Anti-Sommerloch-Post: Filmmusik
by David on August 11, 2009
endgueltig hat eine super Idee gegen das Sommerloch in der Blogosphäre (auch wenn man das bei mir bestimmt gar nicht bemerkt hat
).
Und zwar möchte er, dass wir einen Blogbeitrag zum Thema “Filmmusik” schreiben. Eine Blogparade quasi.
Etwas vage, die Aufgabe, aber ich gebe mal mein bestes.
Ganz allgemein mag ich alle Arten von Filmmusik, bevorzuge aber meist die klassische, also instrumentale Variante. Meist findet man auch nur hier eigens für den Film komponierte Stücke, Soundtracks bestehen ja sonst oft aus zusammengesuchten Songs, die mehr oder weniger gut zum Film passen. Manchmal entdeckt man dadurch komplett neue Musik oder betrachtet bekannte Songs aus einem neuen Blickwinkel, trotzdem möchte lieber mal die klassische Variante untersuchen, vor allem, weil ich dadurch erst so richtig einen Bezug zur klassischen Musik gefunden habe.
Manche können damit gar nichts anfangen aber für mich sind Komponisten wie Hans Zimmer, John Williams oder Klaus Badelt (nicht zu vergessen Bear McCreary) durchaus gleichzusetzen mit den bekannten Namen, die einem sonst so einfallen, wenn man an klassische Musik denkt.
Manche Stücke erreichen gar den Bekanntheitsgrad aktueller Pop-Hits. Selbst jene (ja, die gibt es), die Star Wars nie gesehen haben, erkennen den Imperial March. Oder das Star Trek-Theme. Der Pate. Oder das Harry Potter- oder Terminator-Theme.
Bei diesen Beispielen sind Musik und Film so stark miteinander verschmolzen, dass man sich den Film ohne die entsprechende Untermalung kaum vorstellen kann.
Bei anderen Filmen dient die Musik nur zur Untermalung, oft wird auch auf Stücke der klassischen Musik zurückgegriffen wie z.B. Barbers Adagio for Strings im Film Platoon (und zahlreichen anderen Filmen) oder Tschaikovskys 1812 Ouvertüre bei V For Vendetta.
Manche Filme kommen komplett ohne Musik aus, ganz selten ist das passend, meist fehlt da für meinen Geschmack etwas.
Ich kann das genaue Zitat jetzt nicht finden aber George Lucas sagte mal, alle Star Wars-Filme sollten verständlich sein und unterhalten, selbst wenn der Zuschauer die Sprache nicht versteht. Einzig und allein durch John Williams’ genialen Soundtrack.
Ein kurzer Ausschnitt aus der Wikipedia dazu:
Gemäß der westlichen Tradition des Theaters wird bei Star Wars jeder Figur sowie wichtigen Schauplätzen ein spezifisches, musikalisches Thema zugeordnet. Bei jedem Auftauchen der bestimmten Figur oder des bestimmten Schauplatzes wiederholt sich das Thema.
Beispielsweise endet Episode III mit The Throne Room, was das Leitmotiv aller Filme ist und das erste ist, was man bei Episode IV hört. Ohne Musik würde den Filmen so viel fehlen.
Diesen wirren Post beende ich mit einem meiner Lieblingsstücke der Filmmusik und zwar Mansells Lux Aeterna aka. Requiem For A Dream
Die Blogparade geht noch bis zum 17.8. und zu gewinnen gibt es auch was also noch schnell mitmachen!

8 comments
Jaa, die oben genannten Komponisten höre ich auch gerne

Von der Star Wars Musik gefällt mir am allerbesten das Liebesmotiv (Across the Stars)
Und das Theme zu Fluch der Karibik wurde ja bereits von Scotty erfolgreich ins Technomellieu portiert.
by deLtadeep on Dienstag,11. August 2009 at 17:19. #
@deLtadeep: Ja, das von Scotty mag ich echt gerne. Tiesto hat das ja auch vermurkst, aber ich glaube ganz offiziell, das war doch sogar auf dem Soundtrack als Bonus drauf, meine ich.
by David on Dienstag,11. August 2009 at 18:30. #
Ein interessanter Artikel, besonders da ich der gegenteiligen Meinung bin. Nein, das ist falsch formuliert – eher eine gegenteilige Gewichtung mache. Ich habe die echten Star Wars-Filme alle drei Mal gesehen, aber ich könnte den Imperial March nicht erkennen, genauso wenig wie das Star Trek-Theme (Serie oder Film? Habe ich zu 99% nicht gesehen und deswegen zählt das nicht), der Pate (habe ich mal vor 10 Jahren oder so gesehen, keine Erinnerung), Harry Potter (habe die ersten 5 gesehen, aber das Theme?!), Terminator (habe ich nix gesehen, von daher disqualififziert).
by juliaL49 on Dienstag,11. August 2009 at 18:48. #
@juliaL49: Hm, sicher? Höre dir mal das Theme vom Paten oder Harry Potter an, wirst du bestimmt erkennen. Und Terminator ist auch sehr leicht zu erkennen, selbst wenn man die Filme nicht kennt. Denke ich.
Also ich kenne Leute, die die Filme nicht gesehen haben, die Themes trotzdem erkennen.
by David on Dienstag,11. August 2009 at 19:08. #
@David: keine Ahnung, kenn nur das von Scotty und find ich auch gut. Sonst steh ich eig. nicht so auf die Verwurschtung klassicher Musik.
@julia49: Das hier kennst du mit Sicherheit: http://www.youtube.com/watch?v=F2RbWGFfwh8
by deLtadeep on Mittwoch,12. August 2009 at 0:26. #
Letztens habe ich Trible X gesehen, den Anfang…dort passte schon irgendwie Rammstein als Live Band mit hinein. Die Musik passte zur Situation, kann aber daran liegen das dort die Band als Live Auftritt spielten.
Ansonsten sollte die Filmwelt mal ein wenig zurückgehen zu der Zeit als sie noch Orchester für Filmmusiken genommen haben.
Das passt wenn die Musik für den Film geschrieben wurde, wie damals bei Titanic.
Einfach nur Songs aus den Charts raussuchen kann man mal machen aber darauf nicht die ganzen Filmmusik basieren.
by Sebastian on Mittwoch,12. August 2009 at 20:55. #
Ich steh total darauf, wenn meine Lieblingsregisseure Songs meiner Lieblingsartisten verwenden. zB als die Coens im Burn After Reading-Trailer Elbows “Grounds For Divorce” nutzten. Sehr passend. Filme ohne Musik können allerdings auch wirken. Hat mir bei Hard Candy sehr gut gefallen. So wirkte das hochgradig geniale “Elephant Woman” von Blonde Redhead in der letzen Szene/im Abspann irgendwie noch intensiver.
Und das Harry Potter-Theme bereitet mir ständig Gänsehaut.
by Kristin on Donnerstag,13. August 2009 at 1:18. #
[...] Kamil ♫ Claudia ♫ Kasumi ♫ Herr Lehmann ♫ JuliaL49 ♫ BeetFreeQ ♫ Captain Obvious ♫ Schorsch ♫ Dany ♫ Eknoe ♫ [...]
by Endgültig » Post Topic » Endgültig(es) Sommerloch-Ende on Mittwoch,19. August 2009 at 11:18. #