Funny People – Wie das Leben so spielt

by David on September 12, 2009

Funny People
Ein Hoch auf den Verantwortlichen für diesen deutschen Titel. Mal wieder. Was ist los mit den Leuten? Egal.

Funny People ist eine Dramödie/Dramedy, also ein witziges Drama. Quasi. In den Hauptrollen Adam Sandler und Seth Rogen als Comedians, die sich also irgendwie selbst spielen.
Wie man am Cast eigentlich schon leicht sehen konnte, führte Judd Apatow Regie, Funny People unterscheidet sich allerdings in einigen Punkten von einer typischen Apatow-Komödie (Knocked Up, The 40-Year-Old Virgin, You Don’t Mess With The Zohan), auch wenn sich das nicht vollkommen verleugnen lässt. Meine Theorie ist ja, dass Apatow extra weniger Fäkal- und Genitalhumor eingebaut hat,weil seine Kinder mitspielen und den Film dann ja sicher auch sehen dürfen.

Ira (Seth Rogen) und sein Mitbewohner Leo (Jonah Hill) träumen von einer Karriere als Comedian und hoffen bei ihren Auftritten im örtlichen Comedy-Club auf den großen Durchbruch. Eines Abends tritt der aus zahlreichen mittelmässigen Comedy-Filmen bekannte George Simmons im Club auf und alle sind ganz aus dem Häuschen, weil sich der große George Simmons zu so etwas hinab lässt. Besonders Ira, da George ihm auf dem Parkplatz noch sagte, dass er ihn gar nicht so unwitzig fand.

Leo: If you put ‘Cute Kittens’ in the title of your video, you will have a million hits, then you can put that as a link to your standup.
Ira Wright: Why not just put ‘Megan Fox giving a blowjob’?

George hat am gleichen Tag erfahren, dass er vermutlich bald an einer seltenen Krankheit sterben wird und plötzlich packte ihn die Lust, ein Publikum mit seiner Stimmung entsprechendem, düsteren Humor zu unterhalten.
George möchte seinen Lebensstil als zurückgezogen lebender Filmstar im Angesicht des nahenden Todes ändern und stattdessen wieder wie zu Beginn seiner Karriere mehr Stand-Up machen. Dazu heuert er Ira als Schreiber und persönlichen Assistenten an. Zuerst ist Ira die einzige Person, die von Georges Krankheit weiß, doch schließlich spricht er doch mit anderen darüber, unter anderem mit Laura, seiner ehemaligen Verlobten, was die beiden wieder näher zusammen bringt.

Leo: I just came back from the new Harry Potter movie. Harry’s getting old. They should start calling him Harold Potter.

Wie das so mit Menschen ist, die glauben, nicht mehr lange zu leben zu haben, will George sein Leben ändern und seine Fehler rückgängig machen. Dazu gehört natürlich auch, sich mit der Ex-Verlobten zu versöhnen. Dem steht nicht nur Lauras Mann (Eric Bana mit ganz fiesem, australischem Akzent), sondern vor allem Georges Persönlichkeit im Weg.
Am Ende kriegen sich Laura und George zwar nicht, dafür gibt es ein bromantisches Happy End zwischen George (der mittlerweile geheilt ist) und Ira.

Die Story ist manchmal ein bisschen wirr und Apatow scheint nicht so richtig zu wissen, wo er mit dem Film hin möchte. Das mag ein Grund dafür sein, warum er so lange braucht. Trotzdem gibt es ein paar bewegende Momente und jede Menge lustige Sprüche (wenn man auf den typsichen Sandler/Rogen/Apatow-Humor steht, i.e. Witze, die sich grundsätzliche um menschliche Ausscheidungen oder Genitalien drehen, mag.) von Rogen, Sandler und den zahleichen Gaststars, von denen ich außer Eminem eigentlich keinen kannte.
In weiteren Rollen sind neben Eminem noch Jason Schwartzman (I Heart Huckabees, Rushmore, The Darjeeling Limited), RZA (vom Wu-Tang Clan), Jonah Hill, Leslie Mann, Eric Bana, Sarah Silverman, Ray Romano, Justin Long, Aziz Ansari (Scrubs, Parks and Recreation, I Love You, Man) und ein paar Comedians, die ich nicht kenne, zu sehen.

Funny People heißt bei uns Wie das Leben so spielt und ist ab dem 17. September im Kino zu sehen.

★★★★☆

2 comments

Also der australische Akzent von Leslie Mann ist noch fieser als der von Bana. Und der deutsche Titel ist das fieseste.

by Thomas on Sonntag,13. September 2009 at 14:13. Antworten #

@Thomas: stimmt, der australische Akzent von ihr ist echt fies.

by David on Sonntag,13. September 2009 at 15:06. Antworten #

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