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Archiv für die Kategorie ‘my 2 cents’

Ein Apple-Skeptiker mit iPhone

22. August 2010 David 25 Kommentare

Wie einige von euch vielleicht bemerkt haben, habe ich seit kurzer Zeit ein iPhone. Merken könnte man das an meiner foursquare-Aktivität oder den Fotos, die ich ab und zu (eher selten) von unterwegs aus twittere.
Jetzt werden viele vor Schreck aufspringen und ihren Kaffee umschmeißen. Ich? Ein iPhone? What the…

Tja, es war eher Zufall, ich hatte irgendwas in die Richtung auf Twitter gefragt und sofort boten mir zahlreiche Follower ihr altes 3G an. Hörte sich nach einem guten Deal an, schließlich konnte ich dann ja meinen iPod touch verkaufen, die Differenz war dann auch nicht mehr so viel. Dumm wie ich bin, habe ich natürlich nicht im Internet nachgelesen, direkt auf iOS4 geupdatet… Apple-Nutzer wissen, worauf ich hinaus will. Stellt euch einen 10 Jahre alten Windows-Rechner vor, den ihr die ganzen 10 Jahre ohne Firewall benutzt und nie gereinigt oder neu installiert habt. Die gleiche Geschwindigkeit hat man mit einem iPhone 3G mit iOS4-Betriebssystem. Manchmal sieht man erst nach 10-15 Sekunden auf dem Screen, was man eingetippt hat, Apps stürzen ständig ab oder das ganze iPhone friert ein, simple Aufgaben wie das Einchecken bei foursquare nehmen meist bis zu 2 Minuten in Anspruch. Apropos foursquare: Musik hören und gleichzeitig foursquare starten ist eine ganz dumme Idee :( Das iPhone ist das langsamste Gerät, das ich je hatte. Das fällt besonders stark auf, da ich vorher einen iPod touch benutzt habe, und der im Vergleich unfassbar schnell ist.

Ist ja irgendwie meine Schuld, man installiert ja auch nicht Windows Vista auf einem PC mit 256MB RAM. Beim iPhone hatte ich das aber nicht erwartet, das 3G ist ja auch erst 2 Jahre alt und Apple rät ja sogar zum Update. Jetzt werde ich wohl downgraden müssen, was scheinbar gar nicht so einfach ist. Überhaupt ist bei Apple gar nichts wirklich einfach, auch wenn das immer gerne behauptet wird.

Aber ich versuche jetzt das beste draus zu machen, iPhone-Fan oder sogar “Addict” werde ich sicher nicht. Ich trage es nicht immer bei mir, checke nicht alle 5 Minuten Tweets und Facebook und kann auch ganz gut ohne. Foursquare hat es mir echt angetan, unterwegs Twittern, Facebooken und checken, wann die nächste Bahn kommt, ist auch nice, aber das sind ja keine Argumente für ein iPhone, das ist ja heute Standard (auch wenn ich das in Diskussionen immer wieder als Argument dafür höre, warum ein iPhone besser als ein anderes Telefon sei. Diese Leute machen einen Großteil der Apple-Kunden aus. Die Einen vergleichen Dutzende MP3-Player und kaufen den, der am besten für sie passt, die anderen kaufen einfach blind ein iPod.) Warum ich dann trotzdem ein iPhone gekauft habe? Mein Handy war uralt (Nokia 6300) und die guten aktuellen Geräte sind mir alle zu teuer. Ein gebrauchtes iPhone war da schone eine Verbesserung und preislich genau im Rahmen.

Aber kommen wir doch mal zu den Apps. Foursquare benutze ich sehr aktiv, wisst ihr ja. Bei anderen Sachen wurde ich (quod erat expectandum) vom Werbespruch Apples (“es gibt für alles ne App” oder so ähnlich) enttäuscht. Es mag für alles eine App geben, aber es gibt nicht für alles eine gute App.
Beispiel: DVD-Verwaltung. Apps, mit denen ich meine DVD-Sammlung verwalten und vielleicht noch online abgleichen kann. Sagt bitte immer in den Comments, wenn ihr Tipps für mich habt und ich total falsch liege, aber ich habe da nichts gutes finden können. Vor allem, wenn ich noch “Barcode Scanner” zu den Features adde. Das funktioniert super bei Import-DVDs, bei deutschen leider (in meinen Tests) gar nicht. Was benutzt ihr denn da so?

Andere Sache: ToDo-Apps. Gibt es wie Sand am Meer, aber gute? Da bin ich auch für Vorschläge offen, sollte aber nicht zu teuer sein. (Epic Win hört sich ganz gut an, mal schauen, finde 2,39 Euro eigentlich schon recht viel)

Ganz wichtig ist auch noch ein guter RSS-Reader. Da habe ich Stunden mit dem Lesen von Reviews im Web und auf iTunes verbracht, gratis Versionen getestet… es kann doch nicht so schwer sein, eine vernünftige RSS-App anzubieten? Ich habe momentan eine, die einfach nur “Feeds” heißt, die ist aber auch nicht so super.

Dann wäre da noch die Sache mit den Spielen. Ich habe noch nie was auf dem Ding gespielt, die Games die es gibt sind doch alle Schrott. Doodle Jump? Da haben wirklich Leute Spaß dran? Monkey Island? Gutes Spiel, wenn man es mit ner Maus spielt. Also ich glaube nicht, dass ich da was für mich finde, lohnt sich bei der Akkulaufzeit aber eh kaum.

Also wie ihr seht, ich bin nach gut einem Monat mit dem iPhone noch lange nicht überzeugt und weit davon entfernt, mich in die Liga der Apple-treuen Fanboys einzureihen. Die Geschwindigkeit meines treuen Nokia-Handys habe ich gegen die Internetfähigkeit eines extram langsamen iPhones eingetauscht. Die einwöchige Akkulaufzeit gegen ein- bis maximal zwei Tage, die Unkaputtbarkeit der schicken Metallhülle gegen so ein Plastikding, das Risse kriegt, wenn man regelmäßig das Ladekabel reinsteckt.

Also: überzeugt mich vom Gegenteil, erklärt, was so toll an einem iPhone sein soll. Und vor allem: empfehlt mir eure Apps, ich hab mir das Ding ja schließlich nicht zum Telefonieren gekauft.

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Diskussionen in der Wikipedia erreichen neuen Höhepunkt

12. November 2009 David 3 Kommentare

Da sich die kritischen Stimmen zur Löschwillkür in der Wikipedia kein Gehör verschaffen können, wird aktuell die Spendenfunktion genutzt, um seinen Unmut zur deutschsprachigen Version der Online-Enzyklopädie loszuwerden. Neben einer Spende hat man die Möglichkeit, seinen Namen und eine Nachricht zu veröffentlichen, dies hat zur Folge, dass zahlreiche Spenden über 1 Euro eintreffen, in denen die Spender ihre Kritik zur Wikipedia veröffentlichen. Ein paar Beispiele sind: “All knowledge is equal, but some knowledge is more equal than other.”, “Rest der Spende wurde wegen mangelnder Relevanz gelöscht”, “Ignoranz kommt vor dem Fall.”, “Ausgabenbericht 2008: 35% Personal, 12% Werbekosten/Bewirtung, 7% Reisen – wofür spende ich hier eigentlich?”, “Wer *freiwillig* entgegengebrachte Leistung ablehnt und löscht hat nicht mehr verdient.”… man könnte meinen, diese Kommentare seien die Ausnahme und von mir aus dem Zusammenhang gerissen, tatsächlich findet man kaum eine Spende ohne einen Kommentar dieser Art.

Aber es kommt noch besser: im Wikimedia-Blog wird erklärt, dass auch Spenden gelöscht werden, “bei denen wir den Eindruck haben, dass sie uns solche Kosten [Anm. des Autors: Kosten durch Rückbuchungen bei falschen Kontodaten] verursachen könnten. Manchmal ist das sehr eindeutig [...], manchmal ist es nicht ganz so eindeutig. Aber wir haben nicht die Ressourcen, jedes Mal vorab die Bankverbindungen zu überprüfen.”
Heißt auf Deutsch doch: gelöscht wird auch hier willkürlich. Allerdings sagen sie “Eine Relevanzprüfung für Kommentare” entspräche “keineswegs [ihrem] Verständnis von Freiem Wissen.”. Komisch.

Weiter geht es im Blogartikel: “Wikimedia Deutschland ist nicht Betreiber der Wikipedia, wir haben keinen inhaltlichen, technischen oder redaktionellen Einfluß auf das Projekt.” Zuerst Mal mein Hinweis: “Einfluss” schreibt man mit zwei “s”. Ein Glück also, dass die eben diesen in redaktioneller Hinsicht auf das Projekt nicht haben. Viele fragen in den Kommentaren dazu nun, wozu sie denn dann überhaupt spenden und was mit dem Geld geschieht.

35% Personal
17% Abschreibungen
13% Rechts- und Beratungskosten
12% Werbekosten und Bewirtung
8% Reisekosten
Hm, stimmt, wenn ich der Wikipedia helfen will ist meine Spende hier falsch.

Oder auch “Seid ihr euch da sicher oder ist das nur schlecht formuliert? Wofür spenden die Leute denn, wenn die Spenden keinen Einfluss auf die Wikipedia haben?”. Allerdings steht auf der Spendenseite der Wikimedia “Ihre Unterstützung ermöglicht uns in Technik für den Betrieb der Wikipedia [...] zu investieren”. Was denn nun? Da fühlt man sich doch fast genau so vera****t, wie wenn man seine GEZ-Gebühren zahlt, nur um dann im Kino zu sehen, dass die Gebühren statt für TV-Programm, das einen nicht interessiert, für teure Kinowerbung rausgeschmissen wird.

Ich besuche seit langem eh fast ausschließlich die englischsprachige Wikipedia. Ob das ein Unterschied ist, weiß ich nicht, umfangreicher ist sie auf jeden Fall. (Warum gibt es bei nichtgefundenem Suchbegriff eigentlich keinen Verweis auf Treffer in anderssprachigen Wikis?)

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Schwarz geärgert

27. Juni 2008 David 2 Kommentare

Letztens bewahrheitete sich mal wieder Murphy’s Gesetz: ich hatte (höchstwahrscheinlich zum ersten Mal in meinem Leben) mein Portemonnaie nicht dabei und wurde in der Straßenbahn natürlich prompt kontrolliert.
Geständnis: Ja, ich bin schwarz gefahren!
So weit, so gut, die nette Kontrolleurin akzeptierte ein Uni-Schreiben als Ausweisersatz, glaubte mir meinen Namen und meine Adresse und drückte mir die ganzen Zettel und einen Überweisungsvordruck in die Hand.

14 Tage hätte ich Zeit (auf dem Zettel steht übrigens “7 Tage”), um mein Semesterticket bei einem Rheinbahn Kundencenter vorzuzeigen. Davon gib es zwei in Düsseldorf, eines an der Heinrich-Heine-Allee in der U-Bahn, eines am Hauptbahnhof.
Gut, war ich also eben am Hauptbahnhof im “Kundencenter” der Rheinbahn. Dass ich mich draußen vor der Tür in die Schlange einreihen musste, hat mich nicht groß gestört – im Gegensatz zu den ganzen anderen Leuten da – so leicht lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen.
Als dann auch noch einer der drei Mitarbeiter in die Pause verschwand, war das auch okay, der muss ja auch irgendwann mal Pause machen.

Endlich vorne angekommen, würgt der nette Mitarbeiter meine Ansprache sofort ab.
Da müsse ich nach Oberkassel.
Ich erwiderte natürlich, die Kontrolleurin hätte mir da etwas anderes gesagt.
Nein. Oberkassel.
Die Unterlagen hatte ich in der Hand, also wollte ich ihm beweisen, dass er im Unrecht ist. Da steht eindeutig:

Fall 2: Sie waren zum Zeitpunkt der Fahrausweiskontrolle im Besitz eines gültigen persönlichen Tickets (ausgenommen Ticket 2000 übertragbar), haben es nur vergessen.[...]
Hier können Sie Ihre vergessene Karte vorzeigen…
Düsseldorf Kundencenter Hauptbahnhof
Düsseldorf Kundencenter Heinrich-Heine-Allee
andere Adressen außerhalb Düsseldorfs

In Oberkassel ist nur die Rechtsabteilung, zu der man gehen kann, wenn man unter Fall 3 fällt und Einspruch einlegen möchte.
Oberkassel und zurück sind für mich circa eine Stunde Fahrt, wenn die mich dann auch wieder wegschicken, verweigere ich die Zahlung.
Ganz einfach. Da können die mir noch so sehr (in rot gedruckt) mit der Weiterleitung der Forderung an ein Inkasso-Büro drohen.
Mal schauen, ob die dann am Dienstag bei mir vor der Tür stehen, denn Montag werde ich es bei den Öffnungszeiten wohl nicht zum Rheinbahnhaus nach Oberkassel schaffen. Ich würde denen ja erst eine Mail schreiben, aber da ist jetzt wohl auch keiner mehr.

Wenn die mich da auch wieder woanders hinschicken, notiere ich mir als erstes den Namen von dem zuständigen Mitarbeiter und dann gibt’s ne Beschwerde. Schön mit allen drei Namen und den unterschiedlichen Aussagen, dann sollen die sich erst mal einig werden, wo ich hin gehen soll.
Wenn bei denen die linke Hand nicht weiß, was die rechte macht, ist das nicht mein Problem. Und wenn ich wegen deren Inkompetenz die Frist nicht einhalten kann, auch nicht.
Nur weil man Student ist, heißt das noch lange nicht, dass man sein Zeit gestohlen hätte.

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Ze Germans did it again

21. April 2008 David 3 Kommentare

Eigene Ideen?
Wozu denn? Klauen geht doch viel leichter.
Das Gesichtsbuch hat es vorgemacht, dass man erfolgreich sein kann, obwohl nicht nur die Idee, sondern sogar das Design, geklaut ist.
Sobald eine gute Idee das Licht des Web 2.0 erblickt, kann man sicher sein, bald darauf kommt das deutsche Copycat!

friendfeed ist ein Service, mit dem man sich per Feed informieren lassen kann, wo im Web sich seine Freunde aufhalten und was sie dort machen. Musik auf last.fm, Videos auf YouTube, Aktualisierungen auf Twitter oder facebook, etc.
friendfeed

Und jetzt freundefeed, eine Seite, auf der es nichts zu sehen gibt, außer einem Feld, in das man seine E-Mail eingeben kann und zwei Links (Investor Relations und Kontakt), die beide auf das Xing-Profil von Vincent N. verweisen.
Diese leere Seite validiert nicht mal und ist mit Tabellen designed. Eine leere Seite!
Wer nicht weiß, was ein Doctype ist und dass man (X)HTML-Quellcode üblicherweise mit <html> beginnt und mit </html> beendet, der sollte doch bitte keine Webseiten ins Netz stellen. Auf XING schreibt er, was er mit der Seite alles machen möchte, also eben das gleiche, was friendfeed auch macht, aber wie will jemand, der nicht einmal HTML kann, das denn umsetzen?
freundefeed_logo

Blogo Wettbewerb eine Farce?

18. April 2008 David 3 Kommentare

Im Blogo-Wettbewerb sollen Deutschlands schönste Blog-Logos gefunden werden.
Das Logo, welches mit Abstand bis jetzt den ersten Platz belegt, sieht aus, als wäre es in Paint entstanden.
Da sind überhaupt einige “Logos” dabei, wo der Begriff etwas großzügig ausgelegt wurde.
Ein Text in Arial wird nicht unbedingt zum Logo, nur weil man zwei Schriftfarben benutzt hat. Da hätte ich mich dann ja auch bewerben können.
Jetzt mal kommentarlos ein paar der schönsten:

Und der Favorit (mit über 1000 Stimmen):

Der Wettbewerb bringt nur eins, und zwar dem marketing-blog schön viele Backlinks, sonst nichts! Ein fairer Wettbewerb sieht anders aus oder haben wirklich so viele Leute so wenig Geschmack?

Hinwies: Schöne Logos gibt es da auch, so ist es ja nicht.

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