Captain Obvious

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Avatar 3D – Aufbruch nach Pandora


Normalerweise mag ich keine Western, aber in Avatar hat James Cameron die Cowboy vs. Indianer Thematik so schön in bunte 3D-Effekte gepackt, dass es einfach verdammt Spaß macht.
Avatar spielt im 22. Jahrhundert. Die Menschheit hat die Erde komplett ausgebeutet und ist nun auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Auf dem kleinen Mond Pandora gibt es eine der begehrten Ressourcen, leider aber auch intelligente Eingeborene, die ihre Heimat auf den Rohstoffquellen nicht aufgeben wollen. Die von der Gruppe RDA beauftragten Menschen auf Pandora gliedern sich in zwei Gruppen: das Militär, das unter Führung Col. Quaritchs (Stephen Lang – Gettysburg, Public Enemies) nur darauf wartet, den Erstschlag gegen die Eingeborenen – die Na’vi (Apostrophe in Aliennamen kommen nie aus der Mode) führen zu dürfen und den Wissenschaftlern unter Führung von Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver – Alien, Vantage Point, Ghostbusters), die Flora und Fauna Pandoras studieren und mit den Na’vi eine friedliche Lösung finden wollen. Dazu dient das Avatar-Programm, bei dem aus den Genen der Eingeborenen und eines Menschen eine leere Hülle, die den Na’vi gleicht, erschaffen wird, die von einem Menschen mit seinem Geist gesteuert werden kann. Über den beiden Gruppen steht Selfridge (genial wie immer: Giovanni Ribisi – Friends, Flight of the Phoenix, Sky Captain and the World of Tomorrow, Lost in Translation), der nur an den materiellen Zweck denkt und für den jedes Mittel dafür Recht ist, solange er am Ende die wertvollen Rohstoffe bekommt.

Durch den Tod seines Zwillingsbruders, der Mitglied im Avatar-Programm war und dessen teurer Avatar nun nicht benutzt werden kann, wird Jake Sully (Sam Worthington – Terminator Salvation, Clash of the Titans) mitten in den Konflikt gezerrt und muss sich für eine Seite entscheiden. Nur er kann den Avatar seines Bruders nutzen, da er dessen DNS teilt. Der halb gelähmte Ex-Marine ist einfach nur froh, durch den Avatarkörper wieder laufen zu können, und tut alles, was man von ihm verlangt, doch schon bald zieht ihn die einzigartige Flora und Fauna Pandoras in seinen Bann und auch die Na’vi sind schnell mehr für ihn, als irgendwelche Eingeborenen, die im Weg sind. Er lernt ihre Bräuche, ihre Sprache, verliebt sich in die Häuptlingstochter (Zoë Saldaña – Star Trek, Vantage Point, The Terminal, Pirates of the Caribbean) und wird bald in ihr Volk aufgenommen. Als es zum offenen Konflikt kommt, muss er sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.

Für Avatar klaut Cameron bei so vielen anderen Filmen und Büchern, dass es fast unmöglich ist, zu entdecken, was bis auf die Effekte von ihm selbst stammt. Winnetou, Der mit dem Wolf tanzt und Pocahontas… Cameron erzählt eine klassische Geschichte und versetzt sie auf einen fremden Planeten (bzw. einen Mond). Was Cameron an der Entwicklung der Story gespart hat, hat er in die Ausarbeitung Pandoras, der Sprache und der Kultur des Volkes gesteckt. Und dieser Planet, so fremd und lebensfeindlich er manchmal scheint, ist doch so einladend und überwältigend, dass man sich als Zuschauer sofort auf die Seite der Na’vi schlägt, die ihre wundervolle Heimat verteidigen wollen. Meiner Meinung nach macht Avatar alles richtig, ich habe 161 Minuten lang mit den Na’vi gezittert und gehofft, dass die blöden Menschen sterben. Man konnte natürlich früh ahnen, wie die Handlung enden würde, dass es dabei stets so spannen und mitreißend blieb, ist umso bemerkenswerter und Camerons Regie zuzuschreiben. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Teile der geplanten Trilogie, obwohl da wahrscheinlich noch weniger Story sein wird.

Wer für eine 3D-Vorstellung draufgezahlt hat, wird vermutlich ein wenig enttäuscht sein. Zieht man die Brille aus, sieht man fast keinen Unterschied, von ein paar im Vordergrund fliegenden Partikeln oder Tieren mal abgesehen. Würde mich mal interessieren, ob das in IMAX 3D anders ist, wir haben ja leider kein IMAX-Kino mehr in Düsseldorf.

Avatar läuft seit letztem Mittwoch in 3D, in “normal” in einem Kino in eurer Nähe, in ganz wenigen Städten auch in IMAX 3D.
Weitere Darsteller: Michelle Rodriguez (LOST, The Fast and the Furious), Joel Moore (Dodgeball), CCH Pounder (Face/Off, Orphan) als Königin der Na’vi, Wes Studi, der ist übrigens Cherokee und bekannt aus Filmen wie Der mit dem Wolf tanzt und Der letzte Mohikaner ist, als König der Na’vi und ganz viele süße, fliegende 3D-Quallen.

7 Responses to Avatar 3D – Aufbruch nach Pandora

Sebbi says: Sonntag,20. Dezember 2009 at 9:41

Kein Unterschied in 3D? Was für eine Technik wird bei euch denn verwendet? Ohne Brille war das Bild doch absolut unscharf und doppelt zu sehen …

Fand den Film auch unglaublich mitreißend. Wow!

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David says: Sonntag,20. Dezember 2009 at 18:47

Der Film wird mit und ohne 3D vorgeführt. Mit Brille in der 3D-Vorführung sehe ich nicht viel, was sich von einem normalen Film unterscheidet. Klar ist es ohne Brille etwas verschoben, liegen ja auch quasi zwei Bilder übereinander.

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Thomas says: Montag,21. Dezember 2009 at 8:54

Vielleicht musst du dir eine ganz gewöhnliche Brille besorgen, damit du wieder scharf siehst. :-)

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b3nl says: Samstag,2. Januar 2010 at 20:16

Avatar eine Trilogie? Wo hast du den denn her? Und ich stimme zu, dass ich die 3D-Effekte in “normalen” Kinos für schwach halte, mit nem Captain IO kann das nicht mithalten, der schwache 3D-Effekt bei Avatar manchmal liegt da imho eher an der “reingeprutschten” Technik, als am Film selbst.

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David says: Samstag,2. Januar 2010 at 23:02

“We’re signed for a trilogy,” Sam [Worthington]told Total Film.

“We’ll follow Jake and Neytiri,” Cameron said. “I have a trilogy-scaled arc of story right now, but I haven’t really put any serious work into writing a script”

It could absolutely be the first of a series of films, but I can’t say right now. I’ve got stories mapped out for two more films. But should we make some money…we will definitely make another movie.

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