Captain Obvious

I'm the Doctor

Bad Cops

Die letzten beiden Filme aus der Sneak:

Lakeview Terrace
Rassismus im Film mal anders herum.
Das junge Ehepaar Chris und Lisa haben sich ihr erstes eigenes Haus in einer vermeintlich ruhigen Nachbarschaft gekauft und sind glücklich.
Doch der Cop Abel (Samuel L. Jackson), mit dem besonders Chris von Anfang an aneinander gerät, wird mehr und mehr zu einem Ärgernis. Was schon als großer Nachbarschaftskrieg (zerstörte Klimaanlage als Rache für Zigarettenkippen) anfing, steigert sich immer mehr, bis Abel den beiden sogar einen Gangster ins Haus schickt, um ihnen einen Schrecken einzujagen.
Der Hauptgrund für den Hass ist die Ehe zwischen dem weißen Chris und seiner farbigen Frau, generell mag Abel aber keine Weißen.
Doch wie wehrt man sich gegen die Schikanen eines Polizisten?
Zum wem geht man, wenn man sich über die zu laute Party beschweren möchte und alle Partygäste Polizisten aus dem Bezirk sind?
Eigentlich ein überflüssiger Film, niemand wird sich den im Kino ansehen wollen, behaupte ich mal.
Die Story ist viel zu konstruiert, die Rolle des Abel zu überspitzt und Samuel L. Jackson war auch nie ein Garant für einen guten Film, auch wenn er schon in guten mitgespielt hat.
Tipp: einfach auslassen, man verpasst nichts!

Der Titel ist eine Anspielung auf Rodney King, den Abel auch im Film erwähnt. Chris zitiert dessen berühmte Aussage “Can’t we all just get along?”. Der Afroamerikaner wurde 1990 in L.A. im Bezirk Lakeview Terrace Opfer von Polizeiwillkür, als er wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten und verprügelt wurden.
Dies wurde zufällig gefilmt, dank der ungünstigen Besetzung der Jury (kein einziger Farbiger, über 80% Weiße) wurden die Polizisten allerdings freigesprochen, was zu Unruhen führte in deren Verlauf ein Sachschaden von über 1 Milliarde Euro entstand und mehr als 50 Menschen starben.

Lakeview Terrace läuft ab dem 18.12. in deutschen Kinos.

Pride and Glory
New York City. In der Familie Tierney ist jeder bei der Polizei. Vater Francis Sr. (Jon Voight) ist längst in Rente, fühlt sich trotzdem für alles verantwortlich und trifft die Entscheidungen für seine Söhne Francis Jr. (Noah Emmerich) und Ray (Edward Norton). Auch der eingeheiratete Jimmy (Collin Farell) ist beim NYPD und wird von allen in der Polizistenfamilie als einer der ihren angenommen.
Doch alle müssen ihre Prioritäten und ihre Loyalität neu definieren, als sich nicht mehr länger verleugnen lässt, dass in Francis’ Departement einiges schief läuft und Jimmy der Drahtzieher hinter den illegalen Machenschaften ist.
Eine Aktion, in der die Cops Drogendealer Geld und Drogen klauen wollen geht schief und alle 4 von ihnen sterben.

Ray wird beauftragt, die Umstände der Schießerei aufzuklären und wird so gezwungen, sich wieder mit seiner Familie, deren falschen Loyalitätsvorstellungen und dem Sumpf des Verbrechens im Departement selbst auseinander zu setzen.
Schon einmal hat er für die Familie gelogen, was ihn dazu bewegt hat, aus dem aktiven Dienst auszutreten.
Als er herausfindet, was wirklich passiert ist, wer dahinter steckt und was für Auswirkungen das auch auf die unschuldigen Mitglieder seiner Familie haben könnte, muss er sich entscheiden, was ihm wichtiger ist.
Sein Gerechtigkeitssinn oder die Loyalität gegenüber seiner Familie?

Teilweise übertrieben brutal (Colin Farell schlägt eine Frau, während sie ein Baby im Arm hält und bedroht dann das Baby mit einem Bügeleisen) und ich hoffe nicht, dass Amerikaner wirklich so reden. Ich bin ja nicht zimperlich und mit swearwords habe ich kein Problem, aber wenn jedes fünfte Wort im gesamten Film “fuck” lautet, kann man den Dialogen nicht mehr so gut folgen. Die Amis verlieren ihre Sprache, bald ist jedes Wort “fuck” und man muss am Tonfall erkennen, was gemeint ist.

Pride and Glory kommt am 22. Januar ins Kino (unter dem Namen Das Gesetz der Ehre)

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