Habt ihr vielleicht schon gemerkt, AWOLNATION sind so ein bisschen meine Band des Jahres. Jetzt waren sie letztens bei dem niederländischen Sender BNN und haben da eine ziemlich coole Live-Session abgeliefert. Anschauen/anhören!
2 Wochen mit HelloFresh – Ein Erfahrungsbericht
Vor ein paar Wochen empfahl man mir den Dienst HelloFresh und das musste ich natürlich sofort ausprobieren. HelloFresh liefert wöchentlich frische Zutaten inklusive Rezepten direkt nach Hause (oder in meinem Fall ins Büro). Da wir im Büro immer in den drei gleichen Läden essen gehen oder wenn wir kochen nur so was langweiliges wie Nudeln oder Reis mit Soße machen. HelloFresh to the rescue. Jede Woche werden 3 oder 5 (kann man aussuchen) Gerichte geliefert, vegetarisch oder “normal”. Einfluss auf die wöchentlichen Rezepte hat man nicht. Jetzt möchte ich direkt mal der Kritik, das sei viel zu teuer, vorweg greifen: ja klar ist das teurer, als wenn man die Zutaten selbst kaufen würde. Ich bezahle jetzt pro Mahlzeit ca. 6-7 Euro, das bezahle ich auch für den Burrito in der Mittagspause. Könnte ich das selbst günstiger einkaufen? Mit Sicherheit. Aber in dem Preis sind ja nicht nur die Zutaten, die Lieferung und die Rezepte mit drin. Man bezahlt auch für die Ideen, für die Abwechslung. Viele Dinge hätte ich so niemals gekocht. Außerdem sind die Zutaten genau abgemessen, im Geschäft würde man vermutlich oft zu viel kaufen und dann am Ende was wegschmeißen müssen. Hinzu kommt, dass das alles Bio-Zutaten sind und man exotischere Dinge wie indischen Panirkäse vermutlich auch nicht im Aldi bekommt.
Die bisher 6 Mahlzeiten waren allesamt sehr abwechslungsreich und ich hab schon einige Sachen probiert, die ich sonst wohl nie gekocht/gegessen hätte. Ein Beispiel: Bratkartoffeln mit Walnüssen und angebratener Birne an Feldsalat. Von Feldsalat bin ich eigentlich kein großer Freund und Birne mag ich normalerweise auch nicht.
Auch interessant: Woknudeln mit Tofu, Gurke, Ingwer, Sesam und Honig-Chili-Dressing. Oder Salbei-Tagliatelle mit Orange, Trauben und Panirkäse. Und mein Favorit der letzten Woche: Schmarrn mit Champignons und Apfel, dazu Römersalat mit Joghurtdressing. Thymian und Petersilie zum Verfeinern oben drauf.
Mein Fazit nach 2 Wochen: nahezu perfekt! Man lernt neue Sachen kennen, kocht auch mal was, was man sonst nicht gemacht hätte, ernährt sich gesund und es schmeckt verdammt lecker. Der Nachteil ist: wenn man mal wirklich was nicht mag, hat man Pech gehabt. Man bekommt allerdings relativ frühzeitig die Rezepte geschickt und kann dann ja online die Bestellung canceln. HelloFresh läuft nämlich quasi im Abo, man zahlt wöchentlich und kann auch wöchentlich das Abo pausieren oder ganz stoppen. Ein weiterer Nachteil sind die Lieferzeiten. (Die sind aber bei jedem anders). Bei mir kommt das Dienstags “zwischen 17:30 und 22:30″. Ich lasse das ins Büro liefern und da will man natürlich nicht unbedingt um 22 Uhr noch sitzen. Beim ersten Mal kam es so um 18 Uhr, beim zweiten Mal so gegen 20 Uhr.
So, wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und HelloFresh auch mal ausprobieren möchte, der sollte das über diesen Link tun und dabei den Code QRFK76 eingeben. Dann zahlt ihr bei der ersten Box nämlich 20 Euro weniger.
Probiert es doch einfach mal eine Woche aus und berichtet über eure Erfahrungen.
(Alle Fotos von mir gibt es auf Instagram, bei Facebook oder in meinem tumblr)
Buch-Rückblick 2012
Auch wenn ich die letzten Monate kaum noch gelesen habe, habe ich – der kindle war nicht ganz unschuldig – wieder viel mehr gelesen als sonst. Und das ist auch gut so. Letztes Jahr habe ich mir einige gute Bücher empfehlen lassen, hier ein kleiner Überblick:
Comics:
Before Watchmen – gute Reihe von Vorgeschichten der einzelnen Watchmen-Charaktere. Ich würde Fans aber raten, auf die Sammeledition in Buchform zu warten, die am Ende definitiv kommen wird.
Batman Hush – Jeph Loeb und Jim Lee haben mit Hush einen der besten Batman-Comics überhaupt geschaffen. Von Wikipedia: “In their attempt to destroy Batman, Hush and the Riddler convinced and manipulated several other villains to help. These included the Joker, Harley Quinn, Two-Face, Poison Ivy, Scarecrow, Killer Croc and Clayface. They even manipulated some of Batman’s closest allies (Superman, Huntress, and Catwoman) against the Dark Knight, utilizing such methods as Poison Ivy using her pheromones to control the Man of Steel and Catwoman and Hush’s seemingly benevolent funding of Huntress’s vigilante activities.”
Maze Runner-Trilogie (Maze Runner, The Scorch Trials, The Death Cure) – laut meiner Goodreads-Bewertung fand ich die Bücher gar nicht so gut. Das liegt vor allem an vielen kleinen Details wie der komischen Gegner und der teils unlogischen Rahmenhandlung. Maze Runner beginnt damit, dass ein Junge namens Thomas in einem Ort, genannt The Glade, aufwacht. Ohne Erinnerung an sein früheres Leben. In diesem Ort leben weitere Kinder und Jugendliche – alle männlich – die sich so gut es geht mit der merkwürdigen Situation abgefunden haben. Außerhalb der Glade ist ein großes Labyrinth, das nur tagsüber betretbar ist. Jeden Morgen machen sich die Maze Runner – die schnellsten und besten der Gruppe – auf, um einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden. Die Buchreihe wird schlechter, sobald das Mysterium des Labyrinths aufgeklärt wird, was leider viel zu früh passiert.
Ender’s Game – Vorher nie von gehört, fantastisches Buch, das gerade verfilmt wird (wie auch Maze Runner). Ender’s Game erinnert stellenweise an den Film Starship Troopers; in der nahen Zukunft wird die Erde von insektoiden Aliens angegriffen und überlebt knapp durch den Einsatz des Commanders Mazer Rackham (im Film: Ben Kingsley). Als Vorbereitung auf den nächsten Angriff trainiert das Militär die besten und intelligentesten Kinder, die dazu von Geburt an beobachtet werden. Der kleine Ender wird auserwählt und der Leser begleitet ihn durch das harte, menschenverachtende Trainingscamp. Ender wird zu einer gefühlslosen Maschine herangezogen, das Buch spart nicht an Brutalität zwischen den kleinen Kindern und die Frage, die man sich beim Lesen des Buches wohl stellen soll, ist: wie weit darf man gehen, um das Überleben der menschlichen Rasse zu sichern? Darf man Kinder im Grundschulalter zu skrupellosen Kampfmaschinen heranzüchten, die ohne mit der Wimper zu zucken einen präventiven Genozid befehligen würden?
Ready Player One (Review) – Ready Player One ist eine Ode an die 80er und speziell an alles, was mit Videogames zu tun hat. Die Rahmenhandlung spielt in einem dystopischen Amerika, in der sich fast jeder in eine virtuelle Realität flüchtet. Der Erfinder ebendieser hat vor seinem Tod seinen gesamten Besitz dort versteckt und so eine Bewegung gestartet – zahllose verzweifelte Menschen machen sich auf die Suche nach dem “Schatz”, weil sie ihrem ärmlichen, traurigen Leben entkommen wollen. Der junge Wade ist der erste, der nach vielen Jahren des Suchens einen Erfolg verbuchen kann, was die Jagd wieder aufs neue entfacht. Wie immer: Wettlauf gegen die Zeit und so, wer kommt als erstes an und löst alle Rätsel? Sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, wird besser, je mehr Film/Musik/Spiele-Referenzen man erkennt/versteht.
The Hunger Games – Trilogie – Muss man nicht viel zu sagen, kennt ihr. Buch 3 ist ziemlich schlecht, finde ich, die Liebesgeschichte nervt immer mehr und das Ende geht überhaupt nicht. Aber ansonsten ist das eine kurzweilige Reihe, die man schnell gelesen hat. Man kann aber auch einfach auf die Filme warten.
A Dance With Dragons – der aktuelle Band der A Song of Ice and Fire/Game of Thrones-Reihe. Wieder sehr viele Essensbeschreibungen und ausführliche Beschreibungen ewig langer Reisen, viel zu lang, es passiert viel zu wenig, es kommen immer mehr Charaktere und die Lücken zwischen 2 Kapiteln eines Charakters werden immer länger – das übliche George R.R. Martin-Problem. Ich weiß gar nicht, wie ich die über 1000 Seiten geschafft habe. Am Ende wirds spannend, aber dann ist es auch plötzlich vorbei und bis es weitergeht, werden vermutlich wieder 5-10 Jahre ins Land ziehen.
Statistiken:
2012 habe ich 53 Bücher (inklusive Comics gelesen), laut Goodreads waren das insgesamt 12790 Seiten. 2011 waren es 13045, da habe ich allerdings auch sämtliche Game of Thrones-Bücher (bis auf das neuste) gelesen.
Mein Ziel für dieses Jahr ist natürlich, mich zu steigern, bzw. regelmäßiger zu lesen. Empfehlungen nehme ich gerne entgegen.
Cineastischer Jahresrückblick 2012
So, wie üblich kommt hier der Jahresrückblick in Filmform. Da ich kein einziges Mal in einer Sneak war (sad but true), fällt der ein bisschen mager aus (außerdem gucke ich mehr Serien und weniger Filme). Gut, zuerst zu den harten Fakten (die ich dank Letterboxd direkt vor mir habe).
Ich habe dieses Jahr 56 Filme gesehen, davon nur 11 im Kino. Vergleicht man das mit 2009 zum Beispiel, wo ich ganze 42 Mal im Kino war, erkennt man schon einen Trend. Schuld sind unter anderem aber auch die frühen DVD-Releases und so Sachen wie Apple-TV, wo man einen Film wie “John Dies at the End” schon vor dem offiziellen Release gucken kann.
Die meisten Filme habe ich im Dezember geguckt, was unter anderem an einem kleinen Harry Potter-Marathon lag. Ich war in keinem Monat öfters als 2 Mal im Kino.
Die besten Filme, die ich 2012 gesehen habe:
Premium Rush (Review)
The Hobbit: An Unexpected Journey
Seven Psychopaths (Review)
Wreck-It Ralph (Review)
Auch sehr gut:
The Cabin in the Woods (Review)
Drive (Review)
The Dark Knight Rises (Review)
Skyfall (Skyfall)
The Avengers (Review)
The Hunger Games (Review)
Eher enttäuschend fand ich:
Prometheus (Review)
The Man with the Iron Fists (Review)
Das war’s auch schon. Ich freue mich auf ein ereignisreiches Filmjahr 2013 mit hoffentlich nicht ganz so vielen Fortsetzungen und ein paar mehr originellen Filmen.
Ach und: ihr dürft mich gerne auf Letterboxd stalken.
Rewind Youtube Style – 2012 in Videos
Offizieller Trailer zu Star Trek Into Darkness
Film-Review: The Man With The Iron Fists
Das Kurzreview veröffentlichte ich bereits auf Letterboxd, deshalb ist es auf Englisch, sorry.
Imagine you are some rap-dude who gets to fulfill his lifelong dream – to make one of those martial arts-movies he adores for decades. But make it cool and contemporary like Kill Bill and put some Hip Hop in it. Yeah, that sounds like a good idea. You’d think anyone could make a cool martial arts-movie, because they are just per se cool, right? Wrong! RZA can’t.
His first error was to assume that he could write a movie because yeah, he has seen a lot of them, what could be so difficult? (He had some help from Eli Roth whom I don’t appreciate that much, either, to be honest)
His second mistake was to cast himself despite his disability to move any facial muscles which is a small obstacle if one wants to act in a movie.
Then there is the soundtrack. Martial Arts and Hip Hop fit together you say? Maybe in a music video but here it’s just wrong and the songs fit in no way the situations they are played in.
Then we have Lucy Liu. Good old Lucy Liu. She reprises her role from Kill Bill, isn’t that nice?
A nice touch was the slightly overweight Russel Crowe who seemed to have quite some fun with his role. If he hadn’t he is just pro enough to not let it show.
I really don’t know why Quentin Tarantino presented this movie. Has he even seen it? Or did he just think: “Martials arts, Lucy Liu and Pam Grier? Instant like!”?
Don’t get me wrong, I was somewhat entertained by this movie, besides the trashyness. But it wasn’t half as cool as I expected it to be. Even the fights weren’t that spectacular and severed heads and arms impress nobody nowadays. The lack of real coolness in this movie was just sad.
Trailer: Oblivion
Das sieht doch mal wieder nach einem guten Sci-Fi-Thriller aus. Tom Cruise muss die Welt retten – wie immer.
Nach einer Alienattacke, aus der die Menschheit zwar als Sieger hervorging, die die Erde aber nahezu unbewohnbar zurückließ, haben die Menschen die Erde verlassen. Zurück bleiben einige wenige, die ein bisschen aufräumen und das Licht ausmachen, bevor die Erde komplett aufgegeben wird. Darunter der Soldat Jack (Tom Cruise). Doch bald merkt er, dass man ihm einiges verschwiegen hat und die Erde nicht so verlassen ist, wie sie sein sollte. Er rettet eine Frau aus einer Kapsel, die ihn zu kennen scheint und macht sich auf die Suche nach Antworten.
Film-Review: Premium Rush
I like to ride. Fixed gear. No brakes. Can’t stop. Don’t want to, either.
Was kommt einem in den Kopf, wenn man “Filme 2012 mit Joseph Gordon-Levitt” denkt? The Dark Knight Rises? Looper? Aber Joseph ist ein fleißiger Schauspieler, so ein paar Blockbuster reichen ihm nicht. Deshalb hat er mit Lincoln und Premium Rush dieses Jahr mehr geile Filme gemacht, als die meisten Schauspieler in ihrem ganzen Leben. (Lincoln habe ich noch nicht gesehen, aber der Trailer versprach großes.)
Wie kann man die Story von Premium Rush zusammenfassen, ohne jeden sofort abzuschrecken? Schwierig. Ein Film über einen Fahrradkurier in New York City klingt tatsächlich nicht so aufregend. Dass er der beste von allen 1500 Fahrradkurieren in NYC, weil er die besondere Fähigkeit hat, gefährliche Situationen vorherzusehen und Auswege zu finden, reicht auch noch nicht. Interessant wird es erst, als er einen mysteriösen Brief von der Mitbewohnerin seiner Ex-Freundin (Dania Ramirez aus Heroes) abholt und plötzlich ein Kerl (Michael Shannon) hinter ihm her ist, der diesen Brief um jeden Preis in seinen Besitz bringen möchte. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Brief muss spätestens um 7 Uhr an seinem Bestimmungsort sein. Aber wer ist der Gegenspieler und warum will er den Brief so dringend abfangen?

Premium Rush ist aus vielen Gründen der coolste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe. Erstmal sind die Optik, die Stunts und die Kameraarbeit atemberaubend. Mit dem Bike einmal quer durch New York, und wir mittendrin. Genial ist auch die nicht-lineare Erzählweise, die zwar nicht revolutionär ist, hier aber perfekt passt, um die Vorgeschichten der einzelnen Personen zu erzählen, ohne das dauerhaft hohe Tempo des Films zu unterbrechen. Dann ist das Zusammenspiel zwischen Joseph Gordon-Levitt und dem (leicht überzeichneten) “Bösewicht” Michael Shannon so fantastisch, dass es einfach Spaß macht, den beiden zuzuschauen. Einen Bösen zu spielen, den man zwar als Antagonisten wahrnimmt, aber gleichzeitig auch sympathisch findet, ist nicht leicht, Shannon meistert es trotzdem mühelos. (Freue mich schon jetzt auf ihn als Zod im kommenden Superman-Film)
Neben der schnellen, adrenalin-gefüllten Action darf natürlich auch der Humor nicht zu kurz kommen und die ganzen kleinen witzigen Situationen und Sprüche runden das Gesamtpaket ab, so dass Premium Rush zu einem fast perfekten Film wird. Die sentimentale Backstory hätte man sich vielleicht sparen können, trotzdem: vom reinen Unterhaltungswert einer der besten Filme des Jahres für mich.
Wer coole Bike-Action/New York/Joseph Gordon-Levitt mag, muss Premium Rush gucken!
9,5/10


