Captain Obvious

I'm the Doctor

Ich und mein kindle

Schon länger dachte ich über die Anschaffung eines kindle nach, mein größtes Problem dabei war, zu entscheiden, welches Modell ich möchte. Mit Tastatur? Ohne? Auf den kindle fire warten oder ihn importieren, um ein richtiges Tablet zu haben? Oder doch den normalen kindle mit Touchscreen?

Die allgemeinen Vorteile eines kindle liegen (für mich) auf der Hand: keine riesigen Büchersammlungen mehr, die viel Platz wegnehmen und im Endeffekt nutzlos sind. Wofür hat man denn ein Bücherregal, außer damit der gelegentliche Besuch davor stehen und man sich am anerkennenden Raunen ergötzen kann? Wie viele Bücher liest man denn tatsächlich erneut? In meinem Fall eher wenige. (Das trifft auf die DVD-Sammlung übrigens ebenso zu)
Dann wäre da noch der Aspekt, dass man Bücher leicht transportieren kann. Beispiel: vor ein paar Monaten war ich in London, meinen dicken Game of Thrones-Band wollte ich auf keinen Fall mitnehmen, der musste also vorher ausgelesen werden. Band 5 als Hardcover mit 1000 Seiten? Da bekommt man ja sonst nix mehr ins Handgepäck. Und selbst im Alltag nervt es, das Buch z.B. im Bett liegend zu halten oder mitzunehmen, um es an der Straßenbahnhaltestelle zu lesen. Ein kindle ist immer gleich groß und gleich schwer, egal was drauf ist. Und sobald man mal mehrere Bücher dabei haben will, lassen sich die Vorteile nicht mehr leugnen.

kindle im Bücherregal

Die Entscheidung, welcher kindle es sein sollte, fiel dann doch gar nicht so schwer. Die “normalen” glänzen vor allem durch das E Ink-Display, wodurch der Text fast wie auf Papier gedruckt aussieht, und die lange Akkulaufzeit (bei normaler Nutzung mindestens eine Woche, angegeben sind 3-4 Wochen, wenn man täglich nur eine halbe Stunde liest), der kindle fire fiel also schnell raus. Da hat man dann zwar einen Farb-Screen, was für Comics/Graphic Novels gut wäre, allerdings kein E Ink-Display und keine lange Akkulaufzeit mehr.

Dann gibt es den normalen kindle noch mit und ohne Tastatur. Letztendlich habe ich mich für das geringe Gewicht und die geringere Größe und gegen die zusätzliche Tastatur entschieden. Wie oft braucht man die denn schon? Klar, auf dem kindle ist ein Browser und die Nutzung des kindle shops wäre damit einfacher, aber das kommt ja eher alles selten vor.

Schließlich gibt es die kindles noch mit 3G oder nur mit WLAN. 3G ist Quatsch, man kann zwar überall kostenlos mit Amazons Whispernet neue Bücher laden, was im Urlaub ganz nett sein kann, aber da kann man auch einfach gut planen und genügend Bücher zu Hause laden. Zur Not hat ja eigentlich jedes Hotel WLAN oder zumindest einen PC mit Internetzugang in der Lobby, der Aufpreis für 3G lohnt sich in meinen Augen auch nicht.
Also: der aktuelle kindle ohne Tastatur, ohne Touchscreen, ohne 3G muss her.

kindle ausgeschaltet

kindle ausgeschaltet

angeschalteter kindle mit ein paar kostenlosen Klassikern

angeschalteter kindle mit ein paar kostenlosen Klassikern

Der kindle wiegt gerade mal 170g und ist mit seinen 16,6cm*11,4cm (8,7mm Höhe) angenehm klein, aber zum Lesen genau richtig. Auf die 2GB internen Speicher passen über 1000 ebooks, man kann aber auch einfach mal welche löschen, da die ja eh im Amazon Konto hinterlegt sind und jederzeit neu geladen werden können (unendlicher Speicher in der Amazon Cloud). Der kindle ist somit leichter als die meisten Taschenbücher und kann tatsächlich ohne Probleme in einer Hand gehalten werden, auch über dem Gesicht, auf dem Rücken liegend. Tasten zum Vor- und Zurückblättern sind auf beiden Seiten, lassen sich auch bei einhändiger Nutzung gut mit dem Daumen bedienen.

Ein weiterer, großer Vorteil sind die zahlreichen kostenlosen ebooks, die es für den kindle gibt. Sämtliche Klassiker kann man so laden. Goethe, Dickens, Shakespeare, Doyle, Defoe – Klassiker der deutschen Literatur oder alles, was im Buchhandel bei den Penguin Classics steht – alles kostenlos. Schenkt euren Kindern also zur Einschulung (eher zum Wechsel in die weiterführende Schule) am besten einen kindle, die meisten Bücher, die man in der Schule lesen muss, gibt es darauf umsonst.
Wo wir gerade beim Preis sind: normale ebooks neuer Bücher sind leider oft noch zu teuer. Keine Druckkosten, keine Versandkosten, keine Lagerung, kaum Verwaltungsaufwand und dann will Amazon für das ebook eines neuen Romans manchmal nur ein paar Cent weniger als für die gebundene Ausgabe inklusive Versand? In einzelnen Fällen sind die ebooks sogar teurer gewesen, das darf echt nicht sein.
George R.R. Martins A Song of Ice and Fire: A Dance with Dragons kostet als gebundenes Hardcover 13,95, als ebook 12,39. Kein großer Unterschied, zeitweise war das ebook sogar teurer.

Der Preis vom Gerät muss natürlich auch bedacht werden. 99 Euro für das Gerät, um dann vielleicht 1-2 Euro pro Buch zu sparen. Hier muss man überlegen, ob sich das lohnt, ob einem die anderen Vorteile des Geräts das wert sind und vor allem, ob es einen stört, alte Bücher, die man bereits besitzt, nicht automatisch als kindle-Version bekommen zu können. Denn das wäre wirklich ideal, könnte ich meine Büchersammlung irgendwie auf den kindle bekommen und den Papierkram dafür entsorgen.

Weitere Funktionen

Der kindle erlaubt nicht nur Amazon ebooks, man kann ihn einfach an den PC anschließen und dann alles mögliche draufziehen. Oder sich per Mail an seine kindle-Mailadresse schicken. Word-Dokumente, PDFs… geht alles, sieht nur dann nicht so gut aus, wie Bücher im speziellen ebook-Format. (unterstützte Formate: Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung)

Dorian Gray als ebook auf dem kindle

Dorian Gray als ebook auf dem kindle

Best of Smashing Magazine-PDF auf dem kindle

Best of Smashing Magazine-PDF auf dem kindle

Ebooks füllen immer den gesamten Screen, ändert man die Schriftgröße, wird der Text angepasst und es befinden sich einfach weniger Zeichen auf jeder Seite. Bei PDFs kann man nur die ganze Seite zoomen und muss dann mit dem Cursor hin- und herschieben, um alles lesen zu können. Als PDF-Reader z.B. für die Uni ist der kindle tatsächlich weniger geeignet.

Der Browser

Alle schimpfen auf den Browser, der von Amazon aber ganz klar als “experimentelles Feature” gelistet wird. Schlecht ist der aber nicht, die einzigen Mängel, die ich entdecken konnte, lassen sich auf die Beschränkungen des kindle zurückführen. Der hat keinen Farbscreen, keine Maus/Touchsteuerung und – in meinem Fall – keine Tastatur. Die Steuerung ist mit den Cursor-Tasten schwierig, aber dafür kann der Browser nix. Wer höhere Ansprüche an den Browser auf so einem Gerät hat, dem ist glaube ich eh nicht mehr zu helfen. Man kann Webseiten aufrufen, die sehen ganz normal aus, man kann scrollen, zoomen, kommentieren klappt auch, nervt nur wegen der fehlenden Tastatur. Aber wie häufig will man schon einen Browser auf so einem Gerät mit s/w-Monitor und ohne Touchscreen benutzen? Wer was besseres will, soll auf den kindle fire warten oder sich den kindle touch holen. Der Browser ist nur ein Zusatzfeature, in erster Linie soll man Bücher auf dem Ding lesen, nicht im Internet surfen. Wer ein Tablet will, muss ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

Zockwork Orange auf dem kindle

Fazit

Ob man einen ebook-Reader braucht oder nicht, muss jeder selbst für sich entscheiden. Größter Vorteil für mich ist die Tatsache, dass man seine Regale nicht mehr mit hunderten Büchern vollstellt, die keinen wirklichen Nutzen haben, da man vielleicht 1% davon wirklich erneut rausholt und nochmal liest. Ich zumindest weiß ganz genau, was ich nochmal lesen werde und was ich mir nie wieder anschauen werde. Platz- und Preisersparnis sind weitere Vorteile, ersteres besonders auch für unterwegs. Ein großer Nachteil: man kann Bücher nicht einfach mal verleihen. Oder alle paar Jahre mal einen großen Haufen verkaufen (z.B. bei Amazon Trade-In, um sich von dem Erlös dann einen kindle zu kaufen). Die Preise der ebooks sind nur wenig kleiner als die der richtigen Bücher, man kann sie aber weder verleihen noch nach dem Lesen verkaufen, für Amazon ein riesiges Geschäft, die Gewinnspanne eines ebooks ist viel größer und der lästige Gebrauchtmarkt wird eingedämmt.

Wer aber darüber nachdenkt, einen ebook Reader zu kaufen, sollte den kindle nehmen. Das Angebot von Amazon ist riesig, es gibt Unmengen kostenloser Bücher und das Gerät ist wirklich unübertroffen. Im Vergleich mit den Geräten, die man so in Buchhandlungen sieht, ist der kindle mit seinem schmalen Metallgehäuse in der Verarbeitung edler und stabiler und etwas Vergleichbares zum E Ink-Display habe ich sonst auch nirgends gesehen. Bei mir hat der kindle mittlerweile einen festen Platz auf dem Nachttisch und für unterwegs kommt er in die Innentasche meiner Jacke.
Ich hab meinen kindle auf jeden Fall schon nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen und will nicht mehr ohne, ab jetzt müssen keine Bäume mehr für mein Lesevergnügen sterben.

kindle bei Amazon kaufen

17 Responses to Ich und mein kindle

juliaL49 says: Samstag,7. Januar 2012 at 15:09

Ha, genau, außer für die Bewunderung von Besuchern nutzt man sein Bücherregal nicht! Ich hab ja schon von 7 auf 3 Reihen verkürzt und kaufe (fast) nur noch für Kindle.

Die Preise fallen in den nächsten Jahren, da bin ich hoffnungsfroh und bis dahin kann ich von Shakespeare und den Kindle Deal of the Day (englische Bücher) leben :)

Es ist nur schade, dass z.B. Spezialliteratur und/oder von kleinen Verlagen kaum etwas für den Kindle zu haben ist. Ich denke da an Doctor Who, wo es so viel zu lesen gäbe. Aber immerhin habe ich die ganzen alten Target Novels als PDF :)

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Konna says: Samstag,7. Januar 2012 at 15:22

Der Kindle ist super, mein Vater hat einen zu Weihnachten bekommen und wir sind alle ziemlich begeistert von dem Ding. Die 99€ lohnen sich definitiv.

Ein kleiner Tipp für das Lesen von PDF- und Doc-Formate usw.: Mit dem kostenlosen Programm Calibre kann man die in besser unterstützte Formate umwandeln. Und gleichzeitig seine Sammlung verwalten. Vielleicht taugt es dir ja. :)

Antworten
David says: Samstag,7. Januar 2012 at 15:44

Ah cool, das mit dem Calibre probiere ich mal.
Und dann tippe ich alle meine Bücher ab, um die in digitaler Form auf dem kindle zu haben ;)

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Fabian says: Samstag,7. Januar 2012 at 18:15

Calibre ist absolute Pflicht.

Ansonsten toller Bericht, der sich ziemlich genau mit meinen Überlegungen deckt. Meine Papierbücher möchte ich aber dennoch nicht wegwerfen, auch wenn ich just eben aus Platzgründen einen ganzen Stapel in den Keller verbannt habe. Rühr ich vermutlich nie wieder an, hm.

Mit dem PDF-Reader wär ich aber nicht ganz so streng, um mal ein Paper für die Uni zu lesen ist der durchaus fair enough. Schlimm wird es aber, wenn das PDF im Prinzip nur ein Container für hochauflösende Bilder (gescannte Seiten) ist. Dann braucht mein Kindle 3G schon mal eine Minute zum Blättern, das ist dann echt unbrauchbar

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juliaL49 says: Samstag,7. Januar 2012 at 18:26

@Fabian: Verkauf doch deine Bücher :) Habe ich auch gemacht (Angebote über werzahltmehr) und es gibt ein gutes Gefühl, sowohl dass die Bücher nicht nutzlos rumstehen als auch dass der nächste Umzug leichter wird.

Henry says: Mittwoch,11. Januar 2012 at 12:30

Ohne calibre wäre das Kindle tatsächlich weinger gut nutzbar! So kann man auch andere Formate konvertieren. Blöderweise kann auch calibre nicht nicht die DRM-epubs der Berliner Bibliotheken nutzbar machen – da muss ich mir weiterhin die Papierausgaben ausleihen.

David says: Samstag,7. Januar 2012 at 18:40

Kann ich verstehen, ein paar Bücher will auch nicht hergeben, z.B. mein Die unendliche Geschichte mit 2-farbiger Schrift, das Buch hab ich in meiner Kindheit und Jugend bestimmt 10 Mal gelesen. Aber viele Bücher, besonders aktuellere, haben überhaupt keinen Wert für mich, die können auch gut weg. Würde ich so an Büchern hängen, ergäbe der kindle ja gar keinen Sinn. Mein Vater hat noch ein Huckleberry Finn, das er zur Kommunion (?) bekommen hat, meine Eltern haben einen großen Originalband von Wilhelm Busch (aka. die erste Graphic Novel der Welt), sowas behält man natürlich. Aber die 40 Terry Pratchetts in billiger Taschenbuchausgabe könnten schon weg, die reichen digital. Oder die Harry Potters usw., da hänge ich jetzt nicht so an der Papierform, dass ich die unbedingt im Regal haben muss, da geht es mir nur um den Inhalt.

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Kristin says: Samstag,7. Januar 2012 at 18:50

Ich bin ja immer noch unschlüssig, ob ich mir wirklich einen Kindle kaufen soll. Eigentlich sind die Vorteile ganz klar, aber ich sehe zwei Probleme:

- Wie Julia bereits angesprochen hat, gibt es sehr nischige Literatur oft nicht als E-Book. Es wäre doch schade, auf viele tolle Bücher so verzichten zu müssen bzw. den Kindle dann häufiger nicht nutzen zu können.

- Das viel größere Problem ist aber, dass ich ziemlich weit im Voraus kaufe. Ständig bestelle ich mir Bücher, weil ich Lust habe, sie zu lesen, und dann komme ich nicht hinterher. Aktuell habe ich locker noch 20 Bücher, für die ich bestimmt noch ein Jahr ohne Kindle bräuchte. Eine Alternative wäre ja, diese Bücher als pdf im Netz zu suchen. Das hab ich aber bereits probiert und da ist bei den meisten Titeln einfach nichts zu machen. :/

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juliaL49 says: Samstag,7. Januar 2012 at 19:48

@Kristin: Ha, das mit dem Vorrat kenne ich. Habe mich aber bis Weihnachten gesputet, um die 12 Bücher noch abzuarbeiten. Ganz hat es nicht geklappt, aber ich bin beim drittletzten.
Was ich mit den Büchern mache, die ich unbedingt lesen möchte, die es aber eben nur in Papierform gibt (und wahrscheinlich auch nur geben wird), da muss ich mir noch was überlegen. Suche hat bei mir nämlich auch eher weniger ergeben ;)

Lin says: Samstag,7. Januar 2012 at 20:58

Sehr schöner Bericht und das Foto mit den Büchern und dem Kindle oben drauf ist toll.

Ich persönlich habe mir vorher noch nie Gedanken über das Kindle gemacht, sehe aber die Vorteile. Irgendwie brauche ich aber den Anblick von Büchern im Regal und mag es etwas in der Hand zu haben und es durchblättern zu können. Bis jetzt war es immer normal ein Buch mit sich rumzutragen und ich bin eher der Typ, der ein Buch ließt und dann erst mit dem nächsten anfängt, also auch immer nur eins braucht (abgesehen von den Uni-Büchern). Wahrscheinlich ist es eine Gewöhnungssache. Noch sammle ich meine Bücher zu gerne und stelle so dann stolz in mein Regal, das würde mir fehlen.

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David says: Samstag,7. Januar 2012 at 21:08

Ach Linda, warte mal ab, bis du umziehst und merkst, dass die Bücher durch ihr Gewicht 30% deiner gesamten Kisten füllen :D
Außerdem mangelt es irgendwann an Platz, man fängt an, Sachen in zweite Reihe oder auf den Speicher zu stellen, das bringt’s ja alles nicht.

Zu der Anzahl: noch nie 2 Wochen am Strand irgendwo gelegen und gelangweilt? Bei mir ist’s auch lange her, aber in so Zeiten kann ich schon 5 Bücher lesen. 5 Game of Thrones sind ca. 30cm hoch und vermutlich 2 Kilo schwer, finde da einen kindle angenehmer. Und man kann das Gerät generell besser mit einer Hand halten und umblättern. Ganz besonders schöne Bücher werde ich mir auch weiter so kaufen, wenn ich aber weiß, das will ich nur fix in ein paar Tagen lesen und danach interessiert es mich nicht mehr, dann reicht mir das ebook.

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Lin says: Sonntag,8. Januar 2012 at 8:56

Ja, sehe ich ja ein und werde es beim Umzug vermutlich auch feststellen.

Und wie du schon gesagt hast, auch ich finde es sollte die eBook Version kostenlos dazu geben (oder wenn es sein muss zu einem geringen Aufpreis), wenn man sich dann ein Buch holt, weil man es schön findet und es sich doch ins Regal stellen will.

Was mich auch noch interessiert ist, wie zuverlässig ein Kindle bei langem Gebrauch ist. Wenn du am Strand liegst und es plötzlich nicht mehr funktioniert hast du das gleiche Problem. Kann bei einem Buch nicht passieren, außer man verliert es oder es fängt Feuer ;) .

hmans says: Samstag,7. Januar 2012 at 22:11

Ich wurde damit nicht warm. Bücher, die nicht im Regal rumstehen sollen, verkaufe oder verschenke ich.

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David says: Samstag,7. Januar 2012 at 22:43

Ja, hatte ich ja mitbekommen. Aber außer dem Sammeleffekt gibt es für mich eigentlich nichts, was für die gedruckte Version spricht. Abgesehen von optisch besonderen Büchern, wie in deinem Artikel, wo es ja noch sehr subtil ist. Die unendliche Geschichte, Foers Tree of Codes, House of Leaves – das sind da gute Beispiele, ich sage ja auch nicht, dass ich komplett auf Bücher verzichten will, 95% der Literatur, die ich konsumiere, konsumiere ich aber nur wegen des Inhalts, da bin ich froh, wenn es günstiger ist, weniger wiegt und nach dem Lesen keinen Platz wegnimmt oder ich jemanden finden muss, dem ich es schenken kann (was gar nicht so einfach ist, Band 1 von Game of Thrones wollte ich loswerden, nachdem ich den 4er Schuber kaufte, wollte aber niemand haben). Gibt tatsächlich viele Sachen, die niemand geschenkt will, hab da schon öfters was auf Twitter angeboten.

Der Idealfall wäre, dass ich alle Bücher bei Amazon kaufe und wenn ich sie gedruckt kaufe, die kindle Version kostenlos dazu bekomme.

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Michel says: Mittwoch,18. Januar 2012 at 14:18

Schon allein wegen den engl. und deut. Klassikern lohnt sich das Teil ja. :)

Aber eine andere Frage:
Was hast du für Zubehör dazu gekauft?

Antworten
David says: Mittwoch,18. Januar 2012 at 19:34

Ich habe überhaupt kein Zubehör zum Kindle. Wüsste auch nicht, was man außer einer Hülle braucht. Da suche ich noch, die offizielle für 50% des Kindle-Preises finde ich dann doch etwas überteuert.

Antworten
Svenja says: Donnerstag,19. Januar 2012 at 23:52

@ Julia und Kristin: Leider bin ich erst heute über den Blog und eure Kommentare gestolpert, aber ich habe – wenn auch nach einiger Suche – ein bisschen “nischige” Literatur gefunden, die es im pdf-Format bzw. online komplett und kostenlos zu lesen gibt. Ich bin mal so frei und verlinke die Bücher hier.

1. Zwei Seemänner sitzen in Barcelona und essen einen Albatros.
Ein 1991 im ambitionierten Gatza-Verlag veröffentlichter Band mit herrliche skurrilen Kurz- und Kürzestgeschichten. Sehr zu empfehlen. Gibt’s als pdf, mobi und epub unter:
http://www.zulu-ebooks.com/ind.....038;cid=12

2. Callasbox 2.0
Eine preisgekrönte Geschichte bzw. ein kleiner Roman von Andreas Louis Seyerlein. Literarisch sehr gut und mit einem feinen Soundteppich untermalt, der das ganze Szenario perfekt zur Geltung bringt.
http://etkbooks.com/edition/callasbox

3. Francis Nenik: xo
Ein vor kurzem publizierter Roman, der in der Druckversion aus über 800 losen Blättern besteht und in einer Art Schubert liegt. Laut dem Autor kann man die einzelnen Kapitel verschieben (oder es zumindest probieren.) Online kann man das Buch kapitelweise durcheinanderlesen. Ich habe bisher nur das Exposé und die ersten 150 Seiten geschafft, aber was ich gelesen habe, hat mir gefallen. Stilistisch ziemlich virtuos. Wer’s kürzer mag, findet auf der Seite auch ein paar reichlich seltsame Short Stories (auf Deutsch und Englisch), z.B. über einen Jungen, der sich für Uruguay hält.
Alles unter: http://www.the-quandary-novelists.com/

Ich hoffe, da ist was für euch (und natürlich auch alle anderen) dabei.

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