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District 9

District 9
District 9 ist toll! District 9 ist anders und innovativ! Sowas hört man ständig, vermutlich von Leuten, die District 9 nicht gesehen und sich nur von dem viralen Marketing im Vorfeld haben beeinflussen lassen. Das, wie man gestehen muss, wirklich nicht schlecht war.
Beeindruckend ist natürlich, wie man mit für heutige Verhältnisse geringem Budget (nicht mal die Hälfte von dem, was für Funny People ausgegeben wurde), einen überzeugend aussehenden Sci-Fi-Film machen kann. Aber genau das ist District 9 auch und kein bisschen mehr. Die Geschichte der auf der Erde notgelandeten und in ein Ghetto abgeschobenen Aliens hat massig Potential für ein herausragendes, gesellschaftskritisches Drama, stattdessen bietet es – zieht man mal die Aliens und die körperzerfetzenden Energiewaffen ab – außer abgestandene Dialoge (“geh alleine weiter, ich halte sie auf”) nicht viel mehr als jede andere Sci-Fi-Action auch. Der ganze Hype, der um District 9 im Vorfeld gemacht wurde, geht leider wie so oft, einzig und allein auf clevere Marketing-Strategien zurück. Je ausgeklügelter und aufwendiger das virale Marketing, umso enttäuschender der Film. So ist es leider häufig.

Herausgekommen ist ein Film, der zur Hälfte mit Handkamera gedreht wurde und den Eindruck einer Dokumentation der Verlegung der Aliens aus District 9 in das besser gesicherte District 10 erwecken soll, bei der MNU-Agent Wikus Van der Weerde begleitet wird. In der zweiten Hälfte wird der Verantwortliche für die Evakuierung selber zum Gejagten, da er durch Alien-Technologie kontaminiert wurde und nun halb Prawn, halb Mensch ist, der sich mit seinen früheren Kontrahenten gegen seinen früheren Arbeitgeber verbünden muss, um zu überleben.
Was die Schauspieler nicht zu leisten vermögen, macht District 9 wieder mit Effekten wett, die wie alles im Film absolut realistisch und authentisch aussehen. Genau darauf legte Regisseur Neill Blomkamp wert und das hat er auch geschafft. Die Aliens, ihre Technologie, das riesige Raumschiff über Johannesburg; all das passt da einfach hin und man könnte fast glauben, eine Dokumentation zu sehen.
Sowohl Story als auch Schauspieler können da leider nicht mithalten. Gute Idee, die leider an der Umsetzung scheitert. Man kann auch einfach nicht aus jedem Kurzfilm einen abendfüllenden Spielfilm machen.

★★☆☆☆

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  1. 13. September 2009, 20:24 | #1

    Hmm, also ich war von der Story und vor allem der Leistung von Sharlto Copley ziemlich angetan. Und wenn man sich die meisten anderen Sci-Fi-Action-Reißer der letzten Jahre so ansieht, kann sich District 9 meiner Meinung nach ziemlich positiv abheben. Aber ist wie so vieles halt Geschmackssache!

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  2. 13. September 2009, 21:34 | #2

    @beetFreeQ: Ich sage ja nicht, dass es in letzter Zeit was besseres gegeben hätte. Sci-Fi und Fantasy sind so Gebiete, in denen es nur sehr selten was richtig gutes gibt.

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  3. 13. September 2009, 22:44 | #3

    ok, du bist aufs virale marketing reingefallen.

    hast du mal darüber nachgedacht, wie district 9 mit einem budget von $300 mio ausgesehen hätte, statt $30 ?
    und besser noch: wie hätte michael bay transformers 2 abgeliefert, wenn er eben keine $300, sondern nur $30 mio verballern hätte dürfen ?

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  4. 13. September 2009, 23:14 | #4

    @jan: Transformers 2 war ja noch größerer Mist. Mit $30 Mio hätte Bay wahrscheinlich nicht mal die Hauptdarsteller bezahlen können. Funny People war z.B. so teuer, weil Sandler alleine schon mehr als $25 Mio kostet.

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  5. 13. September 2009, 23:44 | #5

    (Drohung an den Spamfilter: lass mich durch, ich bin wütend!)

    (Adam Sandler, dieser Top-Manager unter den “komischen” “Schauspielern”..)

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