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Five Minutes of Heaven

9. Juni 2010 David 5 Kommentare

Hinweis: dieses Review ist auch auf meinem supertollen, neuen Filmblog erschienen, quasi einem Spin-Off von Captain Obvious. Reviews werde ich auch weiter hier posten (nein, ich habe keine Angst vor dem bösen duplicate content), auf filmisch.es (tolle Domain, oder?) poste ich zusätzlich, was hier einfach viel zu viel wäre, sprich Trailer, Kinostarts, DVD-Veröffentlichungen etc.
Im Vorfeld hatten ja einige Leute Interesse bekundet, an dem Projekt teilhaben zu wollen, diese Leute dürfen sich nun gerne bei mir melden :-)
Und ja, ich weiß, dass das Standard-Theme nervt, hatte bisher aber noch keine Zeit/Lust, da was eigenes umzusetzen.

Titel: Five Minutes of Heaven
Deutscher Titel: Five Minutes of Heaven
Genre: Drama
Regie: Oliver Hirschbiegel
Darsteller: Liam Neeson, James Nesbitt, Anamaria Marinca
Deutschlandstart: 17.06.2010

Nordirland, 1975. Die IRA attackiert britische Loyalisten und die UVF rächt sich an Katholiken, die für sie das Feindbild darstellen. Um sich im Dorf zu beweisen und als echter Mann zu gelten, tötet der junge Alistair den Katholiken James Griffin, Griffins Bruder – gerade 11 Jahre alt – ist Zeuge des Anschlags und muss ohnmächtig zusehen, wie sein älterer Bruder mit drei Schüssen in den Kopf im Wohnzimmer stirbt. Noch viel schlimmer als der Tod des Bruders sind für den kleinen Joe die Schuldzuweisungen der Mutter, die ihm vorwirft, nicht eingegriffen zu haben.


33 Jahre später fahren Alistair und Joe einem Treffen entgegen, bei dem sie unter den wachsamen Augen mehrerer Kameras zur Aufarbeitung ihrer Vergangenheit aufeinander treffen sollen. Alistair war 12 Jahre für den Mord im Gefängnis, ist in der Gesellschaft rehabilitiert, hat die Geschehnisse aber nie vergessen können und sieht den kleinen Joe immer wieder vor sich. Joe hingegen führt ein relativ normales Leben, hat Frau und Kinder, ein Leben, um das Alistair ihn nur beneiden kann.
Vom Zusammentreffen erwarten sich alle Partien etwas anderes, nur dass es nicht um Vergebung geht, ist allen gleichermaßen bewusst. Mehr…

Prince of Persia: Der Sand der Zeit

19. Mai 2010 David Keine Kommentare

Titel: Prince of Persia: The Sands of Time
Deutscher Titel: Prince of Persia: Der Sand der Zeit
Genre: Action, Fantasy
Regie: Mike Newell
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Gemma Arterton, Ben Kingsley, Alfred Molina, Steve Toussaint, Richard Coyle
Deutschlandstart: 20.05.2010

Vor 20 Jahren machte sich Jordan Mechner vor allem durch seinen Jump ‘n’ Run-Hit Prince of Persia einen Namen. Das Besondere für die damalige Zeit waren sicherlich die realistischen Bewegungsabläufe. Dafür hat Mechner seinen kleinen Bruder gefilmt und die Bewegungen quasi nachgezeichnet.

Bei Prince of Persia: Der Sand der Zeit stand Mechner nicht hinter der Kamera, nur das Drehbuch stammt (teilweise) von ihm und beruht natürlich (grob) auf gleichnamigem Videospiel.
Für den Film musste erstmals eine Vorgeschichte erfunden werden, um dem persischen Prinzen ein bisschen Tiefe zu verleihen. Dastan (der zum ersten Mal einen Namen hat) ist eigentlich gar nicht adliger Abstammung, sondern ein armer Straßenjunge. Durch eine mutige Tat wird König Sharaman auf den Straßenjungen aufmerksam und nimmt ihn in seinem Schloss auf.
Die Söhne und der Bruder des Königs (Ben Kingsley) akzeptieren Dastan schnell als einen der ihren und der junge Prinz hat oft genug die Gelegenheit, sich als tapferer Krieger zu beweisen, der lieber handelt als lange Pläne zu schmieden.
Zusammen mit seinem Onkel Nizam und seinen zwei Brüdern begibt Dastan sich nach Alamaut, einer heiligen Stadt, die angeblich Waffen an Feinde des Königs schmuggelt. Kurzerhand wird die Stadt erobert und Dastan spielt keine geringe Rolle dabei, seine athletischen Fähigkeiten, die er sich auf der Straße angeeignet hat, helfen ihm, an so manchem Hindernis vorbei zu kommen. Doch nicht nur die Stadt ist eine der schönsten Persiens, auch die Prinzessin (Gemma Arterton) zählt als eine der schönsten Frauen Persiens (wobei so blasse Engländer wohl kaum der Typ für persische Männer im sechsten Jahrhundert waren), eine Hochzeit zwischen einem der Prinzen und ihr soll den Frieden sichern. Doch zuerst muss der König besänftigt werden, der den Angriff auf die heilige Stadt gar nicht gerne sieht. Das Gewand, das Dastan seinem Vater als Geschenk überreicht, ist allerdings vergiftet und man beschuldigt ihn des Hochverrats und des Mordes. Zusammen mit der Prinzessin Tamina flieht Dastan und erfährt die wahren Beweggründe für den Angriff auf Alamut. Die Prinzessin ist Hüterin eines Dolches, mit dem man die Zeit zurück drehen kann. Unter der Stadt befindet sich eine riesige Sanduhr, mit der die wahre Kraft des Sandes der Zeit entfesselt werden kann.
Dastan muss den wahren Mörder seines Vaters finden und gleichzeitig der Prinzessin helfen, den Sand zu beschützen.

Für eine Videospielverfilmung ist Prince of Persia: Der Sand der Zeit gar nicht mal so schlecht, schaut man sich mal andere Verfilmungen, besonders die unter Regie von Uwe Boll an. Allerdings hat Mike Newell (Harry Potter and the Goblet of Fire) auch nicht den versprochenen Blockbuster erschaffen, der wie von Disney angekündigt, Fluch der Karibik in den Schatten stellen würde.
Jake Gyllenhaal guckt immer ein bisschen dumm aus der Wäsche, besonders in der Rolle passt das überhaupt nicht. Angeblich standen noch Zac Efron und Orlando Bloom zur Auswahl. Das zeigt sehr schön, wie fähig die für das Casting zuständige Person war. Niemand im Film sieht persisch aus und alles sieht einfach unpassend aus. Das könnten die Maskenbildner retten, machen sie aber nicht. Außer in alten Martial Arts-Movies, in denen 20 jährige alte Knacker mit dünnem Bart und langem Haar spielen, habe ich nicht mehr so viele schlecht sitzende Perücken in einem Film gesehen.
Und der Plot… gibt es noch etwas offensichtlicheres als einen bösen Onkel/Großwesir in so einer 1001 Nacht/Aladdin-Geschichte? Ja, indem man die Rolle mit Ben Kingsley besetzt, bei dem man immer von Anfang an weiß, dass er der Böse ist. Auch sonst nimmt Prince of Persia: Der Sand der Zeit so ziemlich jedes Klischee mit, das in den 120 Minuten Platz finden könnte.
Die widerspenstige Prinzessin, die dem Helden das Leben schwer macht? Das “ich werfe ein Messer auf dich, freue mich, gucke an mir herunter und merke ‘shit, ich wurde auch getroffen’? Podracing Straußenrennen bei den Sklaven? Alles dabei.
Hauptfiguren werden total emotionslos ermordet, nur damit auch der dümmste Zuschauer merkt: ahh, Sand der Zeit, die kommen bestimmt wieder.
Und zum Schluss hört man förmlich Mike Newell sich selbst auf die Schulter klopfen, für die geniale Idee, den Film mit dem gleichen Bild beenden zu lassen, mit dem er anfing. Sand der Zeit und so, versteht ihr?

Aber ich will mich ja gar nicht beschweren, Prince of Persia: Der Sand der Zeit ist kurzweilig und bewegt sich nicht nur optisch, sondern auch filmisch auf dem Niveau eines der Mumie-Filme. (Tatsächlich erinnert die Story oft an Scorpion King). Das sind auch keine guten Filme, aber Spaß machen sie trotzdem, und manchmal will man im Kino gar nicht mehr. (Vor dem Film lief der Trailer Bruckheimers The Apprentice, der sah trotz Nicolas Cage recht gut aus, den hätte ich fast noch lieber gesehen)

Wer die Spiele mag und Filme im Stil von “Die Mumie” gut findet, wird bei Prince of Persia: Der Sand der Zeit sicher seinen Spaß haben. Vor allem, weil man teilweise echt Videospiel-Feeling bekommt, der Kameramann John Clement Seale hat hier wirklich als einer der wenigen alles richtig gemacht.
Mein Fazit: auf die DVD/Blu-Ray warten, schließlich kostet der Eintritt dank Überlänge auch nicht viel weniger als eine DVD. (Allerdings ist dann Disney traurig, weil sie das Budget von 150 Millionen nicht einnehmen werden)

Wer Prince of Persia lieber spielt als es im Kino zu gucken: passend zum Film – auch wenn es gar nichts miteinander zu tun hat – kommt morgen ein neues Prince of Persia-Game raus. Und wer hat Prince of Persia: Die vergessene Zeit / The forgotten Sands schon für euch getestet? Richtig, meine Wenigkeit.

Iron Man 2

12. Mai 2010 David 1 Kommentar

Titel: Iron Man 2
Deutscher Titel: Iron Man 2
Genre: Action
Regie: Jon Favreau
Darsteller: Robert Downey Jr., Don Cheadle, Gwyneth Paltrow, Jon Favreau, Mickey Rourke, Sam Rockwell, Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson, Paul Bettany (Jarvis), Adam Goldstein, Stan Lee
Deutschlandstart: 06.05.2010

Comicverfilmungen sind (meistens) super und bekommen (fast immer) jede Menge Fortsetzungen. Die breite Masse der Kinogänger liest aber nicht so oft Comics, deshalb kommen besonders die eher realistischen Verfilmungen gut an. Erst letztens sah ich eine Berechnung, was eine Iron Man Rüstung in Echt kosten würde. Nur noch schnell das Problem mit der Energiequelle klären und los geht es.

Tony Stark war schon immer berühmt, doch seit er das ungeschriebene Superhelden-Gesetz gebrochen und seine Identität offenbart hat, ist er der Liebling aller (Amerikaner). Was niemand weiß: dieses leuchtende Ding in seiner Brust, das ihn eigentlich am Leben halten soll, tötet ihn langsam aber sicher. Gleichzeitig macht die Regierung Druck, weil sie sein Iron Man Suit haben und nachbauen möchte. Eigenversuche unter Leitung des Waffenexperten Hammer (Sam Rockwell) gingen bis jetzt schief, doch das ist genau der Grund, warum Stark es nicht für nötig hält, sein Geheimnis zu teilen: er hat als einziger diese Möglichkeiten und beschützt Amerika quasi wie Dr. Manhattan durch seine bloße Existenz. Doch er hat die Rechnung ohne den Sohn des Ex-Partners seines Vaters gemacht. Ivan Vanko (Mickey Rourke) sieht zwar nicht so aus, ist aber ein ebenso genialer Physiker, wie sein Vater es war. Der entwickelte zusammen mit Howard Stark den Reaktor, den Iron Man in klein in der Brust trägt. Stark Senior hinterging Vanko und sein Sohn macht seit 20 Jahren nichts anderes, als Rachepläne schmieden. Er baut sich eine ähnliche Rüstung mit Energiepeitschen und attackiert Iron Man öffentlich, viel zu früh für einen wahren Bösewicht. Er wird inhaftiert und Hammer beauftragt ihn für die kommende Stark Expo, die eigenen Rüstungen zu verbessern, um Iron Man öffentlich bloß zu stellen.

Es folgt die übliche Sequenz, in der der Held verliert, an sich selbst zweifelt und von seinen Freunden verlassen wird, um in einem spektakulären Endkampf dann vereint und mit vielen Explosionen den Feind gemeinsam zu besiegen. Während überall Audi Werbung zu sehen ist.

Trailer: Iron Man 2

Hört sich nicht so toll an, reicht aber für einen ganz ordentlichen Actionfilm, der trotz des dämlichsten Intros aller Zeiten genau wie sein Vorgänger unterhalten kann. Klar, man muss den Anblick von Jackson und Scarlett Johansson (die nur für die eine Szene, in der sie im hautengen Kostüm sinnlos irgendwelche Wachen ins Gesicht tritt, überhaupt im Film mit macht) ertragen und sich öfters wegen fehlender Logik an den Kopf fassen, aber hey: Comic-Verfilmung, da ist sowas erlaubt. Achja, Rhodey sieht auch plötzlich ganz anders aus. Angeblich hat Terrence Howard ja für Teil 1 mehr Kohle als Robert Downey Jr. bekommen, weshalb man sich dann doch von ihm trennen musste. Macht nix, Don Cheadle ist eh immer die bessere Wahl.
Wer auf Iron Man stand und wem die Tanz-Szene aus Spider-Man 3 nicht genug war, der sollte sich Iron Man 2 sofort angucken. Man kann aber auch getrost auf die DVD warten, viel verpasst man nicht, wenn man den nicht im Kino anguckt.

Fantastic Mr. Fox

29. April 2010 David 2 Kommentare

Titel: Fantastic Mr. Fox
Deutscher Titel: Der fantastische Mr. Fox
Genre: Animation/Komödie
Regie: Wes Anderson
Darsteller: George Clooney, Meryl Streep, Jason Schwartzman, Bill Murray, Jarvis Cocker, Owen Wilson, Willem Dafoe
Deutschlandstart: 13.05.2010
Sneak: 3 Wochen vor Start

Ich hatte weder einen Trailer gesehen, noch hatte ich besonders viel von Fantastic Mr. Fox gehört, zum ersten Mal eigentlich bei den Oscar-Nominierungen für den besten Animationsfilm und den besten Soundtrack. Als der Film startete und eher schlecht gemachte Stop-Motion anstelle von hochwertiger Computeranimation zu sehen war, hielt ich das zuerst für das Intro. Es blieb den ganzen Film über so, nach ein paar Minuten hatte ich mich aber dran gewöhnt und im Nachhinein glaube ich, diese laienhafte Form der Animation macht einen großen Teil des Charmes von Der fantastische Mr. Fox aus.

Fantastic Mr. Fox beruht auf einem Kinderbuch von Roald Dahl, was ich leider auch erst danach erfahren habe. Bei Verfilmungen lege ich eigentlich wert darauf, die Vorlage vor dem Film gelesen zu haben. Fox ist (tadaa!) ein Fuchs, von Beruf Vogeldieb, der mit seiner Frau Felicity bei einem Raub in einer “Squab Farm” gefasst wird. In der Falle eröffnet sie ihm, dass sie schwanger ist und Fox schwört, sollten sie nicht sterben, würde er sein Leben ändern und einen ehrlichen Job suchen.

Einige Jahre später sehen wir Fox mit Frau und Sohn in einer Höhle lebend, er schreibt mittlerweile eine Kolumne für die Zeitung. Fox fühlt sich unausgefüllt und schämt sich wegen seiner ärmlichen Behausung, besonders weil sein Neffe zu Besuch kommt. Kurzerhand mietet er einen Baum, oberirdisch wohnen ist schleißlich in. Der Haken an der neuen Wohnung: sie liegt gefährlich nahe an den Grundstücken der drei Farmer Baggis, Bunce & Bean, die für ihre Graumsamkeit bekannt sind. Doch Fox will sich nicht einschüchtern lassen und plant einen letzten großen Raubzug, bei dem er alle drei Farmer nacheinander um ihre wertvollen Waren erleichtert. Doch er hat die Rechnung ohne die drei rachsüchtigen Farmer gemacht, die nun die ganze Gegend auf den Kopf stellen und allen Tieren das Leben zur Hölle machen, auf der Suche nach dem diebischen Fuchs. Mehr…

She’s Out of My League

25. April 2010 David 2 Kommentare

Titel: She’s Out of My League
Deutscher Titel: Zu scharf, um wahr zu sein
Genre: Komödie
Regie: Jim Field Smith
Darsteller: Jay Baruchel, Alice Eve, Debra Jo Rupp, Krysten Ritter
Deutschlandstart: 29.04.2010

Kirk arbeitet mit seinen Freunden am Flughafen in der Sicherheitsfirma, obwohl er eigentlich vom Fliegen träumt. An der Verwirklichung seiner Träume hindern ihn sein geringes Selbstvertrauen und seine Familie, die mehr für seine Exfreundin und deren Freund da ist, als für ihn. Als die perfekte Frau an ihm vorbeilüft und alle seine Kollegen den Mund nicht mehr zu bekommen, bemerkt Kirk das überhaupt nicht, da ihm selbst in seiner Fantasie der Mut fehlen würde, diese blonde Schönheit anzusprechen. Doch ein vergessenes Handy führt gerade dieses ungleiche Paar zusammen. Was mit einer iPhone-Übergabe begann, entwickelt sich später zu mehreren Dates, doch Kirk bemerkt das selbst als letzter, weil er sich einfach nicht vorstellen kann, dass so eine “perfect 10″ sich für einen wie ihn interessieren könnte. Als er das endlich realisiert, ist er allerdings schon drauf und dran, diese junge Beziehung mit der blonden Molly durch seine Selbstzweifel und das ständige Gerede, nicht gut genug zu sein, zu zerstören. Zum Glück hat Kirk -- wie in jeder guten Komödie -- einige gute Freunde, die ihre Jobs riskieren würden, um Flüge zu stoppen und Liebende zusammen zu bringen.

She’s Out of My League Trailer

Was sich anhört, wie eine seichte Komödie für Männer nach Schema F, stellt sich als erfrischend witzige Rom-Com fernab vom Apatow/Sandler/Seth Rogen-Einheitsbrei mit einem genialen Soundtrack heraus. Ja, She’s Out of My League werden vermutlich nur Männer witzig finden und ja, She’s Out of My League ist natürlich sehr vorhersehbar, aber welche Komödie ist das nicht? Wer mal 104 Minuten lang richtig lachen will, sollte sich Zu scharf, um wahr zu sein anschauen, am besten natürlich im Original.

Ein Daumen hoch für den Film und einen für unsere tolle OV-Sneak.

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