The Smashing Book

Heute durfte ich meine Ausgabe des The Smashing Book in den Händen halten und ich muss sagen, schon die Verpackung ist ein kleines Kunstwerk.
Bis jetzt habe ich nur durchgeblättert, für eifrige Leser des Smashing Magazine gibt es im Buch nicht viel neues zu entdecken, wenn auch schöner aufbereitet. Bin eh doch eher ganz oldschool pro Print, wenn es dartum geht, etwas nachzuschlagen oder unterwegs ein bisschen zu blättern.

Am spannendsten finde ich bis jetzt das Schlusswort, in dem man erfährt, wie Sven und Vitaly mit einer kleinen spontanen Idee 2006 zu einem der weltweit bekanntesten Dersignblogs unserer Zeit geworden sind und (nicht erst) mittlerweile vom Dasein als Blogger leben können. Interessant auch die Tatsache, dass das eigentliche Schreiben bei so einem riesen Projekt nicht mal den größten Teil des Arbeitstages einnimmt, vor allem die Qualitätssicherung der Texte und die Kommunikation mit Gastautoren bzw. Beantwortung von diversen Mailanfragen sind schon extrem zeitfressend. Kenne ich ja selbst schon ein bisschen von Zockwork Orange :-)

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Das Ende von Fall Out Boy?

Fall Out Boy, eine meiner absoluten Lieblingsbands, ist nicht mehr. Es gab noch kein offizielles Statement, aber das braucht man im Internetzeitalter auch nicht mehr, es gibt ja Blogs und Twitter.

Pete Wentz schrieb auf Twitter: man. dont you get it? a hiatus is forever until you get lonely or old. i dont plan on either.

dann: cant imagine playing in fob again. something would have to change in my head or my heart- not my wallet. itd have to be real

Sänger Patrick Stump arbeitet sowieso an seiner Solo-Karriere. Drummer Andy Hurley soll “I quit too” getwittert haben, den Tweet hat er aber anscheinend gelöscht. (Nein, er ist nicht auf seinem offiziellen Twitter-Account, aber auf einem anderen mit gleichem Namen.)

Pete Wentz schreibt in seinem Blog:

i dont know the future of fall out boy. its embarrassing to say one thing and then have the future dictate another. as far as i know fall out boy is on break. (no one wants to say the “h” word). as much as i dont have a solo project, i also cant predict that id ever play in fall out boy again.

Alles sehr traurig, Fall Out Boy war so ziemlich die einzige Band, bei der ich mich als Fan bezeichnen würde.

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Learning English with TV-Shows #23: PDA

aus: Smallville S09E10 – Disciple

Lois: Okay, then. That was PDA number four on date number five. I’m just keeping track, trying not to rush into this relationship, like I’ve done before.
Clark: Well, Lois, there’s nothing we’ll be doing in five weeks that we can’t do tonight.
Lois: I know. It’s just… This is the one. You’re the one that I want to get it right with, okay so… Night.

PDA – Public Displays of Affection: öffentliche Liebesbekundung

(manchmal natürlich auch “Personal Digital Assistant”. Kennt man sowas im Zeitalter der Smartphones überhaupt noch?)

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Who wants flowers when you’re dead? Nobody

Gestern ist J.D. Salinger verstorben, meiner Meinung nach ein ganz großer, der, wenn er auch nur sehr wenig veröffentlicht hat, starken Einfluss, nicht nur auf die Literatur, hatte.
Catcher in the Rye müsste ich eigentlich direkt wieder lesen.

Gin a body meet a body
Comin thro the rye,
Gin a body kiss a body,
Need a body cry?

- Robert Burns

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A Serious Man


A Serious Man, das neuste Werk der Coen-Brüder versetzt uns ins Minnesota der 60er. Zuvor eigentlich noch ins Polen des 19. Jahrhunderts, aber das hat mit der Handlung nichts zu tun.
Da endet vermutlich auch schon der biographische Bezug zu den Coens; Minnesota, 60er, jüdische Siedlung.
Larry Gopnik, ein Mathematik Professor, versucht stets, ein guter Vater, Ehemann und Bruder zu sein. Doch irgendwie gelingt ihm nichts davon. Seine Frau verlangt eine rituelle jüdische Auflösung der Ehe, seine Kinde bestehlen ihn und brauchen ihn eigentlich nur, um die Radioantenne richtig einzustellen. Und sein Bruder (Richard Kind – Scrubs, Spin City/Chaos City) der bei der Familie auf der Couch schläft, gerät mit dem Gesetz in Konflikt und wird mehr und mer zu einer Last für alle.
Das einzige freudige Ereignis ist die bevorstehende Bar Mitzwa von Larrys zwölfjährigem Sohn Danny, der aber lieber kifft und böse Musik (i.e. Jefferson Airplane) hört, anstatt sich auf das Vorsingen der Tora vor der Gemeinde vorzubereiten. Und vielleicht die mögliche Verbeamtung Larrys (dank Friends wusste ich auch, was “tenure” bedeutet), die dank difamierender Briefe und Bestechungsversuchen von Studenten aber auf der Kippe steht.
Larry pendelt zwischen Job, Familie (oder was davon übrig ist), Anwälten und mehreren Rabbis, die er um Rat bittet.
Der erste (Simon Helberg, bekannt als Wolowitz von The Big Bang Theory) ist nur ein Aushilfsrabbi, der nicht viel zu sagen hat, außer auf das Wunder des Parkplatzes vor der Tür hinzuweisen. Der nächste (George Wyner – Days of Our Lives) erzählt die Geschichte eines Zahnarztes, der hebräische Zeichen in den Zähnen eines Patienten gefunden hat, was für Larry in etwa so viel Sinn ergibt, wie der ganze Film für mich.

Rabbi Nachtner: We can’t know everything.
Larry Gopnik: It sounds like you don’t know anything! Why even tell me the story?

Der einzige Rabbi, der ihm helfen könnte, ist schon alt und macht lässt niemanden mehr zu sich, außer Jungen, die gerade ihre Bar Mitzwa hinter sich gebracht haben, um ihnen zu gratulieren. Ironischerweise darf Danny also zu ihm, sein Vater bekommt keinen Termin und ist weiter auf sich allein gestellt.
Die Probleme häufen sich, doch statt diese irgendwie aufzulösen, beenden die Coens abrupt den Film und lassen den Zuschauer mit fragenden Blicken im Kino zurück. So wie Larry sich bei der Geschichte mit dem hebräischen Hilferuf, eingemeißelt in die Zähne eines Nichtjuden, für ihn nur die Frage aufwarf: “Was will der mir damit sagen?”, fühlt man sich auch bei A Serious Man. Was wollen die Coens uns damit sagen? Gut, es braucht nicht jeder Film eine Aussage und scheinbar ging es den Coens nur darum, das Leben der Juden im Minnesota der 60er darzustellen, um uns ein bisschen zu erklären, warum sie selbst so abgedrehte Filme machen. Vielleicht ist Joel Coen ja der ständig kiffende Danny Gopnik? Wer weiß.
Wenn ich auch mit der Handlung nicht viel anfangen konnte, muss ich doch sagen, dass es die eine oder andere witzige Stelle gab, nicht zuletzt auch durch die vielen jiddischen Begriffe, die man als Zuschauer erraten darf, weil sie auch nicht im Untertitel übersetzt werden. A Serious Man eignet sich vermutlich nur für Fans der Coens.

★★☆☆☆

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