Captain Obvious

I'm the Doctor

Filmklassiker

In letzter Zeit habe ich etwas für meine Bildung getan und mir einige Klassiker der Filmgeschichte (zum ersten Mal) angesehen.

Als erstes wäre da The Wizard of Oz / Der Zauberer von Oz, den man gesehen haben sollte, da es nicht nur ein guter Film ist, sondern weil der in Literatur, in Musik und anderen Filmen und Serien so oft zitiert wird, dass man vieles einfach nicht versteht, wenn man den Zauberer von Oz nicht kennt.
Spontan fällt mir dazu eine Simpsons-Folge mit dem Titel Die böse Hexe des Westens / The Wicked Witch of the West oder der Song Yellow Brick Road von Eminem.
Dann gibt es natürlich die Scrubs-Folge mit dem Märchentraum (My Way Home) und vieles mehr.
Auch den Song “Somewhere over the rainbow” kannte ich, hatte ihn aber gar nicht mit dem Zauberer in Verbindung gebracht.
Laut Wikipedia sind Zitate und Referenzen aus dem Buch ein wiederkehrende Witz in der Serie Stargate SG-1, was mir bisher aber nie aufgefallen ist.
(Beispiel: “Col. O’Neil: Ah, where’s that yellow brick road when you need it, eh Dorothy?” “Col. O’Neill: Daniel! Try to keep it in Kansas, huh?”)

Viele Sachen kannte ich und wusste gar nicht, dass sie aus dem Zauberer von Oz kommen, wie z.B. den Song Ding Dong The Witch is Dead, den ich vermutlich aus der nackten Kanone kenne.
Weitere Dinge sind der herzlose Tin Man und die hirnlose Scarecrow, die Yellow Brick Road, die roten Schuhe und das Hacken-zusammenschlagen plus “There’s no place like home”, der Spruch “pay no attention to the man behind the curtain”, den ich zufällig letztens erst auf dem Album der Flobots gehört habe und vieles, vieles mehr.
Terry Pratchetts Total verhext (bei den roten Schuhen der Hexe habe ich mir nie etwas gedacht) muss ich dann wohl auch nochmal lesen, jetzt wo ich den Zauberer von Oz kenne.

Wer zeitgenössische, amerikanische Kultur verstehen möchte, muss einfach den Zauberer von Oz kennen.
Jeder Amerikaner kennt das Buch und den Film und man geht einfach davon aus, dass jeder Leser, Zuhörer oder Zuschauer mit dem Stoff vertraut ist und Referenzen darauf versteht. Die Wikipedia vergleicht den Bekanntheitsgrad des Buches in Amerika mit dem von Rotkäppchen oder Hänsel und Gretel bei uns, es gehört also einfach zur Allgemeinbildung.
Zudem ist der Film wirklich schön gemacht.

Dann habe ich noch Logan’s Run / Flucht ins 23. Jahrhundert gesehen, den ich sehen wollte, seit er einmal beim Filmrätsel dran war.
Logan’s Run ist ein Science-Fiction Film aus dem Jahr 1976, in dem die Menschen in Amerika in einer Kuppelstadt leben und niemand älter als 30 werden darf, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. Wird man 30 muss man zur Erneuerung, was aber nur ein Synonym für den Tod ist, denn erneuert wurde noch nie jemand, wie Sandmann Logan 5 herausfindet.
Die Aufgabe der Sandmänner ist es, Läufer zur Strecke zu bringen, also Leute, die nicht ins Karussell wollen, um sich erneuern zu lassen.
Doch immer wieder können welche fliehen, es gibt eine Untergrundbewegung und Gerüchte um eine Zuflucht außerhalb der Stadt.
Logan wird beauftragt, die Läufer zu infiltrieren und die Zuflucht zu finden, dazu gewinnt er das Vertrauen von Jessica 6, um Kontakt mit der Untergrundbewegung aufzunehmen.
Sie können fliehen, doch außerhalb der Kuppel lebt niemand, außer einem alten, namenlosen Mann (Peter Ustinov), der mit seinen Katzen in den Ruinen Washingtons lebt.
Zu dritt kehren sie zurück, um die Bewohner der Kuppelstadt zu befreien.

Das Leben in der Kuppel erinnert ein wenig an den Film “Die Insel”, die Effekte des Filmes sind überraschend gut und die Kulissen sehr aufwändig. Logan’s Run war auch fast so teuer wie Star Wars, der im Jahr danach erschien. Das Buch, was wohl große Unterschied zum Film aufweist, muss ich mir beizeiten auch mal besorgen.

Der dritte Film in meiner Klassiker-Reihe ist Casablanca, den ich tatsächlich bis gestern noch nie gesehen hatte.
Zur Handlung und zum Film muss ich ja wohl kaum noch etwas sagen, außer mir kannte den sicherlich jeder schon.
Ich fand Humphrey Bogart als Schauspieler nie besonders toll, aber hier passt er ganz gut, auch wenn ich das nicht als schauspielerische Glanzleistung beschreiben würde. Die Kulissen sind zuweilen etwas billig aber im Großen und Ganzen hat mir Casablanca gefallen. Besonders die vielen Dialekte und die Schauspieler, die Deutsch sprechen oder singen empfand ich als eine angenehme Abwechslung, das gibt dem ganzen etwas mehr Realismus, als wenn alle immer nur Englisch mit falschem Akzent sprechen würden.

Den Schlussdialog habe ich mir zum Vergleich auch auf Deutsch angehört, aber sowohl die Synchronstimmen, als auch die Übersetzung gefielen mir gar nicht. Aber ich möchte nicht zum tausendsten Mal sagen, dass ich Filme im Original (sofern ich die Sprache verstehe) immer besser finde, als die Synchronisation.

Here’s looking at you, kid

Ich schau’ dir in die Augen, Kleines

(Auf meiner amazon-Wishlist stehen noch ein paar Klassiker. Das zweijährige Bestehen meines Blogs nächste Woche wäre doch ein super Anlass, um mir ein paar DVDs zu spendieren, oder? )

5 Responses to Filmklassiker

Tobias says: Dienstag,12. August 2008 at 15:56

Du scheinst dich an geschenkte DVDs zu gewoehnen :-) . Nein, zum Bloggeburtstag gibts nichts.

Ich muss zugeben, das ich den “Zauberer von Oz” noch nie ganz gesehen habe. Die Sendezeiten hatten nicht gepasst. Den Film muss ich beizeiten auf DVD nachholen. Wie du sagst, ohne kann man die Amis nicht verstehen.

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Yjgalla says: Dienstag,12. August 2008 at 16:26

Tja, du willst dir das Buch “Logan’s Run” auch mal besorgen und ich hab’s und sollte es bezeiten auch mal *lesen*.

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juliaL49 says: Dienstag,12. August 2008 at 21:24

Oh, play it again, Sam….

Die ganzen Referenzen auf den Wizard of Oz (es gibt auch ein Album von Elton John namens “Goodbye Yellow Brick Road”) kann man auch bei USA erklärt nachlesen.

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David says: Dienstag,12. August 2008 at 23:44

Ich hoffe mal, ich habe gerade den richtigen Artikel im richtigen Blog gefunden und gelesen :-)
“Die ganzen Referenzen” ist aber etwas übertrieben.

Ich fand übrigens – und wie ich nachher sah, war ich da nicht der einzige – dass das Schloss der Hexe, also die Außenaufnahmen, sehr an Mordor erinnern. Überhaupt die ganze Szene, in der die sich da verstecken und den Eingang beobachten. Hätte man mir nur das Bild gezeigt, hätte ich wohl gedacht, es wäre ein Screenshot aus dem Herrn der Ringe.

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Steffi says: Freitag,15. August 2008 at 12:13

Oooooooooooow der Film is echt sooo geil und schräg…für die damalige Zeit.

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