Captain Obvious

I'm the Doctor

Hellboy II: The Golden Army

Johann Krauss: Suck my ectoplasmic Schwanzstücke!

Dass ich den ersten Hellboy nicht mochte, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht.
Auf den zweiten habe ich mich schon ein wenig gefreut, denn zumindest optisch versprach der Trailer eine immense Verbesserung zu Teil 1.
Die 19 Millionen Dollar mehr im Budget (Wikipedia) machen sich doch bemerkbar.

Hellboy II: The Golden Army fängt erstmal ziemlich albern an. Abe und Manning laufen durch das Gebäude des BPRD um alle möglichen “lustigen” Geschehnisse mit Monstern im Hintergrund zu zeigen. Ziemlich überflüssig und erinnert stark an Men in Black.
Dann kommt noch ein neues Teammember dazu. Johann Krauss aus Deutschland. Ein körperloser, ektoplasmischer Geist, der in einem Schutzanzug durch die Gegend läuft. Den finde ich, wie alle Nebencharaktere in Hellboy, ziemlich dämlich.

Die Story: vor langer Zeit erschuf ein Goblin-Schmied für Balor, den König der Elfen, eine goldene Armee. 70 mal 70 unbesiegbare Kreaturen, die immer auf den hören, der die Krone trägt. Die Armee wollte Balor nutzen, um sein Volk vor den Menschen zu schützen, die sie schon mal angegriffen haben.
Doch die Maschinen sind seelen- und gnadenlos und Balor möchte sie nach dem zweiten Krieg loswerden. Daher schließt er einen Pakt mit den Menschen: sie leben in Frieden nebeneinander, dafür gibt er die Kontrolle über die Armee ab.
Die Krone wird in drei Teile geteilt. Eines erhält Balors Tochter Nuada, eines behält er und eines bekommen die Menschen.
Balors Sohn Nuada war gegen den Pakt und verschwindet ins Exil. (Man hätte die Krone und die Armee auch vernichten können, denn wenn man sie ohne Einwilligung seiner einzigen möglichen Feinde nicht benutzen kann, ist sie etwas sinnlos)

Hellboy: Aw, crap!

Auf einer Auktion im Amerika unserer Gegenwart bringt Nuada, der seinem Volk wieder die Herrschaft über die Welt ermöglichen möchte, einen Teil der Krone in seinen Besitz. Durch das Gemetzel (von Zahnfeen angerichtet) bei der Auktion wird natürlich das BPRD auf Nuadas Vorhaben aufmerksam.
Indes versucht Nuada seinen Vater von dem Vorhaben zu überreden, damit dieser ihm seinen Teil der Krone und die Karte zum Standort der Golden Army aushändigt. Balor weigert sich und bezahlt mit seinem Leben, doch Prinzessin Nuala flieht und fällt Abe und Hellboy in die Arme, die sich auch gerade in der geheimen Stadt unter der Brooklyn Bridge aufhalten.

Tom Manning: I suppress each photo, cell phone videos, each one costs me a fortune, and then they show up on Youtube… God, I hate Youtube!

Aber auch im Hauptquartier der BPRD ist Nuala nicht lange vor ihrem Zwillingsbruder sicher, denn sie teilen Gefühle und Gedanken und er kann sie so finden. Er entführt sie, verletzt Hellboy und macht sich zum geheimen Standort der Golden Army auf, den er durch Nualas Karte finden kann. Ihr Kronenstück hatte sie versteckt, das soll Abe finden und ihm bringen, dann würde er Hellboy von der magischen Speerspitze in seiner Brust befreien und Nuala nichts antun (was er eh nicht kann).
Sie reisen also alle nach Irland und finden mit Hilfe eines Goblins den Eingang zu der unterirdischen Stadt. Außerdem führt der Goblin sie noch zum Todesengel, der Hellboy von der Speerspitze befreien kann.

Sie treffen auf Nuala und Nuada und Abe händigt Nuada den fehlenden Teil der Krone aus, in der Hoffnung, er ließe Nuala und sie alle dann frei.
Doch der denkt nicht daran, ruft stattdessen die Golden Army und befiehlt ihnen, Hellboy, Liz, Krauss und Abe zu vernichten.
Die Armee ist allerdings unzerstörbar, außerdem sind es 4900 mechanische Soldaten; selbst für Hellboy zu viel.
Er fordert Nuada zu einem Duell um die Krone heraus, wer gewinnt, dürfte ja klar sein.

Hellboy: Industrable, my ass.

Zum Schluss kündigen alle beim BPRD und Hellboy und Liz überlegen sich, wo sie am besten ihre Kinder großziehen wollen, denn wie der rote Dämon kurz zuvor erst erfahren hat, ist sie schwanger. Hat ein bisschen was von Shrek 3.

Optisch ist der Film wirklich hervorragend umgesetzt. Besonders in der geheimen Stadt unter der Brooklyn Bridge wimmelt es von zahlreichen Monstern, die allesamt sehr aufwändig gestaltet wurden, selbst wenn sie nur kurz im Hintergrund zu sehen sind.
Für Johann Krauss hätte man vielleicht doch lieber einen Deutschen nehmen sollen. Thomas Kretschmann war del Toros erste Wahl, wurde nachträglich aber durch Seth MacFarlane ersetzt (Zitat imdb: When Johann speaks German it is generally nonsense, and sometimes the grammar is incorrect).
Ansonsten ist Golden Army um Längen besser als sein Vorgänger, ein netter Fantasy-Film, teilweise etwas albern. Obwohl ich Pan’s Labyrinth nicht gesehen habe, erinnern mich die Monster hier irgendwie zu sehr an eben diesen Film von del Toro.
Achja, wieso kann Abe eigentlich ohne sein Gerät überleben? Wie atmet der?

Positiv hervorheben könnte man noch die Musik von Danny Elfman. Muss man aber nicht, denn der ist immer grandios. Außerdem noch dabei: Rammstein und Barry Manilow (Can’t smile without you).

Hellboy II: The Golden Army (Hellboy II – Die goldene Armee) kommt in Deutschland am 16. Oktober in die Kinos.
Mit dabei sind Ron Perlman als Hellboy, Selma Blair als Liz Sherman, John Hurt als Hellboys “Vater” Professor Trevor ‘Broom’ Bruttenholm, Doug Jones (Fantastic Four, Silver Surfer, Men in Black II) als Abe/Chamberlain/Angel of Death, John Alexander und James Dodd als Johann Krauss und Seth MacFarlane als Stimme von Johann Krauss (sowas finde ich ja auch überflüssig) und zu guter letzt 80er Jahre Boyband-Star Luke Goss (Bros – When will I be famous) als Prinz Nuada.

2 Responses to Hellboy II: The Golden Army

Boff says: Donnerstag,6. November 2008 at 18:14

Ich habe neulich den ersten Teil auf Pro7 gesehen. Wobei gesehen gelogen wäre, nach einer halben Stunde habe ich abgestellt – das war ein absoluter, grandioser Miststreifen.

Es wundert mich schon ein bisschen, dass Teil 2 besser sein soll, im Kino werde ich ihn mir aber trotzdem nicht ansehen. Vielleicht wenn er im Fernsehen kommt…

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David says: Donnerstag,6. November 2008 at 18:15

Teil 1 fand ich auch immer recht doof. Bei Teil 2 war das Budget größer, weshalb er zumindest optisch überzeugen kann.
Muss man aber wirklich nicht im Kino gesehen haben.

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