Lesemonat Mai/Juni

Ich lese ja immer so wenig, da werde ich das nun einfach immer zusammenfassen. Und gleichzeitig noch auf Serien und Games eingehen. Los geht’s.

Haiko Hörnig, Marius Pawlitza – A House Divided, Band 1: Ein gefährliches Erbea_house_divided_cover
96 Seiten
Comic/Fantasy

Print-Umsetzung des Online-Comics. Die beiden begleiten mich hier im Web schon relativ lange, seit ich damals deren Webcomic “Selektive Erinnerung” entdeckte, da musste ich das erste Buch einfach kaufen. Sehr schön geworden, sowohl optisch als auch textlich, Fantasy mit viel Humor. Bin gespannt, wie es weitergeht.
Schaut euch einfach die Online-Version mal an!

Mark Millar, Steve McNiven – Nemesis
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112 Seiten
Comic, Action

Amazon: “The writer and artist behind Civil War and Old Man Logan return with a tale of one man with a plan for vengeance! Who is Nemesis? He is a son of privilege, an inheritor of billions from his deceased parents. He owns a fleet of the finest cars, a hangar full of planes and countless technological gadgets at his command. Donning a mask and long flowing cape, he’s a man in white fighting relentlessly for a cause he believes in. But if you’re thinking Mark Millar and Steve McNiven are telling a story you’ve already heard before, think again: You’ll know you’ve got something completely different by the turn of the first page. Nemesis tracks the violent fantasies come to life of the villain to top all villains in an in-your-face, unapologetic tour-de-force of action, ultraviolence and over-the-top humor Millar (Kick-Ass, Wanted) and McNiven (Civil War) style!” Sehr brutal, teilweise. Wie eigentlich alles von Millar, aber durchaus lesenswert.

Christian Gehlen – Und dann kam Tetris: Wie Nintendo innerhalb eines Jahrzehnts den Videospielmarkt eroberte
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160 Seiten
Sachbuch, Videogames

Geschichte der Videospiele, von den Anfängen in den Arcade-Hallen bis zum Siegeszug der Heimkonsolen durch Nintendo und vor allem auch durch den Hit Tetris. Hab bei Zockwork Orange etwas ausführlicher was dazu geschrieben.

Gerade dabei:

Dale Carnegie – How to win friends and influence people
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304 Seiten
Lebensratgeber

Viele schwärmen von dem Buch, ich hab mich lange Zeit geweigert, auch wegen des Titels. Aber es gibt gute Gründe, warum Carnegies Ratgeber seit den 1930ern ein Bestseller ist. Themen sind nicht nur, wie man “Freunde” gewinnt oder Menschen “beenflusst”, viel mehr geht es um den Umgang mit Menschen, um das Erreichen von Zielen, wie man mit Kritik umgeht und Kritik äußert, wie man Menschen besser zuhört und gleichzeitig erreicht, dass andere einem gerne zuhören usw. Die Tipps werden mit zahllosen (fast zu vielen) Beispielen ausgeschmückt, garniert mit Zitaten von Politikern wie Lincoln und anderen. Eigentlich ist man fix durch, ich lese das gerade nebenbei in der Bahn, da brauche ich immer ein wenig länger.

“You can make more friends in two months by becoming interested in other people than you can in two years by trying to get other people interested in you.”

Ferner liefen:

Kanata Konami – Kleine Katze Chi Band 9
Lustiges Taschenbuch Nr. 481: Elf Enten müsst ihr sein!
Lustiges Taschenbuch Nr. 482: Sprung in den Sommer (haha, Sommer)

Serien/Filme:

Ich hab Downton Abbey begonnen und – quasi – beendet. Amazon Instant Video hat leider nur 5 der 6 Staffeln. Dann habe ich Vikings angefangen, da ich immer gerne was habe, was ich offline gucken kann, Netflix kann das ja nicht. Game of Thrones ist zu Ende, wie fandet ihr die Staffel? Bin gespannt, wie es dann in den Büchern weitergehen wird, wie weit das auseinander gehen wird.

RIP Penny Dreadful übrigens. Nach nur 3 Staffeln (planmäßig) beendet, schade. Mir sind die Figuren ans Herz gewachsen und es hätte noch einiges zu erzählen gegeben, besonders bei Figuren, die nicht ganz so intensiv behandelt wurden. Dr. Jekyll/Mr. Hyde zum Beispiel war ja eher verschenkt als Helferlein, was stellt Lily an und wie kann man eine Figur mit einem Namen wie Catriona Hartdegen einführen und dann kaum was machen lassen? Da muss es doch weitergehen? Ein Spin-Off, irgendwas?

Im Kino habe ich Miss Hokusai gesehen, ein Biopic über die Tochter des berühmten, japanischen Malers. Leider nicht so gut und wenig informativ, dennoch schön umgesetzt. Außerdem war ich in X-Men: Apocalypse und hab die ersten 4 X-Men “gerewatched”. Auf Blu-ray gab es Whiplash (tolle Kameraführung, sehr intensiv, Story etwas lasch) und Jurassic World (gleiche Story wie immer, Kinder rennen weg, Dinos brechen aus) und Ant-Man (witziger Heist-Movie, der oft seine eigene Logik bzw. seine Erklärungen ignoriert) und Netflix hatte noch Edge of Tomorrow. Bis auf das Ende ein sehr genialer Film, unbedingt anschauen.

Games:

Ach ja, ich spiele immer weniger. Angefangen habe ich bzw. aktuell spiele ich LEGO Dimensions, was ich auch quasi beendet habe, Donkey Kong Country 3 auf dem 3DS und Zelda: Oracle of Ages auf dem 3DS. Gekauft habe ich mir noch Zelda Twilight Princess HD und Zelda Wind Waker HD für die WiiU, aber noch nicht gespielt, habe beide aber schon auf dem GameCube durchgespielt.

Habt ihr Empfehlungen, was ich unbedingt gucken, lesen, spielen muss? Dann raus damit!

52 Games: Little Creatures

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Wir haben bei Zockwork Orange unsere Reihe 52 Games wiederaufleben lassen und bisher habe ich leider noch nicht selbst teilgenommen. (Worum geht es dabei?)

Für Thema 3 “Little Creatures” bin ich auch schon wieder zu spät, macht mir aber nichts. Hier also mein Nachtrag zum Thema: ich musste dabei unweigerlich an Ilomilo denken. (Mein Review von damals zu Ilomilo)

Es hat einfach total viel Spaß gemacht, die beiden süßen Kreaturen zu spielen, mit ihnen Rätsel zu lösen und sie zueinander zu führen.

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Trauriger Fakt, den ich gerade bei der Recherche herausfand: die Website zu ilomilo ist nicht mehr erreichbar, den Entwickler des Spiels gibt es gar nicht mehr. Alle Mitarbeiter des schwedischen Entwicklers Southend Interactive sind immerhin beim Ubisoft-Studio Massive Entertainment untergekommen und nicht etwa arbeitslos. Ein ilomilo 2 wird es aber vermutlich niemals geben, schade.

Lesemonate März/April

Im März hab ich nicht beenden können, was ich gelesen habe, deshalb hab ich mir den Artikel gespart und jetzt gibt es das halt gesammelt.

mark_millar_civil_warMark Millar, Steve McNiven (Zeichnungen) – Civil War
208 Seiten
Comic/Graphic Novel (Superhelden)

Als Vorbereitung auf den Film (The First Avenger: Civil War) wollte ich Mark Millars Comic noch mal lesen, denn ja, ich glaubte, er Film beruhe auf eben dieser Vorlage des wohl meistverfilmten Comicautors (Wanted, Kingsman, Kick Ass, Kingsman II, Wanted II, Kick Ass II und bald dann noch Chrononauts und Starlight). Tatsächlich wird er als “Special Thanks” gelistet und auch in der imdb als Autor der Vorlage genannt, inhaltlich gab es aber überhaupt keine Parallelen. Zu Civil War schreibe ich vielleicht noch mal separat was, ich hab schon viel zu lange keine Film-Review mehr verfasst. Die Bücher von Millar sind immer etwas abgedreht und übertrieben, oft sehr brutal, trotzdem macht sein Civil War Spaß und da gibt es auch wirklich einen Civil War, der Film hätte ja eher “Winter Soldier 2” heißen sollen.

mark_millar_chrononautsMark Millar, Sean Murphy (Zeichnungen) – Chrononauts
120 Seiten
Comic/Graphic Novel (Zeitreisen, Humor)

Die beiden Hitzköpfe Corbin Quinn und Danny Reilly sind hochintelligent, erfinden Anzüge, mit denen man durch die Zeit reisen kann, mit denen sie ganz andere Dinge vorhaben, als die Regierung, für die sie die Anzüge hergestellt haben. Erst haut einer der beiden ab, dann geht der andere hinterher, um ihn zurückzuholen. Doch schon bald sind beide viel zu sehr damit beschäftigt, durch alle Epochen zu springen und sich wie Götter zu fühlen, Kriege mit modernen Mitteln zu unterstützen oder dank zukünftigem Wissen in Reichtum zu schwimmen und generell allerlei Unfug zu treiben. Die Auswirkungen könnten natürlich fatal sein, weshalb die Regierung aus der Gegenwart sich schon bald auf die Jagd nach den beiden abtrünnigen Zeitreisenden macht.

jesper_juul_videospiele_scheiternJesper Juul – Warum wir Videospiele lieben, obwohl wir immer verlieren
150 Seiten
wissenschaftliches Essay über Videogames

Spannende Thesen, aber insgesamt etwas zu sehr in die Länge gezogen und liest sich mehr wie eine wissenschaftliche Arbeit, hätte etwas unterhaltsamer geschrieben sein können. Trotzdem: Leseempfehlung für alle, die an Videospielen interessiert sind. Man kann auch ein wenig querlesen und sich die interessanten Stellen rauspicken.

Kai Meyer - Nachtland - CoverKai Meyer – Nachtland (Die Seiten der Welt, #2)
592 Seiten
Roman, Fantasy/Young Adult

Fast ein Jahr habe ich für den zweiten Teil der “Seiten der Welt”-Trilogie gebraucht. Zu Beginn fand ich es sehr uninteressant, die Neuerungen wie die Buch-Hoverboards und die neuen Figuren, die für mich alle austauschbar waren fand ich störend. Gegen Ende hat dann die Neugier überwogen, ich wollte wissen, wie es weitergeht. Die Figuren bleiben bis zum Ende etwas eindimensional, was etwas schade ist. Dafür wird nicht mit spannenden Wendungen gegeizt; Band 3 werde ich mir nun direkt kaufen und dann hoffentlich etwas schnell durchlesen. (Hab nicht wirklich 8 Monate gebraucht, sondern direkt am Anfang abgebrochen und vor kurzem dann wieder angefangen, um vor Band 3 fertig zu sein)

Kai Meyer - Blutbuch - CoverKai Meyer – Blutbuch (Die Seiten der Welt, #3)
523 Seiten
Roman, Fantasy/Young Adult

Viel besser als die Vorgänger, man sieht leider, wie Kai Meyer sich durch die Bücher gehetzt hat und erst im dritten selbst so richtig in den Seiten der Welt angekommen ist. (Die Rechtschreibfehler in allen drei Büchern verstärken den Eindruck noch, dass es alles schnell gehen musste.)
Die Figuren bleiben auch hier eher eindimensional und manche werden über längere Zeit vergessen, was etwas schade ist. Dennoch ist Blutbuch definitiv das beste Buch der Reihe und ein würdiger Abschluss. Beim zweiten Teil hab ich mit vielen Unterbrechungen fast ein Jahr gebraucht, das hier hat sich flott gelesen (ja, 3 Wochen ist flott, wenn man ausschließlich auf dem Arbeitsweg liest). Bin auf jeden Fall gespannt, was Kai als nächstes schreiben wird, das neue Buch ist ja bereits angekündigt.

Ferner liefen:

Lustiges Taschenbuch Nr. 478: Weltweit im Einsatz
Lustiges Taschenbuch Nr. 479: Führerschein
Lustiges Taschenbuch Nr. 480: Der Burgermeister von Entenhausen
Claire Belton – I Am Pusheen The Cat (absolut süß und toll und überhaupt!)

Zu meinem Goodreads-Profil

Gestern angefangen habe ich:

Joseph Fink, Jeffrey Cranor – Welcome To Night Vale
Welcome To NIght Vale

Filme

Zootopia
Lebt von den Charakteren und den vielen kleinen Witzen und Anspielungen, alles in allem ganz lustig und unterhaltsam. Im Großen und Ganzen aber wenig einfallsreich und diese ganze “Moral von der Geschicht” hätte man sich sparen können. Wie gesagt, ganz unterhaltsam, aber ich glaube, der Wiederguckwert geht hier gegen 0, die Fortsetzung kommt aber bestimmt.

Ratchet & Clank
Naja, nett gemeint, bleibt aber den ganzen Film über recht flach und langweilig. Vielleicht für Hardcore-Fans der Spiele, die werden für den albernen Film zu alt sein.

The First Avenger: Civil War
Ich habe Ultron nicht gesehen, ich habe Ant-Man nicht gesehen und zumindest ohne Ultron fehlte hier nötiges Wissen. Ansonsten wie alle Avengers/Marvel-Filme: viele “coole” Sprüche, viel Gekloppe, wenig Handlung und blasse Bösewichte. Trotzdem einer der besseren aus der Reihe und mit einem sehr sympathischen Spider-Man, auch wenn der etwas plump in die Story reingeschrieben wurde.

Serien

160324_PV_The Night Manager_S1_0_   2016 AMC
The Night Manager
Boah! Nur angefangen, weil ich was auf Amazon Instant Video brauchte, wegen der Offline-Funktion, kann Netflix ja nicht. (Doofes Netflix) Und was soll ich sagen? Hab das in 2 Tagen durchgeschaut und das mache ich sonst wirklich nie. Es geht hier um den Ex-Soldaten Jonathen Pine (Hiddleston) der in Kairo als Nachtmanager in einem Hotel arbeitet. Die Freundin eines lokalen Gangsters gibt ihm ein paar Dokumente, in denen es um Waffenhandel geht und überall steckt der öffentlich als “Menschenfreund” und Philanthrop auftretende Richard Roper (Hugh Laurie) hinter. Pine wechselt in ein schweizer Hotel, wo er Roper zufällig wieder trifft. Er sieht hier die Chance, etwas gegen den Waffenhändler zu tun und kontaktiert Angela Burr, eine Agentin, mit der er wegen der Dokumente schon verhandelt hatte (Olivia Colman aus Broadchurch). Beide arbeiten einen Plan aus, wie man ihn in die Organisation einschleusen kann. Schwierig nur: die Vorgesetzten von Burr in London scheinen alle nicht ganz unwissend zu sein und stecken vielleicht mit Roper unter einer Decke. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel.

Sehr spannend und glaubwürdig gemacht, besser als die ganzen letzten James-Bond-Filme. The Night Manager beruht auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré. Gibt’s kostenlos bei Amazon Prime.

Lesemonat Februar

Der Februar war kein guter Lesemonat für mich. Gerade mal ein Buch habe ich angefangen und beendet.

Ryan Britt: Luke Skywalker Can't ReadRyan Britt – Luke Skywalker Can’t Read: And Other Geeky Truths
224 Seiten
Popkultur, Essay-Sammlung

Ryan Britt ist ein Geek, schon immer gewesen. Sei es Star Trek, Star Wars, Doctor Who, Herr der Ringe, Narnia, Ghostbusters – kein Bereich bleibt unbesprochen. In den einzelnen Essays geht es um Themen, wie das Nichtvorhandensein von Büchern in fast allen Sci-Fi- oder Fantasy-Geschichten – niemand in Star Wars liest oder schreibt jemals etwas, in Narnia liest niemand und selbst im Herrn der Ringe ist Literatur nur etwas für sonderbare Hobbits und alte Zauberer. Andere Kapitel befassen sich mit der einseitigen Darstellung von Robotern – fast immer als Frankenstein-Analogie – Mensch erschafft Roboter, Roboter lehnt sich gegen Mensch auf. Oder: Warum ist Sherlock Holmes der ultimative Sci-Fi-Held? Wieso ist Dracula erst durch Bela Lugosi (und seine engen Hosen) cool geworden? Wieso finden wir Remakes von Hamlet okay, bei allen anderen Remakes gehen wir aber sofort auf die Barrikaden? (Hust hust, Ghostbusters hust)
Gehört Star Wars uns allen und nicht George Lucas und dürfen wir ihn deshalb kritisieren? Sind die Tannens in “Zurück in die Zukunft” ein Zeit-Paradoxon oder wieso existiert immer nur jede zweite Generation und niemand hat Eltern? Und wäre unsere Welt anders (schlechter), hätte es Frodo nie gegeben? Diese und viele andere Fragen versucht Ryan Britt zu beantworten und er tut das höchst eloquent und humorvoll. Die Sprache ist nicht immer ganz leicht und nicht alle Referenzen konnte ich zuordnen (wer hat schon “Barbarella” gesehen? Richtig, niemand.), dennoch kann ich dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Ach und ein Tipp: es gibt hier sehr viele Fußnoten, die teilweise über mehrere Seiten gehen, kauft euch lieber eine Print-Ausgabe, kann mir nicht vorstellen, wie das als ebook funktioniert.

Gelesen habe ich sonst nichts im Februar. Dafür habe ich 5 Filme gesehen (Deadpool, Inside Out, Exposed, Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny und Fantastic Four), war aber von keinem 100% begeistert und zwei davon waren sogar richtig doof. (Fantastic Four und Exposed. Trotz Keanu Reeves)
Inside Out war mal wieder das typische “Person A und B müssen von Ort X nach Ort Y reisen und erleben dabei Abenteuer und treffen Leute”-Ding. Vergleicht den Plot mal mit “Findet Nemo”, exakt das gleiche. Und alles was “außen” passiert hat Auswirkungen auf “innen”, aber nicht umgekehrt, das fand ich verwirrend. Und was wäre, wenn “Joy” und “Sadness” gestorben wären? Und wieso gerade “Disgust” als eine der fünf(?) Haupt-Emotionen? Viele fanden den Film wohl sehr toll und er hat ja sogar einen Oscar gewonnen, ich fand, er hat sich nichts getraut und war zu sehr Schema F, was Erzählweise und Plot angeht. Das beste waren die Katzen im Abspann.

Zu Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny möchte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Als Martial-Arts-Fan kenne ich natürlich den Film von Ang Lee, der bei mir zusammen mit “Hero” ganz oben auf meiner Top-Liste steht. Deshalb musste ich auch in den neuen Film ansehen, den es übrigens exklusiv auf Netflix gibt. Er kam nicht ans Original heran, aber das konnte man wohl auch nicht erwarten. Die Choreographie der Kämpfe ist nicht ganz so aufwendig und generell wurde mehr mit CGI gelöst, was ich immer ein wenig schade finde. Trotzdem hat es mich gefreut, mal wieder ein paar Wire-Fu-Kämpfe zu sehen. Michelle Yeoh ist wieder dabei, die restlichen Darsteller des Originalfilms hatten keine Lust. Hinzugekommen sind Donnie Yen (Ip Man), Harry Shum Jr. aus Glee, Jason Scott Lee und mit Natasha Liu Bordizzo einen recht guten Ersatz für Zhang Ziyi (nicht die gleiche Rolle, aber auch wieder eine junge Schülerin).
Ich hatte erst gedacht, Netflix habe eine Serie aus Tiger & Dragon gemacht. Ich vergesse immer, dass die ja auch Filme produzieren. Ich habe auf jeden Fall schon sehr viel schlechteres gesehen, besonders im Martial-Arts-Bereich. Der Film ist kein Meisterwerk, aber durchaus nett anzusehen, mit schönen Kämpfen und ebenso schönen Natur-Aufnahmen. Schauts euch an, wenn euch sowas interessiert und ihr Netflix habt.

Gespielt habe ich tatsächlich auch mal wieder was, und sogar beendet. Im Februar habe ich das wunderschöne Firewatch gespielt, spielt das unbedingt, wenn ihr die Chance dazu habt. Oder – da es eh immer fast gleich ist – guckt euch ein Let’s Play an.

So, das war’s erstmal, nächsten Monat habe ich hoffentlich mehr zu erzählen.

Lesemonat Januar

Mehr lesen, mehr schreiben, mehr bloggen. 2016 ist das Jahr des “mehr”. Vielleicht fahre ich sogar mal ans Meer? Wer weiß, was das Jahr noch so bringt. Aber genug der Kalauer, es ist zwar fast Karneval, aber das hat ja hier nichts verloren.

Mein Ziel mit dieser Reihe ist es, mich zum Lesen zu motivieren und gleichzeitig etwas mehr über Gelesenes zu reflektieren. Momentan halte ich zwar alles bei Goodreads fest, aber das ist ja nur eine reine Chronik und viele sind dort gar nicht angemeldet. “Geklaut” habe ich die Idee diese Artikelreihe übrigens bei Maja, schaut ruhig auch mal bei ihr vorbei.

2015 endete damit, dass meine geliebte Lustiges-Taschenbuch-App still und heimlich eingestellt wurde. Immer wieder kamen die Ausgaben zu spät, immer wieder hab ich nachgefragt und keine Antwort bekommen. Community-management, Social Media und Kundenbetreuung kann der Egmont Ehapa Verlag leider gar nicht. Mehrmals per Mail, mehrmals auf Facebook, auf Twitter, in den Bewertungen bei iTunes – es gab einfach nie eine Reaktion. Die letzte Ausgabe des Lustigen Taschenbuchs kam dann einfach gar nicht mehr in der App. Na toll, dachte ich mir. Dafür kann man sie jetzt in iBooks kaufen, immerhin ein schwacher Trost. Ob alle meine alten Ausgaben weiterhin im Archiv und runterladbar sind, steht in den Sternen, vermutlich ist alles weg, wenn die App endgültig eingestampft wird. Alles in iBooks neu kaufen werde ich sicherlich nicht. Wie dem auch sei, das hat dazu geführt, dass ich diesen Monat 2 Ausgaben LTB gelesen habe.

rod_junkins_art_of_creative_thinkingRod Judkins – The Art of Creative Thinking
281 Seiten
Ratgeber/Lebenshilfe/Inspiration

Ich kann gar nicht sagen, warum ich dieses Buch mitgenommen habe, aber der Titel und das Cover (ich hab eine andere Ausgabe) sprach mich einfach an. Über den Autor: “Rod Judkins is an accomplished lecturer at Central St Martin’s, one of the world’s pre-eminent art schools whose alumni – ranging from artists like Lucien Freud, Gilbert & George and Antony Gormley through to the designers Stella McCartney, Sarah Burton and Alexander McQueen – have helped shape our culture. Judkins has lectured on the subject of creativity at universities and to businesses around the world.” Junkins schult kreative Menschen (ja, das geht) und unterstützt Unternehmen dabei, Arbeitsabläufe zu verbessern. In The Art of Creative Thinking erzählt er in vielen kurzen Artikeln (die querbeet gelesen werden sollen), wie man seine Kreativität freilegt. Anhand zahlreicher Beispiele aus seinen eigenen Erfahrungen oder aus der Weltgeschichte – Michelangelo, JK Rowling, Andy Warhol, Thomas Edison und viele mehr – erklärt er, was kreative Menschen ausmacht, wie jeder davon profitieren kann, mehr auf seine kreative Ader zu hören und vor allem, dass und wie jeder Mensch kreativ sein kann und wie unsere Gesellschaft, unser Schulsystem und unsere Jobs uns daran hindern, unser kreatives Potential zu entwickeln. Ich bin niemand, der viele Selbsthilfebücher liest, ganz im Gegenteil, aber dieses Buch ist einfach großartig und man kann fast jeden Satz unterstreichen, in jedem Kapitel gibt es Zeilen, die man sich am liebsten auf die Bürowand malen möchte.
Meiner Meinung nach kann jeder positive Lehren aus diesem Buch, aus dieser Ansammlung von Erfahrungsschätzen kreativer Menschen ziehen, egal in welcher Branche man arbeitet oder wofür man sich in seiner Freizeit interessiert. Solltet ihr nur ein Buch dieses Jahr lesen, lest Rod Judkins’ The Art of Creative Thinking!

Terry Pratchett - The Shepherd's CrownTerry Pratchett – The Shepherd’s Crown
352 Seiten
Fantasy/Humor

Bereits im Oktober angefangen, im Januar erst beendet. Stilistisch hat es einige Schwächen, darauf möchte ich gar nicht eingehen. The Shepherd’s Crown ist Terry Pratchetts letztes Buch, der letzte Scheibenwelt-Roman, der jemals veröffentlicht wurde. Sir Terry, mit Abstand mein Lieblingsautor und eine Person – obwohl ich ihn nie persönlich kennen lernen durfte – die mich als junger Erwachsener am meisten beeinflusst hat. Auf die stilistischen Schwächen möchte ich nicht eingehen, weil Terry vor Beenden des Romans an seinem Alzheimer-Leiden verstorben ist und sein Assistent Rob Willkins (dem Pratchett die letzten Jahre diktiert hatte, da er selbst nicht mehr schreiben konnte) die Geschichte beendet bzw. die Fragmente in eine Reihenfolge gebracht hat. Ich mag die Geschichten um die Hexen nicht so sehr, diese muss man aber schon deshalb lesen, weil sie viel persönliches beinhaltet. Pratchett wusste, dass er stirbt und auch in der Geschichte stirbt eine wichtige Person; ich habe da viel biographisches und Botschaften an seine Tochter in den Gesprächen zwischen der sterbenden Person und der Person, die in ihre Fußstapfen tritt, entdeckt. Das und das Nachwort hat mir einige Male feuchte Augen beschert. Wenn ihr die Scheibenwelt nicht kennt, könnt ihr mit dem Buch aber vermutlich nicht viel anfangen, es ist auch bei weitem nicht das beste aus der Reihe.

Ian Doescher Shakespeare's Star Wars: The Tragedy of the Sith's RevengeWilliam Shakespeare’s Tragedy of the Sith’s Revenge: Star Wars Part the Third (William Shakespeare’s Star Wars, Band 3)
168 Seiten
Sci-Fi, Klassik

Sechster und vorerst letzter Band von Ian Doeschers Star-Wars-Nacherzählung im Shakespeare-Stil. Wie auch die anderen 5 Bände ist Episode 3 witzig und einfallsreich geschrieben. Doescher benutzt klassische Stilmittel Shakespeares und wendet sie passend auf die Star-Wars-Story an. Jar Jar Binks ist zum Beispiel der Narr, der in Wirklichkeit doch alles durchblickt, R2-D2 führt ausführliche Monologe, Paare sprechen wie bei Shakespeare so, dass sich ihre Dialoge reimen – zumindest so lange, wie sie zusammen und glücklich sind. Yoda spricht in Haiku-Form, weil… ja, einfach so, damit er heraussticht und Darth Plagious’ Gechichte wird in Form eine Theaterstücks im Stück erzählt. Es gibt hier vieles zu entdecken und im Nachwort wird vieles für Laien noch einmal erklärt. Nicht der stärkste Band der Reihe, die endlosen Dialoge zwischen Anakin und Padme nervten mich auf Dauer, dennoch gehören die 6 Star-Wars-Bände im Shakespeare-Stil zu den geistreichsten und innovativsten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Es ist was faul im Staate Coruscant!

Ferner liefen:
Lustiges Taschenbuch Nr. 475: Gefährliche Galaxien
Lustiges Taschenbuch Nr. 476: Der unverfrorene Schneemann
Assassination Classroom 9
Kleine Katze Chi 8