George Takei an alle verunsicherten Facebook-User

Ständig sind sie verunsichert, die Facebook-Nutzer, immer ändert sich was und wer will das schon? Genau, niemand. Eigentlich hätten wir doch alle gerne wieder das Design der frühen 90er im Internet, damals war eben alles besser und “change is never good”.
Jede Änderung bei Facebook wird von einer Welle neuer “wir wollen das alte Design zurück”-Gruppen begleitet.

George Takei (für die 2 Leute, die es nicht wissen: das ist Sulu aus Star Trek, ihr Trottel!) macht den verunsicherten Gesichtsbuch-Mitgliedern Mut. Und mal ehrlich: wenn ein 74jähriger kein Problem mit dem neuen Design hat, solltet ihr das auch hinbekommen. Also stellt euch nicht so an!

Alibi September 2011

Ali|bi, das; -s, -s [lat. alibi = anderswo, an einem anderen Ort]
(Die tollsten Artikel, die ich in den letzten 4 Wochen verbrochen habe)

Gedanken zu den Bosskämpfen in Deus Ex: Human Revolution und zur Änderung im ersten DLC The Missing Link

Ich hab mich mal mit den Bosskämpfen auseinander gesetzt, die ja für fast jeden irgendwie komisch und unpassend waren. Dabei habe ich in zwei Durchgängen von Deus Ex einen Wandel von “unfair, wenn man auf Stealth spielt” zu “viel zu einfach, wenn man vorbereitet ist” durchgemacht. Im DLC wird der Bosskampf jetzt so sein, wie sie alle hätten sein müssen: man kann schleichen, aus der Entfernung töten, einen non-lethal takedown machen… warum nicht die ganze Zeit so?

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Review: LEGO Harry Potter – Die Jahre 1-4

Vor ein paar Monaten spielte ich LEGO Harry Potter, das Review hob ich dann aber lieber für die artikelärmere Zeit nach der gamescom auf. Auf der gamescom habe ich übrigens auch LEGO HP 5-7 gesehen und freue mich echt schon drauf, besonders die Szene mit den drei Brüdern und dem Elder Wand ist toll umgesetzt. HP1-4 hatte noch ein paar Macken und Glitches, die nie behoben wurden, da die späteren LEGO-Spiele technisch aber besser waren, hoffe ich auf ein perfektes LEGO-Game. Von den “echten” Gamern wird man nur mit einem müden Lächeln bedacht, aber das ist mir egal, mir machen die Games echt viel Spaß und ich liebe Harry Potter, passt also alles zusammen.

Review lesen

Deus Ex – Schmeus Ex

Mittlerweile hat sich meine Meinung geändert, ich spiele Deus Ex: Human Revolution zum zweiten Mal, weil ich ein paar Nebenmissionen verpasst habe und das Pacifist-Achievement nicht bekommen habe :P
Das war auch der Grund, warum ich es damals total doof fand. Man spielt als Pazifist, tötet niemanden und besitzt demzufolge auch keine einzige Waffe und plötzlich steht man vor dem Endgegner, der einem ne Gatling-Gun ins Gesicht hält. Total bescheuert, so viel zum Thema “man kann das Spiel spielen, wie man möchte, man muss niemanden töten”. Das ist das Problem daran, wenn man Spiele vor Release spielt und keiner einen vor sowas warnen kann. Bei zweiten Durchgang war ich vorbereitet und mit den richtigen Augmentierungen (Taifun) sind selbst die Endgegner im höchsten Schwierigkeitsgrad viel zu einfach.
Auch wenn sich meine Meinung seit dem etwas geändert hat: trotzdem meinen Artikel lesen!

Film-Reviews

Ich habe schon wieder ein neues Blog. Jaja, ich weiß was ihr jetzt sagt. Allerdings habe ich auf filmisch.es nie Co-Autoren gefunden, durch eine Gewinnspiel-Zusammenarbeit mit Lars ist dann die Idee für ein neues Blog entstanden, bei dem jetzt auch Sebastian (ehemals “als ich ein Hamster war”) mit am Start ist. Besserer Name, mehr Autoren… alles besser, schaut doch mal vorbei!
So arg viel geschrieben habe ich da noch nicht, da auch noch viel hinter den Kulissen zu tun ist, aber hier ist zum Beispiel ein Review von mir zu Takeshi Kitanos Outrage. Und ich hab mir für euch die (in den USA nicht ganz so) neue Krankenhausserie Nurse Jackie angesehen.
Also schaut vorbei, folgt uns auf Twitter, liked uns auf Facebook und vor allem: kommentiert! Kommentare gibt es da nämlich noch so gut wie gar keine und das macht uns alle ein bisschen traurig :(

Craig Thompson – Habibi

Habibi ist die Geschichte zweier Waisenkinder, die als Sklaven in einer fiktionalen, islamischen Welt zueinander finden und gemeinsam aufwachsen. Dabei ändert sich die Beziehung zwischen ihnen, während sie älter werde. Zuerst nimmt die 7 Jahre ältere Dodola eine Mutterrolle für den kleinen Zam ein, später leben sie wie Geschwister in ihrem Schiff mitten in der Wüste, bis sich in die Beziehung der beiden isoliert lebenden Jugendlichen ein sexueller Aspekt einschleicht, mit dem sie nicht so recht umzugehen wissen. Kurz darauf trennt sich ihr Weg und sie erleben beide eigene Abenteuer, stets die Bibel-Geschichten im Kopf, die Dodola so oft erzählt hat.

Wie auch schon im preisgekrönten Vorgänger Blankets geht es in Habibi hauptsächlich um Religion, Liebe und Sex. Blankets beschrieb biographisch die Jugend Thompsons, seine christliche Erziehung und seine ersten Erfahrungen mit der Liebe und dem anderen Geschlecht. In Habibi setzt Thompson sich mit dem Islam auseinander, erklärt mit vielen kleinen Geschichten, die Dodola erzählt, die Hintergründe der Religion, die Mentalität und legt großen Wert auf die arabische Kalligraphie (Dodola wurde im Alter von 9 Jahren mit einem Kalligraphen verheiratet, der Kopien des Qur’an und anderer Schriften anfertigte. Von ihm lernte sie die Geschichten und die Schrift). Die Graphic Novel übernimmt selbst viel von dem Stil ihrer Erzählung und sowohl Schriftzeichen als auch orientalische Verzierungen schmücken die immer wieder eingestreuten, ganzseitigen Bilder. Ab und zu lösen sauber gezeichnete Architektur-Bilder den sonst so lebendigen Zeichenstil Thompsons ab, was ebenfalls eine tolle Abwechslung darstellt.

Craig Thompson-Fans haben Habibi natürlich längst, wer Thompson noch nicht kennt: kauft euch Habibi, es lohnt sich. Es hat an einigen Stellen seine Längen und der Religions-Quatsch kann ein bisschen nerven, aber was kann man bei dem Preis schon falsch machen? Für momentan 15 Euro bekommt man auf Amazon ein 670 Seiten starkes Buch mit schönem Einband. Für meinen Geschmack ist das schon zu günstig, Thompson hat da glaube ich 7 Jahre dran gearbeitet, wie kann der so Geld verdienen? Was bleibt denn nach den Druckkosten überhaupt noch übrig? Dafür dauert der Versand bei Amazon gerade sehr lange, schaut lieber mal im Comicladen eures Vertrauens vorbei, auch wenn es da ein paar Euro mehr kostet. Das ist es auch wert.

Facebook-Timeline jetzt schon nutzen

Facebook-Timeline? Hä? Was?
Facebook-Timeline ist das neue Facebook-Ding, bei dem alle eure Aktivitäten seit der Geburt in einer Timeline angezeigt werden. Das sieht in etwa so aus:

Wollt ihr das auch? Und zwar, bevor es für alle zugänglich ist? Ich weiß ihr wollt es!

Also, die Schritte müsst ihr befolgen, um die Facebook-Timeline jetzt schon nutzen zu können.

Als allererstes braucht ihr einen verifizierten Developer-Account. Dazu braucht ihr eine funktionierende Handynummer (geht in Deutschland nicht mit allen Providern) oder eine Kreditkarte.
Dann geht ihr auf https://developers.facebook.com/apps und klickt “create new app” (oder was auch immer da steht, wenn ihr Facebook auf Deutsch nutzt)
Gebt bei der App irgendwas ein, das ist egal, schließlich soll die nicht veröffentlicht werden. Klickt dann links auf “Open Graph” und gebt in dem folgenden Feld irgendwas ein.

“Get started” klicken, auf der nächsten Seite irgendwelche der Settings bearbeiten und solange “save changes and next” klicken, bis ihr fertig seid. Wenn ihr jetzt die Facebook-Startseite aufruft, sollte oben eine Einladung zur Facebook-Timeline erscheinen.
Achtung: Sobald ihr die Seite verlasst, habt ihr wieder die normale Ansicht, die Timeline erreicht ihr über http://www.facebook.com/USERNAME?sk=timeline.

Viel Spaß!

Nope! Chuck Testa!

Ich liebe es, neue Memes bei der Entstehung zu beobachten. Das neuste (sofern man das überhaupt sagen kann) beinhaltet einen Tier-Präparator aus Ojai Valley, Kalifornien. Das Low Budget-Werbevideo wurde auf Reddit gepostet und innerhalb von Stunden war ein neues Meme geboren. Das Video selbst hat mittlerweile 3 Millionen Views und in den letzten paar Tagen schießen die Variationen davon wie Pilze aus dem Boden.

Hier erstmal das Chuck Testa-Video:

Hier ein paar Chuck-Testa-Bilder:

Nach kurzer Zeit kamen dann die ersten Leute, die Chuck Testas Kopfbedeckung im Video als Teil einer Nazi-Uniform identifiziert haben, ob das die Verbreitung des Memes verhindern kann, ist fraglich. Wäre mal interessant zu sehen, ob Chuck Testa von der Aufmerksamkeit profitieren konnte. Ich hatte erwartet, seine offizielle Seite würde unter den ganzen Meme-Posts untergehen, sie ist bei Google unter allen 5 Millionen Treffern für “Chuck Testa” aber noch in den Top 10.

5 Jahre Captain Obvious

Andere feiern groß ihren Blog-Geburtstag und ich merke meinen nicht einmal. Im August ist das tolle Captain Obvious-Blog (das nicht immer so hieß) 5 Jahre alt geworden. In den 5 Jahren gab es Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen – namentlich die Null-Bock-warum-lösche-ich-mein-Blog-nicht-einfach-Phasen – vermutlich überwiegen und gerade ist schon wieder so eine Phase. Braucht eine Person, die im Internet nichts privates erzählen möchte, einen Privatblog? Irgendwann fing ich an, in speziellen Blogs über spezielle Themen zu schreiben und ab da ging es hier bergab, die Artikelzahl nahm immer weiter ab, besonders, seit ich hier nichts mehr über Filme und Serien schrieb. Mittlerweile passiert hier bis auf das Projekt Hörsturz so gut wie gar nichts mehr.

Ich könnte das Blog einstampfen, aber im Endeffekt ist es egal, ich habe den Server eh und die Domain kostet 10 Euro im Jahr, schadet also nichts, das Blog für später zu bewahren, vielleicht will ich ja doch mal irgendwas schreiben und es gibt ja hier auch den einen oder anderen Artikel, den ich gerne am Leben erhalten möchte.

Schade eigentlich, so einen negativen Artikel zum Quasi-Geburtstag zu bringen, aber die Wahrheit ist: das Blog dümpelt vor sich hin, genau wie es vor 5 Jahren vor sich hin dümpelte, diesen Monat gab es schon einen ganzen Kommentar hier und unter den letzten 10 Artikeln findet sich ganze drei Mal das Projekt Hörsturz.
Aber ganz sterben lassen werde ich es nie, versprochen.

Make all the Bottleships!!!

Neue Webdienste kommen und gehen und die Tweets mit Invite-Bettelei reißen so gut wie nie ab. Meistens ist das dann irgendein Quatsch, mit dem man sich weniger lang beschäftigt, als man nach einem Invite für den exklusiven Alpha/Beta-Kram gelechzt hat. Ganz anders bei Bottleship.

Der Dienst von Leonard & Sylvia Ritter (auf twitter @paniq & @sylvia_ritter) übt eine Faszination aus, wie ich sie seit Twitter nicht mehr erlebt habe. Im Grunde kann man mit dem kleinen Grafik-Tool nicht viel Sinnvolles machen, aber es macht Spaß und lässt einen nicht mehr los.

Eine Beschreibung ist kaum möglich, da täglich neue Features hinzukommen und Bottleship noch in einer Early Alpha ist, aber ich versuche es mal: bei Bottleship kann man kleine, 16x16Pixel große Bilder erstellen. Andere User können die Bilder nehmen und verändern.
Am besten kann man das mit dem namensgebenden Bottleship erklären, das zu verändern quasi Pflicht ist, wenn man sich bei Bottleship anmeldet. Oben sehr ihr das Original, sobald man da drüber malt, wird eine Kopie in den eigenen Bildern erstellt.

Die Pixelbeschränkung führt natürlich dazu, dass es sehr viele Motive aus Retro-Videogames gibt, aber eigentlich sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Und man muss bedenken, dass die Nutzerzahl noch extrem begrenzt ist – es kommt mir so vor, als würde ich sämtliche Nutzer von Twitter kennen – es wird also bald sicher noch um einiges vielfältiger werden.

Das ist zum Beispiel ein Super Mario, den ich von einer Postkarte “abgemalt” habe:

Aus dem habe ich dann auch direkt einen Luigi erstellt.

Und aus einem Standard-Megaman…

… habe ich einen Ezio, einen Guybrush Threepwood und Batman gemacht.

Aus meinem Batman hat jemand einen Spider-Man gemacht, aus dem ich wieder einen Venom gemacht habe und so geht es immer weiter. Alle meine Picoids (so heißen die Bilder auf Bottleship) könnt ihr euch hier anschauen. Bottleship ist momentan Invite only und ich habe noch ein paar übrig, sagt einfach Bescheid, wenn ihr eine Einladung möchtet!

Projekt Hörsturz Runde 54 – Live-Versionen

Ohne Projekt Hörsturz gäbe es dieses Blog vermutlich gar nicht mehr, hab irgendwie nix zu erzählen bzw. keine Verwendung mehr für ein Privatblog. Also, danke, liebes Projekt Hörsturz, hier die Bewertungen der Live-Runde:

Heywood Banks – Yeah Toast

(von Mars)
Mmmmmmmhhhh… Toast. Cooler Song, auch wenn es eher erzählt und geschrien wird. Wirkt eher wie Sonderrunde “Comedy”, trotzdem schön abgedreht, gefällt mir.
7/10

The Wombats – Techno Fan (Live at Glastonbury 2011)

(von JuliaL49)
Mit den Wombats hatte ich nie viel am Hut. Komisch, denn eigentlich mag ich alles, was ich von ihnen kenne. Die Live-Version überzeugt leider nicht, ich mag es, wenn eine Live-Version ein bisschen was neues reinbringt, das hier ist einfach nur Techno Fan über schlechte Speaker gehört.
6/10

State Radio – Mansin Humanity

(von Michael)
Cool, nice, kennichnich, bitte mehr davon!
9/10

Placebo with Frank Black – Where is my Mind

(von Gondorff)
Ich mag den Song. Ich habe keinen blassen Schimmer, wer Frank Black ist, trotzdem gut, allerdings schlechter als im Original, finde ich.
6/10

Blood Red Shoes – Surf Song

(von Konzertheld)
Singt da keiner? Und was hat das mit Surfing zu tun?
4/10

Talk Talk – Chameleon Day / Living in Another World (Live at Montreux)

(von dehkah)
5/10

Primus – Tommy The Cat (live at Hangover Fest 2011)

(von beetFreeQ)
Ist das aus dem Seinfeld-Soundtrack? Not my cup of tea, though, sorry.
3/10

Madsen – Nachtbaden

(von Dr. Borstel)
Bäh… Deutsch…
Wobei, Madsen gehen ja eigentlich
Wobei, das ist ja mehr Geschrei als Gesang
5/10

Andrew Bird – A Nervous Tic Motion of the Head to the Left

(von Kristin)
Schööööööönnnn… Streicher…. nur der Refrain passt da nicht rein.
9/10

Robert Rodriguez/Chingon – Malagueña Salerosa

(von David)
Robert Rodriguez, Y U NO MAKE MORE MUSIC AND LESS SHITTY MOVIES? Seriously, an der Gitarre ist Senor Rodriguez doch echt tausend mal besser als hinter der Kamera. Ich finde den Song extrem kraftvoll und der Sänger ist einfach genial. Dann noch Quentin Tarantino, wie er seinen Kopf zufällig ins Bild schiebt – toll.
10/10

Bonussongs

Airbourne – Born To Kill

(von cimddwc)
Highway to he… nee, doch nicht. Nix für mich, das sollte in den bisherigen Runden Projekt Hörsturz ja klar geworden sein.
Zum Glück zählt die Wertung ja eh nicht.
0/10

Florence and the Machine – Drumming Song

(von Ulf)
Erst dachte ich: hui, Florence and the Machine. Aber dann wollte mir zu dem Song nichts einfallen, ging auf einer Seite rein und auf der anderen raus, ohne in der Mitte auch nur irgendeinen Eindruck zu hinterlassen.
3/10

Karnivool – Simple Boy

(von Fabian)
Cool
7/10

Review: Outrage

Filmplakat © Capelight

Takeshi Kitano liefert üblicherweise alles andere als massentaugliche Standardkost, sieht man mal von dem weltweit beliebten Takeshi’s Castle ab. Seine Filme sind für westliche Zuschauer eher gewöhungsbedürftig, dass er sich selbst gerne als Hauptdarsteller einsetzt, macht die Sache auch nicht unbedingt besser.

Outrage ist wieder ein klassischer Kitano, in dem es hauptsächlich um den Kampf von Yakuzas untereinander und gegen die Polizei geht, eines seiner Lieblingsthemen. Der japanische Mafia-Film handelt in erster Linie von Intrigen innerhalb der Yakuza-Familien in der Kanto-Region in Japan. Die kleineren Familien bekämpfen sich untereinander, die Ober-Familie versucht zu schlichten oder spielt die Familien insgeheim gegeneinander aus, alles sehr kompliziert und schon nach kurzer Zeit sehr verwirrend. Verwirrend wirkt das vor allem, weil hier die gesamte Der Pate-Trilogie auf Japanisch in einen Film gepackt wurde. Allerdings habe ich Outrage auch auf Japanisch mit Untertiteln geschaut, schon die Tatsache, dass ich mir von niemandem den Namen merken konnte, sorgte für ausreichend Verwirrung auf meiner Seite.

© Warner Bros.

So schrecklich wichtig ist die Story eigentlich gar nicht, Kitano sagt selbst, er habe sich einen Haufen ausgefallener Tötungsmethoden ausgedacht, um die herum er letztendlich die Story aufgebaut hat, er sagt also quasi selbst, dass die Handlung nebensächlich ist. So aufregend waren die Tötungsszenen dann aber doch nicht. Zusammen mit den wirren Intrigen, bei denen sich alle gegeneinander ausspielen lassen und keiner so recht weiß, wer da jetzt gerade auf wessen Seite ist, ist Outrage ein eher mittelmäßiger Gangsterfilm, mit dem Kitano es nicht so recht gelingt, an vergangene Yakuza/Polizei-Streifen wie Brother oder Hana-Bi heranzukommen. Ein großes Manko ist auch jedes Mal, dass Kitano sich unbedingt selbst in der Hauptrolle sehen muss. Er mag ein guter Regisseur sein, ein besonders guter Schauspieler ist er nicht. Er kann noch so oft seine mimiklose Schauspielkunst als eigenes Stilmittel verteidigen, meiner Meinung nach ist ein nahezu stummer und regungsloser Schauspieler kein guter. Schaue ich asiatische Gangsterfilme, muss ich immer den Vergleich mit John Woo-Filmen und dem charismatischen Chow Yun-Fat in der Hauptrolle denken, Kitano liefert mit Outrage quasi genau das Gegenteil. Wenige, kurze Tötungsszenen ohne viel Action und Hauptdarsteller, die sich gegenseitig in Regungslosigkeit überbieten sollen mögen ein beabsichtigtes Stilmittel sein, können den Zuschauer aber dennoch stören. Und so bleibt Outrage ein eher mittelmäßiger Yakuza-Streifen, der nicht so ganz an die alten Höhen Kitanos heranreichen kann.

Trailer:

DVD-Start: 26.08.2011

Verleih: Office Kitano, Warner Bros.

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