Fantastic Mr. Fox
Titel: Fantastic Mr. Fox
Deutscher Titel: Der fantastische Mr. Fox
Genre: Animation/Komödie
Regie: Wes Anderson
Darsteller: George Clooney, Meryl Streep, Jason Schwartzman, Bill Murray, Jarvis Cocker, Owen Wilson, Willem Dafoe
Deutschlandstart: 13.05.2010
Sneak: 3 Wochen vor Start
Ich hatte weder einen Trailer gesehen, noch hatte ich besonders viel von Fantastic Mr. Fox gehört, zum ersten Mal eigentlich bei den Oscar-Nominierungen für den besten Animationsfilm und den besten Soundtrack. Als der Film startete und eher schlecht gemachte Stop-Motion anstelle von hochwertiger Computeranimation zu sehen war, hielt ich das zuerst für das Intro. Es blieb den ganzen Film über so, nach ein paar Minuten hatte ich mich aber dran gewöhnt und im Nachhinein glaube ich, diese laienhafte Form der Animation macht einen großen Teil des Charmes von Der fantastische Mr. Fox aus.
Fantastic Mr. Fox beruht auf einem Kinderbuch von Roald Dahl, was ich leider auch erst danach erfahren habe. Bei Verfilmungen lege ich eigentlich wert darauf, die Vorlage vor dem Film gelesen zu haben. Fox ist (tadaa!) ein Fuchs, von Beruf Vogeldieb, der mit seiner Frau Felicity bei einem Raub in einer “Squab Farm” gefasst wird. In der Falle eröffnet sie ihm, dass sie schwanger ist und Fox schwört, sollten sie nicht sterben, würde er sein Leben ändern und einen ehrlichen Job suchen.
Einige Jahre später sehen wir Fox mit Frau und Sohn in einer Höhle lebend, er schreibt mittlerweile eine Kolumne für die Zeitung. Fox fühlt sich unausgefüllt und schämt sich wegen seiner ärmlichen Behausung, besonders weil sein Neffe zu Besuch kommt. Kurzerhand mietet er einen Baum, oberirdisch wohnen ist schleißlich in. Der Haken an der neuen Wohnung: sie liegt gefährlich nahe an den Grundstücken der drei Farmer Baggis, Bunce & Bean, die für ihre Graumsamkeit bekannt sind. Doch Fox will sich nicht einschüchtern lassen und plant einen letzten großen Raubzug, bei dem er alle drei Farmer nacheinander um ihre wertvollen Waren erleichtert. Doch er hat die Rechnung ohne die drei rachsüchtigen Farmer gemacht, die nun die ganze Gegend auf den Kopf stellen und allen Tieren das Leben zur Hölle machen, auf der Suche nach dem diebischen Fuchs.
Fantastic Mr. Fox – Wes Andersons erster Animationsfilm – ist sicher kein Kinderfilm, wenn auch die gestörten Persönlichkeiten nicht ganz so stark ausgeprägt sind, wie sonst bei Anderson und geflucht wird auch nur im Battlestar Galactica-Stil (“Cuss you!”, “What the cuss?” usw.)
Die Animation sind weit vom aktuellen Stand der Technik entfernt, was man aber schon nach wenigen Minuten vollkommen vergisst, es kommt ja auf die Story an. Zugegeben, die ist nicht wirklich interessant, was den Film ausmacht sind vor allem die Charaktere und die trockenen Dialoge, die eingetreuten, total abstrusen Szenen und nicht zuletzt der geniale Soundtrack (Jarvis Cocker von Pulp, Beach Boys, Rolling Stones).
Fantastic Mr. Fox Trailer
Wer den Film auf Englisch sehen will (bei den Schauspielern muss man das einfach machen) und nicht warten will, kann sich bei amazon.co.uk die DVD schon kaufen, kostet mit 12 Euro auch nur wenig mehr als ein Kinobesuch.
