Harry Potter and the Half-Blood Prince
Harry Potter and the Half-Blood Prince ist der sechste Film aus der Reihe und der zweite, bei dem David Yates Regie geführt hat. Besonders auffällig ist, dass sich Half-Blood Prince (obwohl bei allen Harry Potter-Filmen der selbe Drehbuchautor am Werk war) noch viel weniger an die Vorlage hält, als alle bisherigen Filme, die ja auch immer schon sehr viel weggelassen haben.
So wurden z.B. die Erinnerungsszenen mit dem Pensieve (Denkarium?) bis auf 2 Stück weggelassen, viele Personen tauchen einfach gar nicht auf und das Ende ist komplett anders, angeblich, um Wiederholungen zu vermeiden und weil bestimmte Szenen (die Beerdigung) nicht zum Rest des Filmes gepasst hätten.
Im Allgemeinen passiert irgendwie bis auf jede Menge kleiner Liebesgeschichten und ein bisschen Quidditch gar nicht so viel in dem Film.
Ich hätte mir eine düstere Verfilmung mit Focus auf der Entwicklung Tom Riddles gewünscht. War der Wandel Tom Riddles zum nasenlosen Oberbösewicht Voldemort nicht die zentrale Story im Buch?
Helena Bonham Carter und Alan Rickman schaffen es allerdings, den Film doch noch sehenswert zu machen. Ralph Fiennes als Voldemort ist nicht zu sehen, dafür sein Neffe (mit dem bescheuerten Namen Hero Fiennes-Tiffin. Der Bruder heißt Titan) als junger Tom Riddle.
Fans müssen sich den Film natürlich ansehen, alle anderen können es auch gut bleiben lassen, man verpasst sicherlich kein filmisches Meisterwerk.
Half-Blood Prince (Harry Potter und der Halbblutprinz) läuft seit gestern im Kino.
