#ausmistyourlife

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allgemein

Minimalist Mantra

Ich habe zu viel Kram. Das weiß ich nicht erst seit heute. Zu viel Kram, den ich anhäufe, sammle, niemals brauche. Bei Umzügen habe ich mich immer wieder von Gegenständen getrennt, dennoch hab ich viel zu viel. Bei meinem letzten Umzug belegten Bücher und DVDs die Hälfte meiner Umzugskartons. Muss das sein? Von Büchern habe ich mich größtenteils getrennt, ich habe einen kindle. Für mich selbst habe ich die Regel aufgestellt, mich von allem zu trennen, das nicht in eine der folgenden Kategorien fällt.

a) brauche ich es regelmäßig? Werde ich es jemals wieder gucken/lesen/benutzen?
b) hat es einen hohen, emotionalen Wert für mich? (Man darf auch unpraktische Dinge aufbewahren)
c) ist es wichtig oder wertvoll oder könnte es mal werden?

Auch hier muss man immer abwägen. Menschen zum Beispiel, die Spielzeug für ihre eigenen Kinder später 30 Jahre oder länger aufbewahren, damit man es später nicht neu kaufen muss… finanziell gesehen ist das meistens Quatsch. Ich habe jetzt mehre Monate viele Dinge von mir zwischengelagert und bin dann mit ihnen umgezogen. Finanziell wäre ich günstiger weggekommen, hätte ich alles verscherbelt und neu gekauft. (IKEA-Möbel einzulagern lohnt sich so gut wie nie, wenn man dann noch in eine andere Stadt zieht, zahlt man wahrscheinlich noch drauf.)

DVDs kaufe ich oft, einfach, weil ich den Film mal sehen will. Zum einmaligen Gucken. Warum soll ich die aufbewahren? Bei Büchern dasselbe. Klar gibt es die 2-3 Bücher, die ich öfters lese, aber man weiß bei Büchern sehr genau, wenn man sie nie wieder anfassen wird. Und dann nehmen sie nur Platz weg. Filme kann man mittlerweile auch gut “on demand” schauen, auch die muss man sich nicht ins Regal stellen. Warum macht man das? Um Besuch zu beeindrucken? Das ist mir nun wirklich egal.

Nach eifriger Überlegung komme ich vorerst auf folgende Dinge, von denen ich mich trennen möchte: (Fotos und Details folgen). Schaut am besten regelmäßig vorbei, da kommt bestimmt noch was dazu.

(nur damit man sieht, um welche Versionen es geht. Die Konsolen sind natürlich auch drin und voll funktionstüchtig, inkl. allem Zubehör)
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Wii (die hier. Natürlich inkl. Originalverpackung und allem Zubehör)

PS3 Slim 250GB (reserviert)
Elgato Game Capture HD
Google Chromecast

und von folgenden DVDs (sehr guter Zustand, teilweise auch noch eingeschweißt)

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Appaloosa
King Arthur
Departed – Unter Feinden
Aviator
The Warlords (Jet Li)
Flyboys – Helden der Lüfte
Snakes on a Plane (Steelbook mit Magneten)
Hotel Ruanda
Identität
Into the Blue
Zatoichi – der blinde Samurai (reserviert)
Alpha Dog
Königreich der Himmel
16 Blocks (Steelbook)
Protegé
King Kong (der von Peter Jackson)
Sherlock Holmes (der mit Robert Downey Jr.)
No Country For Old Men
8 Blickwinkel
Peter Pan (mit Jason Isaacs aus Harry Potter)
Gwyn – Prinzessin der Diebe (mit Keira Knightley)
Dead Space – Downfall
American Gangster
Alatriste (mit Viggo Mortensen)
Cypher (Cube-Nachfolger)
Die Mumie – das Vermächtnis des Drachenkaisers
Nie wieder Sex mit der Ex (mit Jason Segel(Marshall aus HIMYM)
Der Ghostwriter (Steelbook. Mit Ewan McGregor)
Narnia – der König von Narnia (im Pappschuber)
Azumi – die furchtlose Kriegerin
House of Fury
Kill Zone
Die Tiefseetaucher (von Wes Anderson, Regisseur von Grand Budapest Hotel)
Prison on Fire I + II (Pappschuber, eingeschweißt)
Red Cliff (eingeschweißt)
Jackie Chan – Stadt der Gewalt
Irgendwann in Mexico
Duelist
Bottle Shock (mit Alan Rickman und Chris Pine)
Operation: Kingdom
Jackie Chan Master Edition (Pappschuber. Eingeschweißt)
WuJI – die Reiter der Winde (TV-Movie DVD)
Rush Hour 2
Jackie Chan – die Schlange im Schatten des Adlers
Letters From Iwo Jima
Flags of our Fathers
Tristan & Isolde (mit James Franco)
Gullivers Reisen (mit Jack Black, Emily Blunt, Jason Segel, Catherine Tate und Chris O’Dowd)
Der Name der Rose
Code 46 (Pappschuber, eingeschweißt)
Blood Diamond
Dragon Wars
The Veteran
Transformers (Pappschuber)
Bittersweet Life (Steelbook)
Skinwalkers (Steelbook)
Der Ja-Sager (mit Zooey Deschanel!!!)
Be Cool (Steelbook)
Der Nebel (Steelbook)
Superman Returns (Steelbook)
Rush Hour 3
Hangover (eingeschweißt)
Goyas Geister (Natalie Portman!!!!)
Hitman
The Korean Job (Pappschuber, eingeschweißt)
Smokin’ Aces (Steelbook)

Bei Interesse: Kommentar hier oder Mail an zeugs@captain-obvious.de
Ich hab’s nur schon mal wegen der Filmliste veröffentlicht, Details zum Rest folgen. Preise überlege ich mir noch, aber wenn jemand mehrere nimmt, freut mich das natürlich und dann denke ich mir auch einen besseren Preis aus.

Short Story Collab #3: Mut

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SSC / Writing

Thema für Mai : #04: “virtuelle Realität” (1. – 31. Mai)

Aprilbeiträge:

- Bianca
- Lucas
- Steffi

Es war bereits nach 23 Uhr, als Martin den Twentyfourseven-Markt, einen Block von seiner Wohnung entfernt, betrat, “nur mal kurz Kippen holen” zu gehen. In erster Linie hatte er die dicke Luft Zuhause nicht ertragen. Seine Frau war krankhaft eifersüchtig und die harmlosen Fotos von der letzten Grillparty im Büro hatten mal wieder gereicht, um sie auf die Palme zu bringen und ihm Affären mit sämtlichen weiblichen Mitarbeitern zu unterstellen. Wenn möglich flüchtete er vor solchen Auseinandersetzungen und kehrte zurück, wenn sie sich etwas beruhigt hatte. Die heutige Flucht führte ihn in besagten Supermarkt, wo er nun geistesabwesend durch die Gänge ging, um möglichst viel Zeit totzuschlagen. Als er gerade nach einem Eis im Tiefkühlfach griff, vernahm er von vorne laute Stimmen aus dem sonst leeren Markt. Er konnte gerade noch einen Blick auf zwei Gestalten erhaschen, die sich mit Schal vor dem Gesicht und Kapuzenpulli – der eine in rot, der andere in blau – amateurhaft vermummt hatten.

Mit den Händen tief in den Taschen der Hoodies vergraben, standen die beiden vor dem Kassierer, einem älteren Herrn asiatischer Abstammung, dem sichtlich unwohl in seiner Haut war. Er brabbelte aufgebracht auf die beiden ein und gestikulierte wild.
“Halt die Klappe und rück einfach die Kohle raus”, rief einer der beiden, während sein Kumpel im blauen Kapuzenpulli sich nervös umsah. Martin duckte sich rechtzeitig hinter ein Regal, um nicht gesehen zu werden. Aus seiner geduckten Position konnte er die beiden Täter durch das Regal beobachten, bis ihm eine Bewegung in den Augenwinkeln auffielt. Er war doch nicht alleine in dem Laden.

Auf der anderen Seite des Hauptganges hockte eine junge Frau, sichtlich eingeschüchtert und verängstigt, mit dem Rücken an ein Chipsregal gekauert. Sie schien ihn nicht bemerkt zu haben und schaute apathisch auf das Regal gegenüber. “So lange wir unten bleiben und still sind, ist alles gut”, redete er sich leise zu, während er erneut zum Tresen lugte. Der rote Pulli war mittlerweile verschwunden, ebenso der Kassierer. Martin vermutete die beiden im Hinterzimmer, auf der Suche nach einem Tresor oder ähnlichem. Der blaue Pulli stand weiterhin vor der Kasse und sah sich immer wieder nervös um.

“Den Typen könnte ich ohne Probleme überwältigen”, dachte Martin. “Und wenn dann der andere aus dem Hinterraum kommt, kann ich ihm auflauern.” Er spann den Gedanken weiter, bis er sich sicher war, jedes erdenkliche Szenario durchgegangen zu sein. Mit Adrenalin vermischte Zuversicht pumpte durch seinen Körper, er sah sich schon in den Lokalnachrichten als Helden gefeiert werden. Ein leises Wimmern riss ihn aus den Gedanken. Die Frau einen Gang weiter hatte er fast vergessen. Plötzlich war er sich nicht mehr so sicher, ob sein Plan so durchdacht war. Wenn etwas schief ging? Wenn die beiden wirklich Schusswaffen bei sich trugen und unerwartet losschießen? Er würde nicht nur sich selbst in Gefahr bringen. Er hatte das Gefühl, seit Minuten die Luft angehalten zu haben; er atmete tief durch, ließ die Anspannung aus seinem Körper weichen und sich zurück gen Boden sinken. Er wartete ein paar Minuten, bis nichts mehr zu hören war, sah hinter seinem Regal hervor, ob die Luft rein war und ging zu der Frau ihm gegenüber rüber, um zu sehen, ob sie okay war. Dann sah er vorne nach dem Kassierer und fand ihn im Raum hinter der Kasse bewusstlos am Boden liegen. Martin zückte sein Handy, verständigte die Polizei und half dem alten Mann auf, der langsam wieder zu sich kam. Minuten später waren Sirenen zu hören und eine Stunde später war er endlich auf dem Heimweg. Ohne Zigaretten.

Am nächsten Tag war sein Foto nicht in den Nachrichten zu sehen, dafür waren sie aber auch alle unversehrt und das war gut so. Seiner Frau erzählte er nichts und die Beschimpfungen, die er sich wegen seiner langen Abwesenheit mitten in der Nacht anhören musste, ließ er still über sich ergehen.

Short Story Collab #02 – Zeitreisen

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SSC / Writing

Zeitreisen sind doof, wer hat sich dieses Thema bloß ausgedacht? Hätte ich eine Zeitmaschine, reiste ich nun 4 Wochen zurück und hinderte mein früheres Ich daran, dieses Thema zu nehmen. Aber es gab doch ein paar Teilnehmer und das freut mich. Ich selbst habe mich sehr schwer getan und auf Papier gut ein Dutzend Entwürfe angefangen in alle möglichen Richtungen. Da gab es politische-Zeitreise-Dystopien, wo böse Leute aus der Zukunft in der Vergangenheit Menschen ermorden, um ihre Macht zu festigen, es gab eine Heist-Story, die aufgegeben wurde, weil das Thema zu komplex für eine Kurzgeschichte schien… die Geschichte, die es nun geworden ist, ist irgendwie ähnlich der letzten von mir und das ärgert mich. Ich wäre gerne vielseitiger und würde komplett unterschiedliche Geschichten schreiben, aber ich bin einfach nicht gut in das Thema reingekommen und habe dann das erste niedergeschrieben, was in meinem Kopf zumindest teilweise von vorne bis hinten Sinn ergab. Am Ende lief mir auch die Zeit (pun intended) davon.

Thema für April : #03: “Mut” (1. – 30. April)

(Ihr dürft auch gerne immer noch weitere Themenvorschläge machen und Kritik äußern, ob ihr lieber konkretere Themen hättet)

Andere Teilnehmer:

Märzbeiträge:
- Bianca
- Torsten
- SpielerDrei
- Lucas
- Linda

Doctor Who Blink

Mein Beitrag zum Thema Zeitreisen: Read More

Review: Snowpiercer

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Filme / Filmkritiken / Review

Wenn eine Comicverfilmung (oder generell eine Buchverfilmung) ins Kino kommt, kann ich nicht anders, als mir die Vorlage zu Gemüte zu führen, bevor ich den Film sehe. Im Falle von Snowpiercer hat der Film nichts mit der Vorlage zu tun, warum das aber ausnahmsweise nicht schlimm ist, führe ich später aus.

Snowpiercer_posterKurz zum Comic: 1983 erschien aus der Zusammenarbeit des Autors Jacques Lob und dem Zeichner Jean-Marc Rochette der erste Band der Trilogie (bei Amazon kaufen), Le Transperceneige, 1999 und 2000 – nach dem Tod Lobs – veröffentlichte Rochette zwei Fortsetzungen. In den Büchern geht es um den titelgebenden Schneekreuzer, einen Zug mit 1000 Wagen, der seit einer Klimakatastrophe unaufhaltsam über die gefrorene Erde fährt. Seine Insassen: die letzten Überlebenden der Menschheit. Der Zug selbst war vor der Katastrophe ein Luxuskreuzfahrtzug, weshalb er teilweise luxuriös eingerichtet ist und dafür ausgelegt, sich über längere Zeit selbst zu versorgen. Als es zu der Klimakatastrophe kam, wurden schnell weitere Waggons angehängt, in die Flüchtlinge wie Tiere eingepfercht wurden. In den kommenden Jahren wurden die Bedingungen im abgegrenzten, hinteren Bereich schnell schlechter und so bleiben Versuche, in den vorderen Bereich vorzudringen oder gar die Macht über den Zug zu übernehmen, nicht aus. Der Comic erzählt die Geschichte eines Mannes namens Proloff, dem die Flucht aus dem hinteren Ghetto gelingt und der sich nun durch die zweite Klasse, vorbei an den Luxuswaggons bis zur Lokomotive kämpfen will, um der Ungerechtigkeit ein Ende zu bereiten.

Der Film Snowpiercer hat bis auf Grundelemente wie den Zug oder das Klima nichts mit dem Comic gemein. Es gibt Luxuswagen und es gibt die hinteren Waggons, die wie ein Ghetto sind, das mit starker Hand vom Militär überwacht wird. Seit 17 Jahren leben die Menschen eingeengt in den hinteren Wagen, der einzige Kontakt nach vorne entsteht durch die regelmäßigen Lieferungen von wabbligen Proteineinheiten, die von Soldaten verteilt werden. Aufstände gab es viele, weit gekommen sind sie nie. Als wieder einmal Soldaten nach hinten kommen und unter Aufsicht von Mason (großartig gespielt von Tilda Swinton) kleine Kinder mitnehmen, bringt das das Fass zum Überlaufen und Curtis (Chris Evans), der quasi-Anführer im hinteren Ghetto, der sein halbes Leben im Zug verbracht hat, sieht endlich die Zeit für Rache gekommen. Zusammen mit seinem Protegé Edgar (Jamie Bell) und dem alten Gilliam (John Hurt), der frühere Aufstände angeführt hat, planen sie sorgfältig ihren Angriff. Unterstützung bekommen sie dabei von einem anonymen Freund aus den vorderen Abteilen, der Nachrichten in den Essensrationen nach hinten schmuggelt. Curtis ist sich sicher, dass die Soldaten keine Munition mehr haben und so planen sie, sie bei der nächsten Essensausgabe zu überwältigen, den Techniker, der die Türsicherungen entworfen hat (gespielt vom Koreaner Song Kang-ho. Gut 10-20% des Films sind auf Koreanisch), aus einer Zelle im nächsten Wagen zu befreien und mit dessen Hilfe bis ganz nach vorne zum ominösen Wilford vorzudringen und die Lok unter ihre Kontrolle zu bringen.

Snowpiercer

Snowpiercer hat nicht viel mit der Vorlage zu tun, das ist in dem Fall aber nicht schlimm. Fasziniert von der Idee eines unaufhaltsam fahrenden Zuges, in dem sich ein Abbild unserer Gesellschaft in einem kleinen, geschlossenen Ökosystem befindet, hat Regisseur Bong Joon-ho seine eigene dystopische Welt erschaffen. Sein Snowpiercer ist actionlastiger, blutiger, überdrehter – aber ohne unnötige Brutalität rein um der Brutalität willen. Die Kämpfe auf engem Raum sind mit geschicktem Einsatz von wechselndem Licht und Schatten fantastisch in Szene gesetzt. Zwischendurch bahnen sich unsere Protagonisten ihren Weg durch verschiedene Waggons, die teilweise an Surrealität kaum zu überbieten sind. Da kommt man blutverschmiert aus einem Gemetzel und findet sich plötzlich in einem Schulwagen wieder, in dem Kinder von einer fanatischen Lehrerin alles über die Lokomotive und ihren Erschaffer, Wilford, lernen.
“Die heilige Maschine beschützt uns alle. Und wenn sie anhält, was passiert dann?”
“Wir werden alle sterben!”
Untermalt wird ihre Gehirnwäsche von Portal- oder Fallout-ähnlichen Informationsfilmchen, die die Geschichte der ewig fahrenden Lokomotive erklären. Auch wenn es keine 1000 Wagen wie im Comic sind, Abwechslung gibt es genug, von der Sushipause zum Partywagen, von der Schule ins Aquarium – es gibt wenig, was es in diesem Zug nicht gibt. Aber wird es am Ende auch die erwünschten Antworten geben? Wird sich die Mühe und das Blut und die Opfer gelohnt haben?

Snowpiercer, das ist eine Action-Sci-Fi-Drama-Dystopie in einem Zug, der seit 17 Jahren im Kreis durch die ganze Welt fährt, während die restliche Menschheit tot ist. Gepaart mit einem Aufstand der unterdrückten Unterschicht… was kann man noch mehr verlangen? Ich weiß nicht, wie dieser doch eher unbekannte Regisseur es geschafft hat, diese großartigen Schauspieler an Bord zu holen – alle Rollen sind hier perfekt besetzt. Allen voran Tilda Swinton, die mit ihrer unhübschen Verkleidung und ihren Ticks die bisher beste Performance abliefert. Zumindest verglichen mit allen Filmen, die ich von ihr kenne. Chris Evans mit düsterer Miene und ebenso düsteren Haaren passt ebenso perfekt auf die Rolle des Anführers, der eigentlich keiner sein möchte, wie Jamie Bell in die Rolle seines jungen Schützlings, der um ihn herum wuselt und zu ihm aufblickt. Überraschend und von mir lange Zeit unerkannt: Luke Pasqualino (Skins, Battlestar Galactica: Blood & Chrome, The Musketeers) als stummer Martial-Arts-Assassine… kurz: hier passt eigentlich alles. Snowpiercer läuft erst im Juni in den USA an und hat trotzdem schon seine Kosten reingeholt (in Korea lief er schon, in Deutschland dann ab dem 3. April) – alles Zeichen dafür, dass es sich bei Snowpiercer um einen genialen Streifen handelt, den ihr euch ansehen solltet.

Snowpiercer Trailer:

Short Story Collab #01 – Winter

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SSC / Writing

Mein Beitrag zum ersten Thema Winter:
(alle anderen Beiträge)

Winter.
England.
A cold and starless night.
“Snow everyhwere”, he thought. “In the air, on the streets. On my face.”
It has been days since the last bombs fell.
“But something always seems to fall down on me”, he thought, instantly feeling bad for that thought. He shouldn’t complain about a bit of snow, instead he should be glad that it wasn’t anything else. That he was even here to experience what under other circumstances he would describe as a beautiful night.
As he kept walking, he passed a shop window, colourful decorated with christmas lights and figures; a round-bellied Santa, reindeers, the sleigh… it was all there. This year he hated it more than ever, but he understood why people needed it.

With the crunching his feet made being the only noise disturbing the white and peaceful scenery around him he kept trudging through the snow that grew higher every minute. Absentmindedly he walked on, turned a corner and bumped into another person.
“Uhm, I’m sorry…”, he stumbled, took a quick look and added, “…Miss.” He turned his eyes back to the ground and started to walk away, when he realized that the woman he ran into was crying. Slowly he turned around and cleared his throat a few times to make the young woman aware of his presence.
“Is everything okay, Miss?”
She seemed to notice him for the first time. While she stared at him with blank eyes he observed the person opposite of him. She looked as if she was in her early twenties, rather well-off, by the looks of her clothes and was – he must admit – quite pretty, despite the fact that her eyes were all red and puffy.
One more time he tried to get her attention.
“Are you alright?”
She still didn’t seem to hear him.
“Miss?”, he touched her arm, she blinked and looked him in the eyes.
“Hm, oh – sorry”, she forced a smile. “Sorry, yes, I’m quite alright, thank you.”
“Well…”, he felt a bit awkward, normally he avoided talking to people on the street, just like everybody else.
“You don’t seem alright to me.”
“I mean.., you are crying after all”, he added.
Again he saw a smile on her face, this time it didn’t look forced. “Nothing important, really. Ridiculously unimportant, compared to what’s happening around us.”
“The war, yes, terrible thing, but not much we can do about it, is there?”
They just stood there for a bit in awkward silence.
“Well, uhm, it’s late, I probably should be heading home”
“Shall I accompany you?”, he tossed in, blushing a bit.
“That’s really not necessary”, she said, and instantly felt bad and added, “but I could use a hot drink, I’m really freezing.”
He scanned the surrounding streets in his head for a suitable location and a while later they ended up in a small pub just a few streets away.
Two strangers with nothing in common except for the fact that both of them were wandering through the snowy streets alone at this specific night.
After a few drinks they went for a walk and ended up at the frozen Thames. Talking. Forgetting everything around them as the snow turned the city into a quiet and peaceful place. Not a single sound disturbed the calm as they continued walking while the snow kept piling up around them.
After what seemed to be an eternity, they saw each other off on an intersection from which she took a cab back home (at least he assumed that’s where she went), he kept on walking until the first light of a new day destroyed the white idyll around him.
Noises arose, the streets were getting busy and the pure white snow turned into ugly brown mud.
Wet and freezing, he directed his steps towards home.

A few days later the war was suddenly over and everything went back to normal. Keep calm and carry on. If there’s one thing British people are extremely good at, it’s pretending everything’s okay.
As much as it bothered him, he eventually did the same. What other option did he have?

The girl from that night he never saw again. He caught himself taking walks around the area where they both met or finding other excuses to be there more often than usual.
Spring came, and as the last snow melted away, with it his memory of her face faded away, too.

Thema für März : #02: “Zeitreisen” (1. – 31. März)

Andere Teilnehmer:

Februarbeiträge:
- Bianca
- Lin
- Torsten
- SpielerDrei
(alle hier in den Comments)
- David
- Manuel
- Steffi
- Lucas

Addendum: ein paar Worte zu der Geschichte und der Aktion als Ganzes. Fragt mich nicht, warum ich die auf Englisch geschrieben habe. Ich habe einfach das Wort “Winter” im Kopf gehabt, alles andere kam von selbst. Beim Schreiben habe ich das zuerst geplante Ende abgeändert, musste dann den Anfang ebenfalls anpassen… ja, sicher nicht mein bestes Werk. Hoffentlich. Aber das alles hier soll ja auch als Übung dienen. Ein bisschen komisch ist das ja doch, sowas von sich im Netz zu veröffentlichen und sich der Kritik auszusetzen.

wie erging es euch denn mit dieser ersten Aufgabe? Von ein paar weiß ich, dass es ihnen schwer fiel, für andere war es ganz leicht. Wie fandet ihr das Thema? Sollte es spezifischer sein? So allgemein bleiben? Hat es euch geholfen, eine Vorgabe zu haben? Wollt ihr mehr Vorgaben? Schreibt mir doch eure Erfahrungen. Und Wünsche für die Zukunft. Und Themenvorschläge. :)