Neuer Serienstoff
Es ist Sommer. Prison Break ist komplett zu Ende, LOST war letztens das Finale von Staffel 5, Smallville hat Pause, bei Legend of the Seeker kommt nächste Woche die letzte Folge der ersten Season.
How I Met Your Mother, Big Bang Theory, Dollhouse, Simpsons… alles pausiert gerade.
Da musste ich die Gelegenheit ergreifen und mal ein paar neue Serien testen.
Roommates
Roommates ist ein bisschen eine Mischung aus Friends, How I Met Your Mother und The Big Bang Theory.
Der bisher nicht erfolgreiche Schauspieler Mark trifft seine Highschool-Liebe Katie. Die sucht zufällig gerade ein Roommate für ihre WG, Mark, der bei Thom auf der Couch schläft, sucht eine Wohnung und möchte sich die Chance natürlich nicht entgehen lassen.
Der Unterschied zu Friends ist eigentlich, dass alle – Mark, Katie, Hope und James – in einer Wohnung wohnen. Ab und zu kommt dann noch der abgedrehte Thom vorbei, gerne auch über die Feuerleiter durchs Fenster.
Mark bekommt von dem Frauenhelden James die ganze Zeit mehr oder weniger gute Ratschläge, wie er bei Katie vorgehen soll, und er verrückte Thom mischt sich auch gerne ein.
Hope, die ebenfalls mit den beiden zusammen wohnt, war bis vor kurzem erfolgreiche TV-Executive, wurde gefeuert und arbeitet jetzt im Coffee-Shop, wo sie den Kunden auch mal gerne Kaffee statt Tee gibt, ist ja auch ein heißes Getränk.
Thom ist der Barney der Serie (naja, halb. Die Frauen kriegt James ab), der für die lustigen Catch-Phrases sorgt.
Mark: Why do you always say that?
Thom: It felt like a “bam” moment.
Mark: It wasn’t.
Hat irgendwie alles, was eine lustige Serie braucht. Habe erst ein paar Folgen geguckt, finde es aber doch schon ziemlich gut.
Die erster Season endete Anfang Mai nach schon 13 Episoden, eine weitere wird es wohl leider nicht geben.
(Weshalb die Erwähnung hier wohl sinnlos ist, habe ich selbst aber erst gelesen, nachdem ich den Text bis hierhin geschrieben hatte)
GRΣΣK
GRΣΣK/GREEK sieht eigentlich aus, wie eine typische College-Comedy. Nur ist es eben eine Serie.
Zum Titel (der eigentlich GRΕΕK lauten müsste) muss man wissen, dass das man das System der Fraternities und Sororities an amerikanischen Universitäten mit “Greek System” bezeichnet (Obwohl soror und frater lateinische Wörter sind).
Rusty ist hochintelligent, etwas geeky, Freshman an der Cyprus-Rhodes University und möchte einer Fraternity beitreten, um das “richtige Leben” kennen zu lernen. Seine Studienkollegen verbringen ihre Zeit nämlich mit Roboterkämpfen, was er nicht so toll findet.
Seine ältere Schwester Casey ist eine der beliebtesten Mädels an der Uni und hohes Tier in ihrer Sorority. Am Anfang freut sie sich gar nicht darüber, dass ihr kleiner Bruder bei ihr auftaucht und sie um Rat bittet, doch mit der Zeit verbessern die ungleichen Geschwister ihre Beziehung.
Statt in Evans (Caseys Freund) angesehener Bruderschaft einzusteigen, entschließt sich Rusty für die Party-Fraternity, die zufälligerweise von Caseys Exfreund Cappie angeführt wird.
In dem Pilotfilm und der ersten Folge geht es hauptsächlich – neben der Einführung der Charaktere natürlich – um die erste Woche, in der die “Pledges” das “Hazing” der Bruderschaften über sich ergehen lassen müssen, um richtig aufgenommen zu werden.
Gleichzeitig die Aufgaben in den Vorlesungen zu machen, und sich mit einer Schwester, mit der man quasi nie geredet hat, und einem Extrem-Christen als Roommate, rumzuschlagen, verspricht genug Stoff für ein paar gute Folgen.
Greek zeigt das Leben an der Uni einerseits aus Sicht von Rusty, andererseits aus Sicht seiner Schwester Casey, die sich durch die Ankunft der semi-berühmten Rebecca Logan in ihrer Machtposition innerhalb der Sorority bedroht fühlt. Dazu kommt natürlich noch, dass Rebecca in der ersten Nacht, dem “rush” (so viele neue Wörter: sich für Bruder/Schwesternschaften zu bewerben, nennt man “rushing a fraternity/sorority”, danach ist man ein “pledge” und muss das “hazing” überstehen) mit Caseys Freund Evan rumgemacht hat.
Greek läuft zur Zeit in den USA in der zweiten Staffel (die zweite Hälfte ab August), ob die Serie auch in Deutschland zu sehen sein wird, weiß ich leider nicht.
Weiterer Punkt auf der Plus-Seite: Titelsong und viele andere Songs in der Serie kommen von den Plain White T’s.
Breaking Bad
Breaking Bad ist eine Dramaserie, die man mir empfohlen hatte. Dass es ein Drama ist, wusste ich vorher aber nicht.
Die Geschichte dreht sich um den Chemilehrer Walter, der erfährt, dass er Krebs hat und nicht mehr lange leben wird, und der, inspiriert durch seinen Schwager bei der Drogenfahndung, beschließt, sein eigenes Chrystal Meth zu produzieren und zu verkaufen.
In der Hauptrolle ist Bryan Cranston zu sehen, den man z.B. als Teds Boss aus How I Met Your Mother oder als den Vater in Malcolm in the Middle kennt.
Da habe ich nur die erste Folge gesehen, weiß noch nicht, ob ich das weitergucken werde. Kann mir nicht so recht vorstellen, was da in drei Staffeln alles passieren soll.
Was ich noch testen will
Chuck wollte ich mir mal ansehen, Two and a half men ist vermutlich auch ganz witzig.
Parks & Recreation hat mich ebenfalls nach einer Folge nicht überzeugen können (trotz – oder wegen – Amy Poehler).
Party Down fand ich ebenso witzlos.
Von Fringe möchte ich gar nicht erst anfangen.
Komisch eigentlich, bis zu diesem Jahr kannte ich bis auf Scrubs und Friends überhaupt keine Comedy-Serien.
Was empfehlt ihr mir noch?
Gibt es eigentlich irgendwann mal wieder Sci-Fi-Serien? Caprica nächstes Jahr ist vermutlich der einzige Lichtblick für einen alten Sci-Fan-Fan?