool, viele waren auch die ganze Woche schon da und trotzdem hat man sie an keinem der Tage gesehen, war also eine gute Gelegenheit, noch ein paar neue Gesichter zu sehen oder Twitterer/Blogger zu treffen die sich die ganze Zeit auf der gamescom versteckt haben. Abends sind wir dann noch mit den Kölnern weitergezogen, sind auf jeden Fall viele interessante Gespräche entstanden. Das wird nächstes Jahr wiederholt, damit die gamescom bald genauso als Nerd-Klassentreffen gilt, wie die re:publica in Berlin.
Am Samstag war ich dann auch noch mal kurz auf der gamescom, aber witzig war das nicht. Die Schlange ging quasi einmal um die ganze Messe rum, wer sich um 10-11 Uhr angestellt hat, wird nichts von der Messe gesehen haben, drinnen waren Wartezeiten von 4-5 Stunden üblich, bei einem Battlefield hieß es “6 bis 9 Stunden” (die Messe geht nur von 9-18 Uhr)… wie immer viel zu voll, nicht nur am Wochenende, auch am Mittwoch schon. Die gamescom braucht einfach einen zweiten Pressetag und mehr Platz. Und am besten weniger Tickets verkaufen, auch wenn die verkauften dafür dann teurer werden müssen. Die Eingänge wurden mittags gesperrt, weil für die Sicherheit der Besucher nicht mehr garantiert werden konnte, das ist echt nicht lustig. Letztes und vorletztes Jahr war es genauso, man lernt einfach nicht dazu, schade.
Noch kurz zum erfreulichen Teil: Merchandise. Davon gab es dieses Jahr so gut wie nichts. Letztes Jahr habe ich mich mit einem Dutzend T-Shirts eingedeckt, dieses Jahr gab es 2 Shirts und eine leere Tüte bei Bethesda. Aber das ist auch gut so, den Kram die ganze Zeit über die Messe zu tragen, macht wirklich keinen Spaß. Achja, gameforge, ihr schuldet mir noch ein Goodie-Paket, hab ich nie bekommen. Ich will ein Wizard 101-Strandtuch!
Ja, das war die gamescom 2011. Viel Stress, wenige Überraschungen, keine großen Hits, aber trotzdem wie jedes Jahr schön. Wir sehen uns nächstes Jahr in Köln!










