Blogparade: 10 Bücher die man gelesen haben muss

Marcel veranstaltet für sein Buchblog eine Blogparade.
Jeder soll eine Liste der 10 Bücher, die man gelesen haben muss zusammenstellen.
Dass ich mit der Wortwahl überhaupt nicht zufrieden bin, habe ich ihm auch schon im Bloggeramt geschrieben, aber trotzdem versuche ich, der Aufgabe gerecht zu werden und einfach mal 10 Bücher zu nennen, die ich als lesenswert erachte und weiterempfehlen würde.

Die ultimative Leser der 10 Über-Bücher, die jeder Mensch in seinem Leben gelesen haben muss, gibt es nicht und wenn es sie gäbe, könnte ich sie noch lange nicht nennen, dafür habe ich viel zu wenig der Bücher gelesen, die ich gelesen haben möchte.
Da ich eigentlich nur Bücher lese, die ich auch gut finde (schlechte Bücher darf man auch weglegen, traut euch!), fällt mir die Auswahl schwer.
Außerdem lasse ich mich von den bisher eingereichten Liste inspirieren.

  1. Michael Ende – Die unendliche Geschichte
    Zeitloser Klassiker. Kein Buch habe ich so oft gelesen wie dieses.
  2. Terry Pratchett – Wachen! Wachen!
    Meiner Meinung nach der beste Einstieg, um dann sämtliche Pratchetts – oder zumindest die von der Scheibenwelt – zu verschlingen.
    Man kann es als humoristische Fantasy lesen, man kann Pratchett aber auch als sehr intelligente Gesellschaftskritik lesen.
    Neben Adams der beste und intelligenteste Humorist Großbritanniens. Bereits mit 17 hat er sein erstes Buch veröffentlicht, seit dem kamen Dutzende Werke über die Scheibenwelt und andere hinzu.
    Leider hat Pratchett mit Andreas Brandhorst keinen würdigen Übersetzer bekommen. Sobald man etwas auf Deutsch liest, und lachen muss, weil einem einfällt, dass es im Englischen ja lustig gewesen wäre, wird es Zeit, die Übersetzung wegzulegen und sich an das Original zu halten.
    Fairerweise muss man sagen, dass es praktisch unmöglich ist, Pratchett angemessen zu übersetzen.
    Also: Original lesen!
    Pratchett ist bekannt für seinen übermäßigen Gebrauch von Fußnoten1
  3. Aldous Huxley – Brave New World
    Habe ich nicht in der Schule gelesen – leider – sondern vor kurzem privat. Wer gerne dystopische Sci-Fi Filme anguckt, muss Brave New World lesen.
  4. J.R.R. Tolkien – The Lord of the Rings
    Muss man dazu noch was sagen?
  5. Mehrere Autoren – Die Bibel
    2000 Jahre wurde das Handeln von Milliarden Menschen von diesem Buch beeinflusst. Kriege, Entscheidungen, Politik, Gesetze… will man die Geschichte des Abendlandes verstehen, muss man die Bibel kennen.
  6. Johann Wolfgang von Goethe – Faust 1
    Absolutes Muss
  7. William Shakespeare – MacBeth
    Wie bei Goethe kann man praktisch das Gesamtwerk nennen, aber so viel Platz habe ich ja leider nicht.
  8. Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt
    Sehr witzig und man lernt sogar noch was über zwei der größten Deutschen überhaupt, Gauß und Humboldt. Prädikat: besonders wertvoll.
  9. Douglas Adams – Die letzten ihrer Art
    Douglas Adams besucht mit dem Zoologen Mark Carwardine zusammen die bedrohtesten aller Tierarten. Lemuren auf Madagaskar, weiße Nashörner, die eigentlich gar nicht weiß sind, den blinden Yangtse-Delfin…
    Obwohl seit den Reisen mehr als 20 Jahre vergangen sind, ist Die letzten ihrer Art auch heute noch topaktuell. Wäre das weltweit Pflichtlektüre in der Schule, würden Menschen anders mit der Natur umgehen.
  10. Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher
    Weil ich das gerade erst gelesen habe. Habe mich erst davor gedrückt (habe es geschenkt bekommen), war dann aber doch begeistert und habe es in kürzester Zeit verschlungen. Dass der Protagonist, ein angehender Schriftsteller, ein Lindwurm ist. Sehr amüsant und mit vielen Referenzen auf bekannte Literatur.

Waren das schon 10? Verdammt, ich hätte leicht noch 10 weitere nennen können. Und dann nochmal 10.
Habe mich schon immer schwer damit getan, Dinge zu bewerten und die besten xy zu nennen.

1 Bestes Beispiel für so eine lustige Übersetzung ist die Fußnote zur Namenserklärung von Deneffe Stiefel (Denephew Boot): “Seine Eltern […] haben sich ein Mädchen gewünscht, das sie Denichte nennen wollten.”

18 comments

  1. “Die Letzten Ihrer Art” wird wirklich von vielen (auch von mir) in den Beiträgen genannt. Das finde ich erstaunlich, da das Buch ja immer im Schatten des Anhalters stand.

    “Brave New World” habe ich nur auf Deutsch (schöne neue welt) gelesen und in dieser Fassung hat mich das Buch sehr enttäuscht. Ich habe aber von vielen gehört, dass die Deutsche Fassung viel schlechter ist als das Original – das werde ich also auch mal lesen 😉

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  3. Zu 5 hätte ich vielleicht noch sagen sollen, dass ich nicht wirklich religiös bin, ich habe die Bibel nur aus Interesse gelesen. Und teilweise ist sie sogar echt unterhaltsam 🙂

    Wie kann man von Brave New World enttäuscht sein? Selbst auf Deutsch sind die Beschreibungen der Brutmaschinerie etc. erschreckend realistisch und beeindruckend beschrieben.
    Ich erinnerte mich an die Szene aus Matrix, in der man die Menschen an den Maschinen angeschlossen sieht, nur viel beeindruckender.

  4. Danke fürs Mitmachen 😉

    @Boff: Ich kann’s gar nicht oft genug sagen: BNW muss man in der englischen Fassung lesen! 😉

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  7. Mein Einstieg in die Pratchett Bücher war Gevatter Tod. In einer Kramkiste gefunden. Hast du damals eigentlich mitbekommen wie ich mit dem Kram angefangen habe ? Mein 2 Pratchett war glaube ich ein Doppelband und nicht so gut. Pyramiden und Mac Best.

    Nun ja, aber die Mumm Geschichten sind einmalig, einfach nur gut. Alles ist von Pratchett gut wo die Wache und Mumm vorkommen. Und ein bisschen der Tod. Die Hexen gehen noch. Die Zauberer sind nicht so toll, finde ich.

    Die letzten ihrer Art ist auch ein gutes Buch,leider sind manche der Tiere doch noch ausgestorben.

    Faust ist ebenfalls genial, dieses Buch, habe ich aus freien Stücken gelesen.

    Tja und für die Bibel kann ich mich nicht so begeistern. Dazu sollte Pratchett mir mal ein passendes Gegenstück schreiben.

  8. Ich hatte damals die Nomen und Rincewind, der Zauberer (4 Rincewind Geschichten) mit im Urlaub. Das war wohl 2004. Seit dem habe ich dann praktisch alles von ihm gelesen, sogar die Teppichvölker.
    Die dunkle Seite der Sonne habe ich letztens gelesen, fehlt noch Strata.

    Ja, bei mir sind auch die Wachen um Mumm die Favoriten. Hexen finde ich eher doof.

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  10. Hexen sind doof ? Da gibt es aber auch gute Hexenbücher.

    Die Teppichvölker, befinden sich die nicht bei Trucker Wühler… ?Mumm und die Wache sind bei mir auch die Favoriten,gefolgt vom Tod. Und die anderen Storya aus Ank Mopork.

  11. Ja, die Hexen sind schon okay, aber im Vergleich zu den Stadtwache-Geschichten eher langweilig.

    Teppichvölker hat Pratchett veröffentlicht, als er 17 war, und später nochmal überarbeitet. Das ist ähnlich wie die Nomen, gehört da aber nicht zu.

    Dark Side of the Sun ist auch ein älteres und vom Stil her sehr ähnlich wie Douglas Adams.
    Strata ist auch ein altes, da geht es um Leute, die Planeten bauen (auch wie bei Adams), einer davon ist eine Scheibenwelt. Da fing alles an 🙂

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  13. Komischerweise mag ich die Wachen-Bücher nicht so gerne, dafür aber die Zauberer-Bücher. Zum Glück hat er so viel geschrieben 😉

  14. Aber zur Not kann er noch ein paar schnell einsprechen, muss die ja nicht alle tippen.

    Ansonsten denke ich das die Scheibenwelt weiterexestieren wird, aber ob die dann noch gut sein wird ist eine andere Sache. Vll werden die bekannten Charaktere nicht mehr exestieren aber in der Welt könnten auch andere Geschichten und Bücher schreiben.

  15. Mit Scham stelle ich fest, dass ich immer noch kein Buch von Terry Pratchett gelesen habe. Das werde ich nun zügig nachholen.. 😉 Einen Tipp hätte ich noch: Terror von Dan Simmons.

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  17. Das ist wirklich eine gute Liste. Meine Lieblingsbücher daraus sind Der Herr der Ringe und Faust! Absolute Spitze. Was man aber,gerade als Deutscher,auch gelesen haben sollte,ist meiner Meinung nach “Buddenbrooks” von Thomas Mann. Es hat einen wirklich schweren Einstieg und man muss sich am Anfang etwas durchkämpfen, aber im Endeffekt versteht man wirklich, warum Thomas Mann dafür den Nobelpreis bekommen hat. Und auch ein sehr gutes Buch ist meiner Meinung nach “Der Schwarm”. Man lernt extrem viel über Themen, mit denen man normalerweise nicht konfrontiert wird, aber das ist doch das Schöne an Literatur:-)